Kulinarisches auf Reisen

Was einem so begegnet im Urlaub, auf Dienstreise…

Da isses – unser Kochbuch!

…ein Vierteljahr später – und nun ist es nach zähem Ringen endlich kurz vor der Fertigstellung: Il Libro Grande di Cuccina Cilentese – oder kurz gesagt unser #cookbooktrip Kochbuch, dass wir Anfang April in Italien hergestellt haben.

Das Buch!

Ein paar organisatorische Durststrecken und viel Redaktionsarbeit liegen hinter uns – nun ist es also endlich so weit. 140 Seiten voll mit Rezepten, inspiriert vom Cilento, interpretiert von 8 deutschen und 8 englischen Kochfreunden, großartig in Szene gesetzt und fotografiert im zauberhaften Hotel Antonietta in San Marco di Castellabate.

Das Buch!

Wir haben aus logistischen Gründen zunächst von einer offiziellen Publikation abgesehen, vielleicht wird es später auch käuflich zu erwerben sein. Wer schon jetzt ein Exemplar davon möchte, kann sich gerne bei mir melden – ich organisiere gerade den Druck und den Versand an die Autoren. Je mehr wir in der ersten Runde bestellen, um so günstiger wird das Ganze. Der Preis wird voraussichtlich bei ca. 40 EUR liegen.
Wer also endlich wissen will, was Foodblogger so in ihrer Freizeit treiben – nur zu!

Das Buch!

#cookbooktripisovernow

Uff! „Exhausted but energized“ trifft die 9 Tage ganz gut, die ich hinter mir habe. Eigentlich schreibe ich ja lieber Tagesberichte statt einem langen Text, aber die Tage waren einfach zu voll gepackt. Seit letztem Freitag bin ich nun in San Marco di Castellabate, einem kleinen ehemaligen Fischerort an der Küste des Cilento. Florian Siepert hat gerufen, und alle kamen. Alle, das heißt 15 Leute aus Deutschland und England, die in dieser Woche ein gewagtes Projekt angingen – und erfolgreich abschließen konnten.

Gianfranco begrüßt mich freundlich am Freitag abend. Ich bin der erste Gast, nicht nur unserer Gruppe, die am Samstag erst komplett sein wird, sondern auch im Hotel, das extra für uns vorzeitig aus dem Winterschlaf erwacht ist – als einziges im Ort. Die kleinen Straßen ringsum haben kaum Autoverkehr, so dass ich nach einem leckeren Abendessen als einziger im Haus tief und ruhig schlafen kann.

Spaghetti Vongole

Gianfra, wie wir ihn manchmal nannten, ist der Betreiber des kleinen Ortshotels in San Marco die Castellabate. Bereits in vierter Generation ist das Haus in Familienhand. Seine Urgroßmutter Antonietta, nach der das Hotel heute benannt ist, war eine resolute Frau. Sie gründete in den 40ern des letzten Jahrhunderts ein kleines Restaurant in der Ortsmitte, direkt neben der Kirche. Ohne ihren Mann, der von der Familie nach Amerika geschickt wurde, um dort sein Glück zu machen und der 40 Jahre lang dort blieb, sorgte sie für Gäste und für die touristische Anbindung des Ortes. Später kamen Hotelzimmer dazu – Ende der 50er wurde das Gebäude aufgestockt. Nun kamen auch internationale Gäste – so eine dynamische, besitzergreifende Gruppe wie unsere ist wahrscheinlich nicht so oft dabei gewesen.

Das alte Restaurant

Für unser Projekt besetzten wir Küche und Speisesaal, manchmal auch die Terrasse oder den Bürgersteig vor dem Hotel – sehr zum Amüsement der Dorfbewohner, um sie als Koch- und Fotostudio, Schreibstube, Redaktionsbüro oder Kantine zu nutzen. Die verfallene Villa des Principe am Ortseingang wurde nach Wildkräutern durchstreift, an der nahen Küste sammelte Ines wagemutig Seeigel und kam ziemlich durchnässt zurück, der Fleischer Fancesco und seine kuchenbackende Gemahlin Gerardina samt Meerschweinchen Charisma wurden schon fast Freunde und der Besitzer des kleinen Lebensmittelladens nebenan machte mit uns den Umsatz der Vorsaison.

Francesco der Fleischer

Ständig klickten die Kameras, bestimmt sind in diesen Tagen mehr als 10.000 Bilder zusammen gekommen. Sophie von cucinapiccina inszenierte und fotografierte einen großen Teil der Rezepte ganz großartig und schaffte es noch nebenher, die Welt per instagram auf dem Laufenden zu halten.

