Alltagsküche

Alles was schnell gehen muss und leicht ist.

Weihnachtliche Kürbissuppe mit Pimentkraut

Jetzt rüsten sie wieder auf, die Kulinariker unter uns… Weihnachten ist schließlich das Fest der Freude, da soll auch der Gaumen und der Bauch „endlich“ mal was Besonderes bekommen, nachdem ja das ganze Jahr nix Vernünftiges auf den Teller kam. Ich seh es in den Food-Foren und auch die Suchstatistik meines Blogs ist voll von Anfragen zu „der perfekte Braten“, „Jakobsmuschel-Carpaccio“, „Essenz“, „Weihnachtsplanung“ und so fort. Macht Euch nicht so einen Stress! Ich achte inzwischen lieber das ganze Jahr über auf gute Qualität und Freude beim Essenmachen und -kochen und vermeide den kulinarischen Jahresendschlag. Das schont die Nerven, den Magen und den Geldbeutel…

Weihnachtliche Kürbissuppe

Ein bisschen weihnachtlich darf es trotzdem sein, heute entstand inkrementell diese besondere Suppe, die ganz einfach herzustellen ist. Ich koche einen in Stücke geschnittenen Hokkaido, 3-4 Kartoffeln, eine rote Zwiebel und eine Knoblauchzehe, alles ebenfalls in Stücken, in reichlich Gemüsebrühe auf. Dazu kommt eine kleine Chilischote, die bei uns im Wohnzimmer immer noch reichlich wächst. Nach 25 Minuten kann die Suppe mit dem Zauberstab püriert werden. Wenn sie zu dick ist, kommt noch etwas Wasser hinterher. Die Suppe darf beim Kochen keine Vulkankrater erzeugen!
Jetzt reibe ich mit der feinen Reibe ein ordentliches Stück Ingwer hinein (50 g vielleicht) und schmecke mit Sojasauce ab. Nebenher erwärme ich etwas Sauerkraut, das ich mit gemörsertem Piment gewürzt habe.
Der Clou der Suppe: zum Schluss gebe ich noch einen Teelöffel Lebkuchengewürz dazu (Achtung, nicht zu viel nehmen). Auf den Tellern richte ich die Suppe mit dem Sauerkraut, Mandelhälften und jeweils einem guten Schuss Kürbiskern- und Orangenöl an. Das letztere verbindet die Weihnachtsaromen hervorragend mit der Säure des Krauts und der samtigen Suppe.
Allemal ein Festessen!

Feldsalat mit Bratbirne

Ein kleines Abendessen soll her – schnell soll es gehen. Was tun? Ich habe Feldsalat gekauft heute, endlich gibt es wieder den kräftigen Wintervitaminspender. Dazu eine Birne, die ich in Scheiben schneide und in der Pfanne mit Butter stark anröste, so dass sie etwas gebräunt wird. Ein paar Walnüsse gebe ich gesalzen und mit etwas Olivenöl und Piment d’Espelette verrührt auf ein Blech in den Backofen. Dort rösten sie bei 180° für eine Viertelstunde. Die Vinaigrette ist ebenfalls schnell gemacht – etwas Balsamico in die noch heiße Pfanne, etwas reduzieren und dann einen Teelöffel Honig dazu, Salz und etwas Walnussöl. Auf den Teller mit den Einzelteilen und fertig ist der schnelle Abendgenuss!

Feldsalat mit Bratbirne

Schneller Teller – Kürbissuppe mit Ingwer

Abends soll es eine schnelle Suppe geben. Ein Hokkaido-Kürbis liegt bereit, ich entkerne ihn und schneide ihn mit Schale in kleinere Stücke. Zusammen mit einer klein geschnittenen Zwiebel, zwei Knoblauchzehen und etwas geriebenem Ingwer dünste ich ihn an und giepe dann mit Gemüsebrühe auf. Ein wenig Salz und Sojasauce zum Würzen kommt dazu.

Kürbissuppe mit Ingwer

Die übliche und notwendige Deko kommt diesmal aus dem Restetopf: ein paar letzte Schnittlauchhalme aus dem Garten, ein wenig Mascarpone, in die ich etwas der Suppe einrühre und mit Vanille-Chili-Öl mische und, schnell in einem Viertelliter Sonnenblumenöl frittiert, ein paar Ingwerscheiben und ein paar zerpflückte Reste von Buchweizenpfannkuchen. Erstere sind mir zu bitter, letztere werden gesalzen und mit etwas Curry bestreut zu einer attraktiven Einlage.

Fertig ist der schnelle Teller – und wohlschmeckend dazu!

