Rote-Bete-Lasagne

Der Herbst ist in vollem Gange und ich nutze einen unerwartet frühen Freitagfeierabend zum Gang über den Münsteraner Biomarkt am Dom. Rote Bete ist mir im Sinn, nach der Diskussion im XING-Kochclub suche ich nach neuen Ideen für dieses tolle Gemüse. Ich beschließe, es mal in Form einer Lasagne zu verarbeiten.

Rote-Bete-Lasagne

Dazu kaufe ich ein:

4 kleine rote Bete, ca 400g
1 Porreestange
200g Champignons
300g junger Spinat
1 Bund Dill, von dem nach dem Putzen 20g Dillblätter übrig bleiben
1 fingerdickes Stück Schinken
2 Packungen Creme Fraiche
10g getrocknete Steinpilze
2 große Büffelkäsemozzarella, ca 350g

Aus meinen Vorräten vervollständige ich die Materialsammlung:
200g Mehl
100g Weizengrieß
2 kleine Eier
2 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
Oregano
Kümmel

Vorbereitungen

Nun geht es ans Werk. Zunächst setze ich die rote Bete auf mit Salzwasser und 1 Esslöffel Kümmel auf. Sie muss ca 50 Minuten kochen. Relativ lange, aber für die Lasagne soll sie nicht mehr zu knackig sein.

Die Steinpilze sind von guter Qualität, deshalb müssen sie nach dem Einweichen nicht besonders geputzt werden. Manchmal sind sie sehr sandig, dann hat man damit eine ziemliche Arbeit. Diesmal reicht es, die Pilze kurz abzubrausen und das Einweichwasser zu filtern (Kaffeefilter im Durchschlag).

Nudelteig

Mehl, Weizengrieß, Eier, 1 TL Salz und 1 EL gemörserter schwarzer Pfeffer und der sehr klein gehackte Dill kommen in die Rührschüssel und ich knete die Zutaten mit der Hand zu einem Nudelteig. Je nach Feuchtigkeit des Dills und der Größe der Eier muss noch Flüssigkeit ran, ich nehme dazu ca. 10 EL vom Steinpilzwasser. Der Teig kann dann eine Weile ruhen, während ich die Saucen zubereite.

Pilzsauce

Den Schinken in dünne Streifen schneiden, dann kurz und heiß knusprig braten. Aus der Pfanne nehmen, dann fein geschnittene Champignons und sehr fein geschnittenes grünes Lauch anbraten. Mit Weißwein und 1 Becher Creme Fraiche ablöschen, pfeffern und salzen. Den Schinken wieder dazu geben.

Spinat-Sauce

Den Spinat musste ich nicht besonders putzen. Ich habe nur die Wurzel abgeschnitten und ein paar welke Blätter aussortiert. Junger Spinat ist zum Glück pflegeleicht, im Gegensatz zum großblättrigen Winterspinat, der meist auch ziemlich dreckig ist.

Nun schneide ich noch die zwei Knoblauchzehen in schmale Scheiben und zerkleinere ebenfalls die ausgedrückten Steinpilze. Beides wird in der Pfanne angedünstet, dann kommt der Spinat mit 1 TL Salz dazu. Jetzt bewährt sich der extra gekaufte Glasdeckel, er ermöglicht, den Spinat direkt in der Pfanne 5 Minuten bei mittlerer Hitze zu dünsten. Dann nehme ich die Pfanne vom Herd und lasse den Spinat etwas auskühlen.

Anschließend drücke ich die Blätter auf einem Schaumlöffel über der Pfanne aus und binde die Sauce mit etwas Speisestärke. Das Gemüse kommt wieder hinein.

Fertigstellung der Lasagne
Jetzt kommen wir zum Zusammenbau. Den Nudelteig drehe ich nicht ohne Mühe durch die Nudelmaschine, er ist etwas bröselig. Nachdem ich ihn noch ein wenig mit feuchten Händen nochmals durchgeknetet habe, läßt er sich halbwegs verarbeiten. Ich drehe ihn mehrfach durch die Mühle bis Stufe 4.

Danach kochen die Teigplatten einzeln jeweils ca 3 Minuten, bis sie weich aber noch al dente sind.

In die Lasagneform gebe ich nun zuerst ein wenig Pilzsauce und lege die ersten Nudelplatten darauf. Dann folgt Rote Bete und Spinat. Dann wieder Nudelplatte, und so weiter bis alles verbraucht ist. Bei meiner 30*30 cm-Form habe ich 3 Teigschichten geschafft Es bleibt etwas Teig übrig, den ich zu Tagliatelle durchdrehe und koche. Die gibt es dann morgen.

Abschließend schneide ich den Mozzarella in Scheiben und belege die Lasagne damit. Büffelkäse geht besonders gut, da er sich nicht so schnell in flüssiges Fett verwandelt wie die üblichen Plastikbeutelkäse. Auch bräunt er meiner Meinung nach besser, aber das kann auch Einbildung sein, da ich Mozzarella nur selten zum Überbacken verwende.

Nun noch 30 Minuten in den Backofen bei 200° und die Lasagne ist nach dem obligatorischen Foto essbereit. Dazu gibt es Creme Fraiche.

Die Lasagne hat uns sehr zugesagt! Die Steinpilze haben gut fürs Aroma gesorgt und der Spinat hat sie saftig gemacht. Wer’s vegetarisch will, lässt den Schinken weg, es ist kein großer Verlust.

Der Prozess

Beitrag zur Mozzarella-Revolution.

Blogevent | Mozzarella Revolution | 1.10.-31.11.09