Rote-Bete-Essenz

Entstanden beim Weihnachtsdinner 2009: Heiligabend.

Bei uns gibt es Heiligabend – sofern wir ohne Familie zuhause sind – immer ein vergleichsweise einfaches Menü. Das ist vermutlich Kindheitserinnerungen geschuldet, denen zufolge bei uns beiden am Heiligabend genug zu tun war, so dass nicht auch noch aufwändig gekocht wurde.

Aufgrund eines technischen Problems gibt es heute noch ein Amuse Geule – mir fällt partout keine Möglichkeit ein, eine gebratene Jakobsmuschel so in der Suppe unterzubringen, dass sie nicht untergeht. Und einfach als Einlage möchte ich sie bei der kräftig färbenden Essenz nicht nehmen. Dann gibt es sie eben vorab auf einem Stück gerösteten Brot (mmm, Hausbrot von Tollkötter – das beste Graubrot was ich kenne, mit dicker Kruste. Das gibts leider nur in Münster ;) ).

Jakobsmuschel vorab

Nun aber zur Suppe. Ich koche sie nach einem Rezept von Douce Steiner, die sie fälschlicherweise Essenz nennt. Tatsächlich ist es eine gebundene Suppe, die auf einer Essenz basiert.

Rote-Bete-Essenz

Ich nehme

1 mittlere Knolle Rote Bete (ca. 200g)

schäle sie und reibe sie auf der Gemüsereibe klein.
Dann nehme ich

1/2l Hühnerbrühe (Original: Rinderconsommee)

gebe die Rote-Bete-Späne hinzu und erhitze langsam bis zum Sieden. Nach einem kurzen Aufkochen stelle ich den Topf zugedeckt beiseite und lasse ihn 30 Minuten stehen. Dann gebe ich das Gemisch durch ein Sieb und verwende nur die Flüssigkeit weiter. Ich füge

125ml Rotwein (Ligurio)
1 EL Stärke, gelöst im Rotwein

hinzu und lasse die Suppe noch 10 Minuten köcheln. Sie wird sehr dunkelrot, fast wie der Rotwein und nimmt eine samtige Konsistenz an. Dann gebe ich noch die Würze hinzu:

Salz
1 TL Zucker
2,5 EL guten Balsamico

Nun ist die Suppe servierbereit, ich gebe sie in die vorgewärmten Teller, füge einen Schlag Creme Fraiche hinzu und dekoriere mit ein paar Schnittlauchhalmen.

Ich finde die Suppe kräftig und passend zu Weihnachten (durch den Rotwein), die Kombination gefällt mir. S. findet sie zu sauer, sie hätte gerne weniger Balsamico in der Suppe gehabt. Sie erinnert sich an eine echte Essenz, die außer Hühnerbrühe und etwas Sternanis wirklich nur rote Bete enthielt. Diese war in der Tat klarer im Geschmack, aber eben auch eine sehr dünne Suppe, fast eher zum Trinken.