Making of Fischsuppenbild

Red Mullet, historisch

Mich haben vor allem zwei Dinge beeindruckt – zum Einen die unglaubliche Freundlichkeit der lokalen Bevölkerung. Wo immer wir waren, was immer wir wollten, alle bemühten sich außerordentlich um unsere verrückten Wünsche, bewahrten die Nerven, wenn wir auf Tische und Stühle kletterten für die beste Fotoperspektive oder die Händler nach den besten Zubereitungen ausquetschten. Besonders können wir hier auch noch einmal Felice danken, der als „Mädchen für alles“ uns beim Frühstück bestens versorgte und auch sonst alle Materialtransporte und die Erledigung sonstiger Wünsche klaglos übernahm.

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Zum anderen fand ich es schön, wie eine Gruppe von sich überwiegend nicht bekannten Menschen sich so schnell als Team zusammengefunden hat. Natürlich gab es auch einen Gutteil Gruppendynamik, aber letztendlich haben alle mit viel Motivation und Können am Ergebnis mitgearbeitet (klar war es Arbeit, aber immer auch Urlaub 😉 )

BBQ

So viele Geschichten – das überlastete WLAN im Hotel, die Pinup-Meerjungfrauen im Fischerladen, das Gossip Cafe, in dem wir auf die Muschellieferung warteten, die Büffelfarm, auf der wir beim Melken zusehen durften…

Bufala

… die ganzen frischen Lebensmittel, die in der Region hergestellt werden, die Obst- und Gemüsesorten, die es bei uns kaum gibt – Cedri, Puntarelle, wilder Chicoree, wilder Spargel, wilder Brokkoli frische Artischocken aller Größen, die Melancholie, die teilweise in den überalterten Orten herrscht, der Promoter des dieta mediterranea-Vereins, den wir kennenlernten, weil ein ein Bruder eines Cafebesitzers in Agropoli ist, der frische Mozzarella, wie man ihn hier nie bekommt, die Fische, das Sprachgewirr aus Englisch, Italienisch und Deutsch und nicht zuletzt die Landschaft, das Licht und der morbide Charme des zerfallenden Süditalien haben diese Reise für mich zu einer ganz besonderen gemacht.

Squid

Die abschließende Rückfahrt an der Amalfiküste entlang war dann noch ein spezielles Highlight – viele halten diesen Küstenstrich für einen der schönsten überhaupt und im Nachmittagslicht kann ich ihnen schon zustimmen.

Amalfi

Und das Kochbuch? Ja, wir haben es geschafft! Es wurde mit viel Fleißarbeit bis zur Abreise am Freitag noch bearbeitet. Jetzt folgt noch die abschließende Qualitätssicherung und dann kann es in den Druck gehen. Die Abbildung zeigt eine (unverbindliche) Entwurfsseite. Wir haben 120 Seiten voll mit tollen Fotos, cilentanesischen Rezepten, Geschichten aus der Region und über unser Projekt zusammen gestellt. Wer interessiert ist, kann sich gerne melden 😉

Preview

#cookbooktrip

Lange nichts mehr publiziert… der berufliche und familiäre Alltag mit all seinen Projekten lässt mir gerade wenig Zeit zur kulinarischen Muße.

Aber jetzt wird alles anders! Wie angekündigt beginnt morgen der #cookbooktrip, eine Gemeinschaftsreise in den Cilento mit dem Zweck, in wenigen Tagen gemeinschaftlich ein Kochbuch zu erstellen. Ich freue mich sehr, Ihr werdet hier davon lesen!

Ciao!

Oh you fröhliche

Eine der weit verbreiteten urban legends ist die Geschichte, dass unverkaufte Schoko-Saisonware mit neuem Alukleid auch für das nächste Fest noch vertrieben wird – zumindest hielt ich es bis heute für eine Legende. Bis zu dem Moment, als auf dem elterlichen Weihnachtsensemble auf dem Couchtisch ein Diorama mit Weihnachtsmann und Schlitten, aus den Augenwinkeln betrachtet, Störsignale zu senden begann. Irgendwas stimmte nicht, nur was? Irgendwann überschritt das Störsignal die Wahrnehmungsschwelle. Der putzige Weihnachtsschlitten vor winterlichem Stimmungsbild wird von drei Osterhasen gezogen! Liebe Leute von Lindt, Ihr werdet doch nicht… Doch! Ganz unverkennbar – der „Gold Reindeer Sleigh“ wird von neu eingekleideten Osterhasen begleitet! Renhasen

Auf dem nächsten Foto kann man es sehen: die Hasen haben Geweihe!
Also doch Rentiere, oder Renhasen ?!

