Endlich wieder eine voll ausgestattete Küche! Im Urlaub konnte ich zwar die tägliche Mahlzeit zubereiten, aber zuhause hat man doch wesentlich mehr Freiheitsgrade – und kennt seine Werkzeuge einfach besser. Was mir vor allem gefehlt hat, war der Induktionsherd. Man weiß erst wieder, was man daran hat, wenn man wieder einmal auf einem klassichen Ceranfeld kochen muss….
Die großen Kochaktionen starten trotzdem nicht sofort wieder, immerhin ist wieder Alltag und das abendliche Mahl will nach dem ersten langen Tag schnell zubereitet sein. Dazu bereite ich vor
1 Blutorange, filetiert, einen Teil der Schalen aufgehoben
500 g Kartoffeln, geschält und in dünne Scheiben gehobelt
1 Knollen Fenchel, geputzt und in Scheiben geschnitten, etwas Fenchelgrün gehackt und aufgehoben
Außerdem brauche ich
2 Lorbeerblätter
50 ml Milch
Salz
Pfeffer
Die Kartoffeln koche ich in ca. 10 Minuten zusammen mit den Lorbeerblättern in Salzwasser gar. Warum ich sie in Scheiben schneide? Ich folge einer Empfehlung von Vijay Sapre, der die auf diese Weise vergrößerte Oberfläche nutzen möchte, um den Stärkewandlungsprozess positiv zu beeinflussen.
Ich beeinflusse die Kartoffeln weiterhin dadurch positiv, dass die die ausgedämpften Scheiben mit dem Stampfer zu Püree drücke und 3 TL sehr klein gehackte Orangenschale (nur das äußerste, Orange der Schale bitte) und die Milch unterrühre. Schon mal sehr fein.
Inzwischen sind die Fenchelscheiben in Olivenöl fertig gebraten, er muss ein bisschen gebräunt und weich sein. Ich habe sie kurz nach den Kartoffeln aufgesetzt und dann auf knapp 2/3 Hitze gebraten und gelegentlich gewendet. Püree und Fenchel kommen auf vorgeheizte Taller, die filetierten Orangenspalten kommen ganz kurz in die noch heiße Pfanne, wo sie den Bratensatz des Fenchels ablöschen. Dann ab auf den Teller damit und das Gericht mit dem Fenchelkraut dekoriert.
Sehr nett, Sauce fehlt nicht wirklich, da die Orangen saftig genug sind und das Olivenöl um den Fenchel ersetzt die in diesem Fall fehlende Butter (die ich sonst sicher noch gerne in das Püree gegeben hätte, sagen wir so etwa 100 Gramm
)






das klingt ja sehr interessant. vielen dank für das rezept!
Wunderbar. Einfach und schlicht und dennoch raffiniert. Orangen möchte ich auch jetzt genießen, solange es noch gute gibt.
wundervoll… Du kochst immer so leckere sachen die ich 1:1 nachkochen würde….Ich wünschte ich könnte in den Bildschirm greifen
Hallo Alissa, danke für Dein Kompliment
Wir sind anscheinend auf einen ähnlichen Geschmack ausgerichtet, bei Deinen Posts gehts mir oft genauso!