Entstanden beim Weihnachtskeksevent 2009.
Das Grande Finale beim Kekswochenende ist immer die Produktion der Dominosteine, an der alle gemeinsam zusammenwirken. Da die Dominosteine sehr beliebt sind, produzieren wir immer Unmengen davon, diesmal wurden es ca. 240. Im Laufe der Zeit hat sich das Verfahren so weiterentwickelt, dass nun jeder Handgriff sitzt und wir mit unglaublicher Geschwindigkeit dieses Gebäck produzieren.
Wir fangen am Vortag an mit dem Herstellen der Teigplatten:
1TL Pottasche
6 TL Eiweiß
mischen wir zusammen. Dann kneten wir einen Teig aus
750g Honig
900g Mehl
8 TL Lebkuchengewürz
2 Päckchen Backpulver
10 EL Rum
und rühren am Ende die aufgelöste Pottasche darunter. Der Teig ist klebrig und bleibt es auch, daher müssen wir beim Verarbeiten immer viel Mehl verwenden, damit die dünnen Teigplatten überhaupt produziert werden können.
Wir teilen den Teig nun in 2 gleiche Teile und stellen ihn für 2 Stunden kalt. Dann durchlaufen wir folgende Prozedur zwei mal:
Auf einem Backpapier ein Rechteck 30*25 cm markieren. Umdrehen und 3 mal ein Drittel des Teigstücks so ausrollen, dass genau das angezeichnete Rechteck herauskommt. Der Teig ist wie gesagt sehr klebrig, man muss vorsichtig mit ihm umgehen.
Dann legen wir die erste Teigplatte in eine Lasagneform dieser Größe (mit eingelegtem Backpapier, das über die Seiten hinausragt) oder wir benutzen ein Kuchenviereck mit variablen Seiten. Nun verstreichen wir
250g Mohn-Backmischung
darauf. Es folgt die zweite Teigplatte, die nun möglichst passgenau in die Form gelegt werden muss, eine etwas wacklige Angelegenheit. Sie wird mit Gabeln eingestochen und dann mit
250g Pflaumenmus (wenn es weich ist, eher 200g)
bestrichen. Abschließend kommt die dritte Platte obenauf, wir stechen sie wieder mit der Gabel ein und backen das Konstrukt bei 175° 25 Minuten auf der 2. Schiene von unten.
Als Resultat haben wir dann abends zwei Quader für die Produktion der Steine am Folgetag.
Am nächsten Morgen markieren wir mit einem Messer früh die beiden Teigplatten mit 2,5*2,5 cm²-Quadaraten und stechen in jedes Quadrat einen Zahnstocher. Dann geben wir die beiden Igelplatten in die Tiefkühltruhe und frühstücken die nächsten 2-3 Stunden in aller Gemütlichkeit.
Nun geht die Produktion los: wir erhitzen in einem Topf
500g dunkle Kuvertüre
500g dunkle Kuchenglasur
Dann stellen wir uns in der Reihenfolge der Arbeitsschritte mit 7 Personen so auf
- Teigplatten in Würfel schneiden
- Würfel mit einem zweiten Zahnstocher auf der Gegenseite versehen
- Würfel über dem Topf zwischen den Fingern drehen
- Würfel mit einer kleinen Kelle mit flüssiger Kuvertüre überschütten, bis er rundum bedeckt ist
- Würfel über einem Teller langsam drehen, bis die überschüssige Schokolade abgetropft ist
- Einen Zahnstocher entfernen und Würfel mit dem anderen Zahnstocher in eine große, mit Folie bedeckter Styroporplatte stecken
- Stichloch des zweiten Zahnstochers mit einem Pinsel zukleben
Nach einer kurzen Einschwingphase läuft dieser Prozess sehr rund. Nach ein paar Stunden Trockenzeit können die Würfel dann eingepackt werden. Diesmal ist es wohl mehr Glasur als Kuvertüre gewesen, daher ist die Hülle eher weich. Wir halten die Dominosteine also kühl, damit sie nicht gleich wieder zerschmelzen oder beim Transport kaputtgehen.
Nach diesem Endspurt wird die Beute des Wochenendes auf alle Teilnehmer verteilt und jeder macht sich mit seinen Blechbüchsen versehen auf den Heimweg, erschöpft, aber glücklich aufgrund der vielen erzeugten Köstlichkeiten und des schönen Wochenendes mit Freunden.
Bis zum nächsten Jahr!















Grandios! – Das Weihnachtskeksevent muss irrsinnigen Spaß machen, oder? Die Ergebnisse können sich dabei auch noch sehen lassen.
nata, alleine für die Dominosteine lohnt es sich