Renhasen

Bei näherer Betrachtung erklärt sich das Rätsel zumindest zum Teil: ganz offensichtlich ist diese Packung für die USA bestimmt, man erkennt es an der beipackzettelähnlichen Zutatenliste auf der Rückseite und am Distributor Lindt USA. Aber warum tun die das? Dass unsere amerikanischen Freunde es nicht immer so genau nehmen mit der Evolutionslehre und man daher Hasen und Rentiere auch mal verwechseln kann, ist nachvollziehbar. Dass die bei uns Ostern nicht verkauften Hasen nun in neuem Gewand eine Fernreise unternommen haben, hoffentlich nicht.
Auf jeden Fall ein amüsanter Einblick in die Irrungen und Wirrungen des internationalen Süsswarenmarketings 😉

In diesem Sinne: Weiterhin frohe Weihnachten!

Wilde Hausmannskost

Urlaubszeit ist die Zeit der kulinarischen Entbehrungen – wer einmal an der klassischen Ausflugsgastronomie entlang geradelt ist -wie ich gerade am Dortmund-Ems-Kanal-, weiß, wovon ich spreche. Da trifft es sich gut, dass wir mittendrin Station bei einer Freundin machen können. Aus der geplanten Kurzvisite wird eine spontane Mittagesseneinladung. Und da die Freundin einen herrlichen Garten mit vielen Wildkräutern hat, gibt es ein schnelles Essen fast komplett aus dem eigenen Garten – nur Butter, Salz und Olivenöl kommen von woanders.

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Wir pflücken schnell ein paar Kräuter

Brennnesselspitzen
Giersch (junge Blätter)
Beinwell (kleine Blätter)

Im Verhältnis 4:3:1, eine große Schüssel voll. Die werden gewaschen und tropfnass in einem Topf gar gedünstet. Eine zuvor angeschwitzte kleingeschnittene Zwiebel sorgt für ein bisschen Pep.

Währenddessen kochen Salzkartoffeln gar. Parallel bräunt Butter, in die wir eine gute Handvoll abgerebelte weibliche Blütenstände der Brennnessel gegeben haben. Nach 10 Minuten sind die Blüten knusprig und passen perfekt zu Butter und Kartoffeln.

Aus den restlichen gesammelten Kräutern (siehe Zutatenliste) machen wir Feinschnitt und geben sie zum Rührei.

Alles mäßig salzen, die Wildkräuter bringen ihr Aroma schon mit. Zur Abrundung noch etwas Olivenöl über den Spinat.

Ein Festessen, dass wir im Garten unter einer Linde zu uns nehmen.

Danke nochmals an Gisela und Leo!

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Kochcluburlaub in Brensbach

Exhausted but energized – ein anregendes Kochwochenende mit dem XING-Kochclub liegt hinter mir.

Brennnessel für die Pasta

Gemeinsam mit 16 anderen Unerschrockenen und zwei Kindern verbrachte ich die Zeit von Donnerstag abend bis Sonntag Mittag auf dem idyllisch gelegenen Weberhof, der normalerweise als Bauernhof-Urlaubs-Kinderparadies von sich reden macht. Genaugenommen liegt der Hof nicht in Brensbach, sondern in Brensbach-Affhöllerbach, was klar machen sollte, dass er weit ab vom Alltagstrubel ist… Dank vieler Ferienwohnungen und einem großen Aufenthaltsraum mit Küche bot sich die Lokalität auch für das seit langem geplante Gruppenevent an. Die Kinder haben wir die ganze Zeit über praktisch nicht mehr zu Gesicht bekommen, dank „der Katrin“ -das ist die Hofherrin- wurden sie mit genug Abenteuern versorgt, dass wir uns unseren eigenen widmen konnten.

Los ging es nach Ankunft der einzelnen Teilnehmer mit Begrüßung und Hofbesichtigung (unter besonderer Würdigung der zahlreichen Tiere – Hasen, Schweine, Ponies, Hühner, Enten, Gänse, Ziegen, 1 Schaf, 1 Hund…) am Donnerstag abend mit einem gemeinsamen Essen beim örtlichen Italiener. Kein Sensationsmenü, aber uns hat’s im Wesentlichen geschmeckt. Es ging ja auch mehr um’s „Aufwärmen“, das gute Essen wollten wir ja selber kochen. Das Wetter war noch schön, so konnten wir lange draußen sitzen.

