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selbst gemachte und selbst mitgemachte Veranstaltungen

#cookbooktripisovernow

Uff! „Exhausted but energized“ trifft die 9 Tage ganz gut, die ich hinter mir habe. Eigentlich schreibe ich ja lieber Tagesberichte statt einem langen Text, aber die Tage waren einfach zu voll gepackt. Seit letztem Freitag bin ich nun in San Marco di Castellabate, einem kleinen ehemaligen Fischerort an der Küste des Cilento. Florian Siepert hat gerufen, und alle kamen. Alle, das heißt 15 Leute aus Deutschland und England, die in dieser Woche ein gewagtes Projekt angingen – und erfolgreich abschließen konnten.

Gianfranco begrüßt mich freundlich am Freitag abend. Ich bin der erste Gast, nicht nur unserer Gruppe, die am Samstag erst komplett sein wird, sondern auch im Hotel, das extra für uns vorzeitig aus dem Winterschlaf erwacht ist – als einziges im Ort. Die kleinen Straßen ringsum haben kaum Autoverkehr, so dass ich nach einem leckeren Abendessen als einziger im Haus tief und ruhig schlafen kann.

Spaghetti Vongole

Gianfra, wie wir ihn manchmal nannten, ist der Betreiber des kleinen Ortshotels in San Marco die Castellabate. Bereits in vierter Generation ist das Haus in Familienhand. Seine Urgroßmutter Antonietta, nach der das Hotel heute benannt ist, war eine resolute Frau. Sie gründete in den 40ern des letzten Jahrhunderts ein kleines Restaurant in der Ortsmitte, direkt neben der Kirche. Ohne ihren Mann, der von der Familie nach Amerika geschickt wurde, um dort sein Glück zu machen und der 40 Jahre lang dort blieb, sorgte sie für Gäste und für die touristische Anbindung des Ortes. Später kamen Hotelzimmer dazu – Ende der 50er wurde das Gebäude aufgestockt. Nun kamen auch internationale Gäste – so eine dynamische, besitzergreifende Gruppe wie unsere ist wahrscheinlich nicht so oft dabei gewesen.

Das alte Restaurant

Für unser Projekt besetzten wir Küche und Speisesaal, manchmal auch die Terrasse oder den Bürgersteig vor dem Hotel – sehr zum Amüsement der Dorfbewohner, um sie als Koch- und Fotostudio, Schreibstube, Redaktionsbüro oder Kantine zu nutzen. Die verfallene Villa des Principe am Ortseingang wurde nach Wildkräutern durchstreift, an der nahen Küste sammelte Ines wagemutig Seeigel und kam ziemlich durchnässt zurück, der Fleischer Fancesco und seine kuchenbackende Gemahlin Gerardina samt Meerschweinchen Charisma wurden schon fast Freunde und der Besitzer des kleinen Lebensmittelladens nebenan machte mit uns den Umsatz der Vorsaison.

Francesco der Fleischer

Ständig klickten die Kameras, bestimmt sind in diesen Tagen mehr als 10.000 Bilder zusammen gekommen. Sophie von cucinapiccina inszenierte und fotografierte einen großen Teil der Rezepte ganz großartig und schaffte es noch nebenher, die Welt per instagram auf dem Laufenden zu halten.

Making of Fischsuppenbild

Red Mullet, historisch

Mich haben vor allem zwei Dinge beeindruckt – zum Einen die unglaubliche Freundlichkeit der lokalen Bevölkerung. Wo immer wir waren, was immer wir wollten, alle bemühten sich außerordentlich um unsere verrückten Wünsche, bewahrten die Nerven, wenn wir auf Tische und Stühle kletterten für die beste Fotoperspektive oder die Händler nach den besten Zubereitungen ausquetschten. Besonders können wir hier auch noch einmal Felice danken, der als „Mädchen für alles“ uns beim Frühstück bestens versorgte und auch sonst alle Materialtransporte und die Erledigung sonstiger Wünsche klaglos übernahm.

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Zum anderen fand ich es schön, wie eine Gruppe von sich überwiegend nicht bekannten Menschen sich so schnell als Team zusammengefunden hat. Natürlich gab es auch einen Gutteil Gruppendynamik, aber letztendlich haben alle mit viel Motivation und Können am Ergebnis mitgearbeitet (klar war es Arbeit, aber immer auch Urlaub 😉 )

BBQ

So viele Geschichten – das überlastete WLAN im Hotel, die Pinup-Meerjungfrauen im Fischerladen, das Gossip Cafe, in dem wir auf die Muschellieferung warteten, die Büffelfarm, auf der wir beim Melken zusehen durften…

Bufala

… die ganzen frischen Lebensmittel, die in der Region hergestellt werden, die Obst- und Gemüsesorten, die es bei uns kaum gibt – Cedri, Puntarelle, wilder Chicoree, wilder Spargel, wilder Brokkoli frische Artischocken aller Größen, die Melancholie, die teilweise in den überalterten Orten herrscht, der Promoter des dieta mediterranea-Vereins, den wir kennenlernten, weil ein ein Bruder eines Cafebesitzers in Agropoli ist, der frische Mozzarella, wie man ihn hier nie bekommt, die Fische, das Sprachgewirr aus Englisch, Italienisch und Deutsch und nicht zuletzt die Landschaft, das Licht und der morbide Charme des zerfallenden Süditalien haben diese Reise für mich zu einer ganz besonderen gemacht.

