Elterlicher Christstollen
Geschafft! Die familiäre Adventstournee ist abgeschlossen und wir machen es uns bei Schneetreiben zuhause gemütlich. Und nun erfolgt auch der Anschnitt des Stollens, den wir traditionell von meinen Eltern bekommen.
Sie backen ihn seit ich denken kann nach diesem Rezept (aus dem WDR-Hörfunk vom 18.12.1951):
750g Mehl
60g Hefe
knapp 250ml Milch
2 Eier
250g Butter (bei uns: Margarine)
100g Zucker
1 Messerspitze Zimt
1/2 TL Salz
1TL abgeriebene Zitronenschale
50g Zitronat
400g Rosinen
125g Korinthen
100g süße Mandeln, gehackt
15g bittere Mandeln, gehackt
1 Schuss Rum
100g geklärte Butter zum Bestreichen
50g Puderzucker
Von Mehl, Hefe, Milch, Zucker, Butter, Eiern macht man einen Hefeteig. Dem fügt man nacheinander die bemehlten Rosinen, Korinthen, das Zitronat und die Mandeln hinzu. Der Teig muss gehen, dann rollt man ihn dick aus und schlägt ihn ein. Ehe man den Kuchen einschiebt, muss der Ofen gut vorgewärmt sein, damit sich schnell eine Kruste bildet und der Kuchen nicht auseinanderläuft (180°, ca. 1-1,5 Stunden, auf die Bräunung achten).
Nach dem Backen bestreicht man den Stollen mit der zerlassenen Butter und streut Puderzucker darüber. Dann lagert man den Stollen in Pergamentpapier und Aluminiumfolie eingepackt für ungefähr 3 Wochen.

Dez 20, 2009 @ 17:16:25
Ein Rezept mit Datum – 1951. Ich bin beeindruckt.
Die Zutaten und das Aussehen sehen sehr überzeugend aus. Das Rezept bunkere ich mir mal – irgendwann wenn ich mal viel Zeit habe, backe ich vielleicht auch einmal einen. Bisher bekomme ich ihn auch geschenkt.
Dez 20, 2009 @ 19:56:23
und ich armes ding kann nur mit hängender zunge am pc kleben
Dez 20, 2009 @ 22:14:52
Barbara, ja, wir Foodblogger neigen ja manchmal dazu zu vergessen, dass es eine kulinarische Welt vor dem Internet gab
Zusammen mit den elterlichen Pfefferkuchen (Post folgt) ist dieser Stollen eine der wenigen Konstanten in meinem Leben
Dez 20, 2009 @ 22:18:13
She, ich hoff, Du findest einen nichtvirtuellen Ersatz