Freitag Morgen dann der Start des offiziellen Programms. Ein Besuch in der Hofkäserei am Schlossberg in Beerfelden-Gammelsbach, ein engagierter Ein-Frau-Betrieb, der sich gegen viele Widerstände in mehr als 10 Jahren zum erfolgreichen „Garagenbetrieb“ gemausert hat. Nicht alle von uns waren dabei, so passten wir gerade in die Räumlichkeiten, versehen mit Schutzkleidung, wie es sich gehört. Und so konnten wir unseren Käse selber ansetzen, begleitet von den fachkundigen Erklärungen von Heidi Trumpfheller. Neu war für mich, dass das „Nebenprodukt Molke“ um die 80-90% der eingesetzten Milch ausmacht und zum echten Sorgenkind wird. Die Molke darf nicht in die Kanalisation entsorgt werden, so bleibt nur Sondermüll oder verdampfen, eintrocknen und in Tütensuppen u.ä. geben. Wenn man sich mal die täglich produzierten Käsemengen vergegenwärtigt, kann man sich vorstellen, wie groß die dazu passenden Molkepulverberge werden!

Werdender Käse

Fleißig in der Käserei

Den hergestellten Käse konnten wir nicht mitnehmen, da er noch einige Tage reifen muss. Wir bekommen ihn nachgeschickt. Aber zum Trost konnten wir aus der Käsereiproduktion probieren – Raubritter (eine Fetaart aus Kuhmilch mit Kräutern) und Kochkäse (wohl der Ursprung des Schmelzkäses? Es handelt sich um mit Natron behandelten Frischkäse, der gummiartig wird und gut bindet – wie Schmelzkäse. Ich war sehr angetan). Auf dem Rückweg noch schnell ein paar Forellen für den Grill besorgt und dann zurück zum Hof.

Abends dann Grillen mit selbst gebackenem Brot, Salaten, gebackenem Gemüse und verschiedenen Salsas – wir waren schon recht produktiv an diesem ersten Tag!

Gemüse auf Salsa

Steaks

Kartoffelbrot "ohne"

Samstag war dann unser fleißigster Tag. Morgens nach dem Frühstück führten die angehenden Kräuterpädagogen Andrea und ich die Gruppe 2 Stunden durch die nähere Umgebung, um Essbares für die Pastavariationen zu finden, die wir uns vorgenommen haben. Nach dem warmen Mai und einigem Regen in den letzten Tagen wurden wir fündig. Giersch, Knoblauchsrauke, Gundermann, Brennnesseln, Sauerampfer, Schafgarbe, Wiesenbärenklau und vieles mehr kreuzte unseren Weg und wurde in kleinen Dosierungen mitgenommen. Die Führung war unsere Premiere, kam gut an und macht Mut zu mehr :)

Ab Nachmittags dann die große Pastaschlacht – wir produzierten Pici (handgedrehte Spaghetti), Spargelravioli, Brennessel-Tagliatelle und Kräuter-Lachs-Lasagne, dazu Ragout, Pesti, Saucen, nochmal Brot, weil es uns so gut geschmeckt hat. Zwischendurch machten wir noch Vanilleeis und Rhaberber-Baiser-Blätterteigpasteten – alles gehaltvoll, aber lecker. Am Ende stellte sich eine gewissen Müdigkeit ein – vielleicht war es ein bisschen viel auf einmal? Aber wir haben tapfer durchgehalten und wurden mit tollen Nudelgerichten aus Gemeinschaftsproduktion belohnt! Mein Fotografieren kam etwas zu kurz – die Finger steckten meist in irgendeinem Teig und zu guter Letzt gab auch noch die SD-Karte auf. Ich habe zum Glück mit photorec die meisten der Fotos restaurieren können – besser als mit allen anderen probierten Tools.

Rhabarber und Eierresteverwertung

Pici in spe

Pici

Lange Lasagne

Zum Schluss noch Sauerampfereis, dann konnte der Abend mit Wein und Bier ausklingen…

Am nächsten Morgen noch einmal ein ordentliches Frühstück, dass wir für jeden Tag beim Weberhof geordert haben – und dann setzte sich die Karawane langsam wieder in Bewegung.

Es ist erstaunlich, wie in so kurzer Zeit aus so vielen verschiedenen Leuten ein gemeinsames Team wurde – wir haben uns gut verstanden, viel miteinander gelacht und „am Genuss gearbeitet“. Der allgemeine Tenor war – das machen wir nächstes Jahr wieder!

Brot und Wein

Ach ja, die weiteren Rezepte? – die folgen später 😉

Apfel-Rote-Bete-Saft

Neulich in Vorpommern konnte ich den Apfel-Rote-Bete-Saft der Mosterei Remy probieren. Für rote Bete bin ich ja immer zu haben, und diese Kombination hat mich sehr überzeugt.