Squid

Die abschließende Rückfahrt an der Amalfiküste entlang war dann noch ein spezielles Highlight – viele halten diesen Küstenstrich für einen der schönsten überhaupt und im Nachmittagslicht kann ich ihnen schon zustimmen.

Amalfi

Und das Kochbuch? Ja, wir haben es geschafft! Es wurde mit viel Fleißarbeit bis zur Abreise am Freitag noch bearbeitet. Jetzt folgt noch die abschließende Qualitätssicherung und dann kann es in den Druck gehen. Die Abbildung zeigt eine (unverbindliche) Entwurfsseite. Wir haben 120 Seiten voll mit tollen Fotos, cilentanesischen Rezepten, Geschichten aus der Region und über unser Projekt zusammen gestellt. Wer interessiert ist, kann sich gerne melden 😉

Preview

#cookbooktrip

Lange nichts mehr publiziert… der berufliche und familiäre Alltag mit all seinen Projekten lässt mir gerade wenig Zeit zur kulinarischen Muße.

Aber jetzt wird alles anders! Wie angekündigt beginnt morgen der #cookbooktrip, eine Gemeinschaftsreise in den Cilento mit dem Zweck, in wenigen Tagen gemeinschaftlich ein Kochbuch zu erstellen. Ich freue mich sehr, Ihr werdet hier davon lesen!

Ciao!

Klassisches bei Buchholz

Was tun an einem trüben Samstag in Rheinhessen, bei dem eine gähnende Lücke in der Familien-Wochenend-Agenda herrscht? Beim Recherchieren nach Vergnügungsmöglichkeiten im Internet finde ich Frank Buchholz‘ Kochschule, die just an diesem Samstag den Kochkurs „Buchholz-Klassiker“ anbietet. Kurz noch überlegen, ist ja nicht ganz billig da, aber dann siegt die Lust auf’s Kochen und die Notwendigkeit, meine Sternekochsammlung zu vervollständigen… Also schnell telefonisch bestellt, alles kein Problem. Nur Bares soll ich mitbringen, man hat keinen Kartenautomat in der Kochschule.

„Na das wird ja Zeit“, heißt es lakonisch vom Chef, als ich 3 nach 10 etwas abgehetzt in der Küche ankomme. Alle sind schon versammelt, mir hat der langsamste Geldautomat von Mainz und der nicht existierende Parkraum zu schaffen gemacht. Schnell bekomme ich eine Schürze, ein Handtuch und ein Glas Sekt in die Hand gedrückt. Frank Buchholz – „nennt mich ab jetzt einfach Frank“ – erklärt die Zutaten für das heutige Menü und weiß gleich allerlei Interessantes zu berichten. Zum Beispiel, dass Thunfisch nicht nur aus ökologischen Gründen nicht aus dem Schleppnetzfang genossen werden sollte – der Fisch gerät dort in Stress und produziert ein Enzym, das für Menschen unverträglich ist und den Fisch so zu unerfreulichem Durchgangsbeschleuniger macht. Oder dass man bei Bucholzens den Salat immer in warmen Wasser wäscht, mit etwas Zucker im Wasser. So geht der Dreck besser ab und der Salat bleibt länger frisch und knackig. Ansonsten finden sich auf dem Tisch unter anderem ein Zander, Kalbslende, Lammrücken, Artischocken, Wachteleier, Stangensellerie, Möhren, Zwiebeln, jede Menge frische Kräuter in bester Qualität und noch viel mehr, was ich auf den ersten Blick gar nicht wahrnehmen kann.

Ich schaue mich ein wenig um in dem ehemaligen Bauernhaus. Gemütlich ist es hier, mit den Natursteinwänden. rechts der Essbereich mit 3 Achtertischen, dann eine Stahltreppe nach oben und dahinter die großzügige Küche, wo wir uns auch mit 10 Kursteilnehmern nie sehr in die Quere kommen.