Gerollte Hähnchenbrust mit Mangold und Limettenreis

Im Garten steht als eines der letzten Gemüse nun der Mangold in zwei Reihen und fordert seine Verwendung. Im Gegensatz zum käuflichen ist er mit dünnen Stielen versehen und die Blätter sind noch nicht ledrig-riesig, sondern haben gerade Handgröße. Ideal also, um sie in ein Hühnerbruststück einzuwickeln. Das folgt umgehend, nachdem ich ein mittelgroßes Filet in 5 dünne Scheiben geschnitten habe, die ich mit reichlich Piment d’Espelette, dünnen Knoblauchscheiben und geriebenem Ingwer ausgestattet habe. Noch schnell mit etwas Sojasauce beträufeln und dann zusammen mit je einem passend großen Blatt (ohne Stiel) einrollen. Zahnstocher halten die Gebilde in Form, wie immer ist es knifflig, sie so zu stechen, dass sie beim Braten später nicht im Weg sind.

Gerollte Hähnchen mit Mangold

Für den Reis koche ich zwei Tassen Hühnerbrühe auf, in die ich einen Teelöffel frisch gemörserten Szechuanpfeffer gebe. Dazu eine Tasse Basmatireis, der in der üblichen Zeit, knapp 20 Minuten, auf kleiner Flamme gart.

Die Rollen kann ich nun in der Pfanne rundum in ein paar Minuten goldbraun anbraten. Währenddessen schneide ich die Stiele in kleine Stücke, die restlichen Blätter in schmale Streifen. Beides kommt neben dem Huhn in die Pfanne.

Huhn und Mangold in der Pfanne

Der Mangold braucht Flüssigkeit! ich gebe etwas Weißwein in die Pfanne, noch etwas Hühnerbrühe und würze mit Sojasauce. Dann kommt der Deckel auf die Pfanne , ein Löffel unter die Pfanne auf der Hühnerseite. Warum? Die Garflüssigkeit soll sich beim Mangold sammeln, der Dampf in der geschlossenen Pfanne reicht, um das Huhn zu garen, ohne es zu verwässern. Das klappt übrigens nur bei Gas und Induktion 😉

Löffeltrick

Nach 10 Minuten ist alles fertig. Schnell etwas Limettensaft und abgeriebene Schale in den Reis und diesen in der Form auf den Teller gestürzt, dazu halbierte Hähnchenrollen, das sieht nett aus. Und abschließend den Mangold. Ich lasse die Kochbrühe in der Pfanne und trinke sie später – lecker! Das eigentliche Gericht soll nicht so in Flüssigkeit schwimmen.

Die Hähnchenrolle

Es schmeckt ausgezeichnet – ein wenig Sojasauce muss ich noch nachgeben, sonst ist alles perfekt.

Schneller Victoriabarsch

Ein schnelles Strohwitwer-Abendessen…

Schneller Victoriabarsch

200 Gramm Victoriabarsch wird mehliert, in das Mehl habe ich zuvor Bärlauchsalz und Piment d’Espelette gegeben. Eine Stange Lauch schneide ich in dickere Scheiben, die ich in etwas Hühnerbrühe dünste. Eine Handvoll Pilze – Champignon und Pfifferling werden schnell geputzt und wandern in heißes Butterschmalz in der Pfanne. Nun ist auch der Fisch dran. Er kommt in eine separate Pfanne und brät von jeder Seite ca. 4 Minuten. In eine freie Ecke lege ich ein paar Graubrotwürfel, die ich mit Basilikum zu leckeren Beilagen-Croutons mache. Die Pilze gebe ich nach ca 5 Minuten auf den vorgewärmten Teller und bereite aus etwas Frischkäse, Muskatnuss und dem Lauchsud noch etwas Sauce für die Pilze.

Nach 15 Minuten ist der Küchenspuk vorbei und ich genieße ein leckeres Abendessen.

Mini-Cannelloni mit Pfifferlingen

Ein Abend allein zuhaus – das ruft nach einem Reste-Essen deluxe! Ich finde im Kühlschrank: Ein paar gekochte Rigatoni mit einem Rest Tomatensauce, viele gelbe Tomaten aus eigener Aufzucht, ein wenig Coppa, Frischkäse, eine halbe Zwiebel und einen Rest Rosmarin-Ziegenkäse.

Mini-Cannelloni mit Pfifferlingen

In weiser Voraussicht habe ich noch eine kleine Packung Pfifferlinge gekauft. Die sind vom Edeka, in Plastik eingepackt und matschig, aber die Versorgungslage hier ist halt eher mau. So putze ich die Pilze, dass ungefähr die Hälfte übrig bleibt, die Putzreste werden ausgekocht und geben Pilzfond für später.