Apfel_Rote-Bete-Saft

Mangels Saftpresse mache ich es mir zuhause einfach und mische

1 Teil Rote-Bete-Saft (Achtung, nicht den milchsauren, sondern frischen)
2-3 Teile Apfelsaft naturtrüb

beides gekühlt und natürlich aus dem Bioladen.
Mixen – Fertig!

Mecklenburger Ziegenkäse

Anlässlich eines Aufenthalts in Mecklenburg-Vorpommern hatte ich endlich auch wieder einmal die Gelegenheit, am Schaalsee bei Kunst & Käse einkaufen zu können. Der kleine Hofladen im schönen Gutshof von Rögnitz bietet selbstgemachten Ziegenkäse vom Feinsten. Ich hab diesmal die festen Käse „Lilie“ und „Meck Prom“ mitgenommen, der erste fest-würzig, der zweite krümelig-scharf, beide sehr aromatisch… Abgerundet wird die Sammlung durch in Rapsöl mit Kräutern eingelegte Ziegentaler und ein Frischkäsesortiment. Das ganze lässt sich wunderbar zu einer Käseplatte arrangieren…

Ziegenkäse

Römische Leckereien

Mitbringsel von unserer Studienreise nach Rom – dank der vielen Tipps haben wir viele schöne Ecken entdeckt und Shoppen waren wir natürlich auch. Wie es in der Natur der Dinge liegt, sind hier ziemlich viele kulinarische Besonderheiten zusammengekommen…

Kulinarische Andenken

Verschiedene Pasti, eingelegte Sardellen, Kapernpaste, kleine Fenchelsaatkekse, Olivenöl mit verschiedenen Aromen, Weißwein aus Frascati, einige Kochbücher,…

Sieht aus als gäb es demächst öfter was Italienisches :)

Regen in Rom

Da ist man schonmal in Rom und dann das:

Schon beim Anflug auf Rom fallen die verstreuten, aber hohen Cumulonimbus-Wolken auf – es sieht aus wie bei uns, wenn ein Gewitter bevorsteht. Der Schein trügt nicht, gegen 4 geht es los mit dem Platzregen und dem schwarzen Himmel. Ich flüchte unter eine Bushaltestelle an der Piazza del Risorigmento und schaue dem feuchten Treiben in diesem interessaten Viertel zwischen Vatikan und Tiber zu – die Römer nehmen’s gelassen, die Touristen weniger. Man sieht zahlreiche nasse Gestalten in bunten mülltütenartigen Behängen – sehr pittoresk.

Warum steht das hier? Es muss im kochblog doch ums Kochen gehen oder? Die Auflösung: Ich bin auf dem Weg zum Shoppen. Jutta Lorbeerkrone hat mir den Tipp gegeben, beim „Kolonialladen“ Castroni vorbeizuschauen, eine knapp 80 Jahre alte Institution in der Via Cola die Rienzo 196. Der Laden ist für Stöberfans ein Paradies. Hohe Regale beherrbergen alles, was man sich an italienischen Spezialitäten vorstellen kann. Interessanterweise beschränkt sich das Warenangebot nicht auf Italien, man bekommt auch Thai-Curry, deutsches Roggenbrot aus der Tüte und englische Marmeladenspezialitäten… Aber ich bleibe beim Italienischen und erstehe ein paar ausgefallene Pastasorten: weiße Croxetti, die münzenartig geprägt sind, grüne Foglie (Spinatnudeln in der Form von Olivenblättern) und bunte Cocciolette (kleine bunte Muscheln). Außerdem kann ich nicht widerstehen und nehme noch ein paar salzige Kekse mit Fenchelsamen mit. Zum Glück war der Koffer auf der Hinfahrt schon ohne Reserverplatz voll!

Pasta, diesmal aus der Tüte

Anschließend gibt es noch eine kleine Pizza Napolitana auf die Hand vom Feinkosthändler Franchi nebenan, ebenfalls ein Tipp von Jutta. Eine ganz einfache Speise, aber hier schmeckt sie so wie sie sein muss! Die anderen Theken dort mit frischen Spezialitäten lasse ich aus, ich kann sie nicht nach Hause transportieren!

Was für ein Kontrast zur Hotelküche des Holiday Inn Eur Parco dei Medici, die schlechter nicht sein kann – zähes Steak, lustlose Bedienung, unverschämte Preise.

Das soll’s erstmal sein für den Moment. Ab morgen hat mich meine Konferenz fest im Griff und ich komme erst Freitag wieder zu neuen Erkenntnissen.