Nierenragout

Kindheitserinnerungen – früher waren Nierchen mein absoluter Favorit. Zum Geburtstag durften wir uns immer wünschen, was gekocht werden sollte. Und bei mir gab es immer Nierchen mit Reis. Heute lass ich es gemächlicher angehen, die letzten Nieren liegen Jahre zurück, nun ist es also wieder einmal so weit.

Sowas kommt davon, wenn man freitag früh Schluss macht und dann noch auf den Markt geht – man kauft Dinge, die nicht auf dem Plan stehen, die aber endlich mal wieder gekocht werden wollen. Zum Auftakt des Kölner Kochwochenendes also erst einmal ein kleines Nierenragout.

Nierenragout

Ich kaufe

1 Rinderniere (650g, geputzt ca. 500g),

säubere sie sorgfältig von den weißen Sehnen und lege die Stücke für 1 Stunde in Wasser, das ich immer wieder wechsle. Ich habe die Niere beim Biofleischer gekauft, so bin ich sicher, dass sie nicht belastet ist. Als nächstes setze ich

300g Salzkartoffeln

auf. Auch das ein selterner Genuss in unserem Pellkartoffelhaushalt! Dann putze ich

300g Chamoignons
1 kleine Zwiebel

und schneide die PIlze in dünne Scheiben. und die Zwiebel in kleine Würfel. Ich dünste erst die Zwiebel in Butter an und gebe dann die Pilze dazu. Ich würze mit

Salz
Zitronensaft
etwas Safran

und lasse alles 5 Minuten braten. Nun muss ich mich beeilen, denn die Nieren wollen noch in dünne Scheiben geschnitten werden. Ich nehme eine neue Pfanne und brate die Nierenstücke an – genauer gesagt ich versuche es, denn sie sind sehr wässrig und braten fast gar nicht. Das Ganze dauert vielleicht nochmal 3 Minuten. Dann gebe ich das Gemüse wieder dazu und schmecke ab mit

Salz
Pfeffer
ein Schuss Calvados

Herrlich – wie früher ;)

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Dieser Beitrag wurde unter Alltagsküche abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten auf Nierenragout

  1. Evi sagt:

    Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Nierchen waren für mich als Kind immer der einzige Grund, den Rollbraten, in deren Mitte sie sich versteckt hatten, anzufassen. ;)
    Leider isst im Haushalt hier sonst keiner mehr Nieren, eine ganze für mich alleine wäre etwas überdimensioniert.

  2. Damit könnte ich zuhause keinen Punkt landen, ganz im Gegenteil, mir würden viele der vorhandenen abgezogen werden. Ich freue mich immer, wenn Nierchen auf einer Speisekarte stehen, am liebsten mit Feigen und Senfsauce. Dann schlage ich unerbittlich zu und lasse mir auch gerne die Vorspeise auf ein HG vergrößern. ;)

  3. Claus sagt:

    Sack und Asche, das hab ich seit 124 Jahren nicht mehr gegessen, danke für die Idee…

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>