Dann bereite ich eine Farce für die Rigatoni vor, die will ich füllen. Ich schneide die halbe Zwiebel sehr klein und dünste sie mit ein paar feingehackten Pfifferlingen in der Pfanne. 2 Scheiben Coppa schneide ich in kleine Stücke und reibe etwas Knoblauchzehe dazu. Dann fülle ich auf mit dem Zwiebel-Pilz-Gemisch und knapp 2 EL Frischkäse. Pfeffer, Salz, gut durchrühren und ab in die Spritztüte damit. Die Rigatoni lassen sich gut füllen, sie sind gut gegart und weiten sich am Ende etwas. 10 Stück schaffe ich mit der Füllung. Nun brate ich noch die restlichen Pfifferlinge an. Die Nudeln kommen auf ein Bett von 3 EL Tomatensauce, schön in Reihe gelegt, wie es sich für Cannelloni-Auflauf gehört. Dann die Pilze darüber und 3 Scheiben vom Rosmarin-Käse.

Die Packung kommt für knapp 15 Minuten bei 200° in den Ofen, die letzten Minuten mit Grill.

Ein paar Rucola-Blättchen aus dem Garten und ein paar gelbe Tomaten geben mit der immer vorrätigen Buchholz-Salatsauce einen kleinen frischen Klecks neben dem Gratin.

Sehr lecker! Und reichlich als Abendessen für 1.

Matjes

Naja, das ist ja eigentlich kein Rezept. Aber ich liebe Matjes! Und endlich hab ich mal wieder welche gekauft. Dazu ein bisschen Frühlingszwiebel-Basilikum-Gemisch, etwas hochprozentigen Kartoffelbrei (2 Teile Kartoffel, 1 Teil Butter, plus Kerbel) und die geröstete Reste vom Wochenend-Ciabatta. Was will man mehr!

Matjes

Riesengarnelen mit Bandnudeln

Auch eine Art Resteessen: vom gestrigen Steinbeißer sind noch Nudeln und Sauce übrig geblieben. Beides kommt in den Topf und erhitzt langsam. 3 Riesengarnelen habe ich noch, die brate ich in Olivenöl, in dem ich zuvor eine große halbierte Knoblauchzehe geröstet habe. Zum Abschluss kommt noch eine Handvoll gehackter Kerbel in die Nudeln – ein Luxus-Resteeseen!

Riesengarnelen mit Bandnudeln

Steinbeißer mit Taglilien und Bandnudeln

Lange keinen Fisch mehr verarbeitet! Der lokale Händler bietet Steinbeißer an, ich nehme ein großes Filet, das ich aufteilen werde.

Heute sind erst einmal die Taglilien fällig. Wir haben die tatsächlich im Garten! Ich mag den lauchig-trüffeligen Geschmack der Blüten und vor allem der Knospen und möchte sie nun endlich einmal auch zum Kochen verwenden.

Steinbeißer mit Taglilien

Zuerst bereite ich eine Sauce aus etwas kleingeschnittener Schalotte und 1/2 Zehe Knoblauch. Beides dünste ich in Butter an, gebe etwas Safran dazu und lösche mit Grauburgunder ab. dazu kommt etwas Hühnerbrühe und nach und nach, während sie Sauce köchelt, 150 ml Sahne. die Sauce kann nun auf kleinster Stufe vor sich hin köcheln. Ein paar übrig gebliebene Schalotten dünste ich ebenfalls in Butter. Später kommen die Taglilienknospen für ein paar Minuten dazu. Aber erst setze ich die breiten Bandnudeln auf, die etwa 15 Minuten kochen werden.

Das Steinbeißer-Filet schneide ich in handhabbare Stücke, mehliere es mit einem Dinkelmehl-Räucherpaprika-Salz-Gemisch und brate die Stücke in Butter und dem schwesterlich-selbstgemachten Chili-Vanille-Öl. Das dauert von jeder Seite 2-3 Minuten.

Schon kann angerichtet werden. Noch schnell eine Taglilienblüte schneiden und zur Dekor verwenden. fertig ist das elegante Gericht.

Taglilienknospen

Kartoffel-Gurken-Gemüse

Schnell noch Kühlschrank und Garten leeren vor dem Urlaub! Drei halbgroße Gurken werden die Abwesenheit nicht überstehen, außerdem gibt es noch ein paar Kartoffeln und ein paar junge Zuckererbsenschoten.

Zunächst mache ich eine leichte Mehlschwitze aus der Gemüsebrühe, die wir aus Schälabfällen herstellen und von der immer ein Krug im Kühlschrank steht. Die Kartoffeln schäle ich und gebe sie in kleine Stücke geschnitten zum Garen in die Sauce. Ich schäle auch die Gurken und entferne die Kerne. Ebenfalls in Stücke geschnitten, kommen sie kurz vor dem Servieren in den Topf. Sie sollen nicht weich gekocht werden, sondern nur erhitzen. Die Erbsenschoten blanchiere ich kurz, dann kommen sie dazu. Schnell abschmecken mit etwas Senf und Curcuma. Der Borretsch wuchert im Garten, ein paar Blüten schaffen den notwendigen Kontrast. Schon ist das einfache und leichte Sommergericht fertig und stärkt uns vor der Abreise.

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