Küche Kochschule Buchholz

Essplatz Kochschule Buchholz

Fast verpasse ich die Bekanntgabe der Speisefolge – Vorsicht, hier muss man aufpassen. Frank schätzt die direkte Ansprache. Wer schläft, wird auch mal gerüffelt – wie in einer richtigen Profiküche eben 😉 Wir werden kochen
* Vorspeise: Kalbstartar mit Wachtelei, Oregano-Thunfisch, Kalbsafelspitz „Vitello“.
* Fischgang: Zander, Sellerie, Weiße Beete, Baslamico-Kirschen
* Fleischgang: Lammrücken, Kräuterkruste, Artischockenrisotto
* Dessert (das machen wir allerdings nicht selber): Warmer Schokokuchen, Ingwereis, Agrumen (Küchendeutsch für Zitrusfrüchte)

Ich bin im Vorspeisenteam stürze mich gleich in die Arbeit – Oregano zupfen, Stangensellerie fein würfeln. In den benötigten Mengen schon ein bisschen Arbeit, so dass ich den Mis en place der anderen Gruppen gar nicht richtig mitbekomme. Was bei uns passiert ist allerdings auch spannend. Zum Sellerie gesellt sich ebenfalls fein gewürfelte Mango. Der Thunfisch -beste Sashimiqualität im Leinentuch- wird kurz in Soja mariniert und dann in dem ganz fein gehackten Oregano paniert.

Thunfisch in Oregano

Dann werden die beiden viereckigen Stücke von jeder Seite 4 Sekunden in reichlich Butter angebraten, aufgeschnitten und auf dem Sellerie-Mango-Salat angerichtet. Der zweite Teil: ein Kalbfleischtartar aus der Lende, handgeschnitten natürlich, wie es der Anlass gebietet. Gewürzt mit Rosmarin, Cayenne und Räucherpaprika und belegt mit einem Wachtelspiegelei wird aus der Fleischmasse eine besondere Leckerei. Dazu kommt dann als Drittes ein im Vakuum gegarter Kalbstafelspitz mit einer Thunfischmayonnaise.

Vorspeisenproduktion

Vorspeise

Wir richten die Vorspeise gemäß Franks Musterteller an und fertig ist der erste Gang. Exzellent schmeckt es! Dazu gibt es einen feinen Riesling (wie immer vergesse ich sofort wieder, von wem und woher).

So langsam kommen wir in Schwung. Frank achtet sehr auf die Arbeit aller Teilnehmer, er ist über all und greift ein, wo notwendig. Nur die Enthauptung der Dekorübchen, die ihr Grün behalten sollten, konnte er nicht rechtzeitig verhindern. Sie werden gnadenlos entsorgt.

Der nächste Gang wird montiert. Die Sauce mit Schalotten, Kalbsfond und Sahne wird erhitzt und der kleingeschnittene Kohlrabi kommt hinein. Ebenso gewürfelte weiße Bete, eine alte Variante der roten Bete, die Frank in der Nähe züchten lässt. Während das Gemüse vor sich hin köchelt, wird der Zander portioniert und kommt auf einen mit flüssiger Butter gefetteten Teller. Dann Klarsichtfolie drüber „die hält sich bis 90 Grad“ und ab damit in den mit 60 Grad vorgeheizten Ofen. Dort gart der Fisch ganz sanft und muss zum Abschluss nur noch einmal ganz kurz in gebräunter Butter geschwenkt werden. Beim Anrichten kommt ein besonderer Leckerbissen dazu – Balsamicokirschen, die dem Gericht eine süße Abrundung geben.

Zander

Zum Essgenuss wird ein Chardonnay gereicht. Alle sind sich einig, dass die Vorspeise doch noch übertroffen werden konnte!

Jetzt kommt der Fleischgang – bereits vor dem letzten Servieren kam der Lammrücken, mit einer dicken Kräuterkruste belegt in den Ofen. Das Ergebnis können wir jetzt bewundern – rosa gegartes Lamm mit knuspriger Kruste. Dazu gibt es ein Risotto, im Dampfkochtopf gegart, das spart die viele Rührerei. Gebratene Artischockenstücken kommen hinzu und eine mit Basilikum im Backofen aromatisierte Kirschtomate. Die Sauce ist eine Reduktion von gerösteten Lamm- und Kalbsknochen, angereichert mit Port und Rotwein. Wir verwenden eine vorbereitete Reduktion, da die Zeit für die Herstellung nicht gereicht hätte.

Lammrücken

Auch hier überzeugt das Ergebnis komplett. Der Risotto – ein Traum! Das Lamm ebenfalls genau so, wie es sein soll. Mit Biss, aber nicht zu weich und sehr aromatisch. Und die Basilikumtomaten sind ebenfalls eine Geschmacksoffenbarung.

Eine gewisse Sättigung macht sich bemerkbar. Erst allmählich kommen wir los von den Esstischen und können bei der Produktion des Desserts noch zusehen. Die Schokoküchlein enthalten einen flüssigen Kern aus dunkler und weißer Schokolade – immer wieder großartig. Dazu ein sanftes Ingwereis und marinierte Zitrusfilets.

Dessert

Ein schöner Abschluss unseres Kochtags, denn nun ist es bereits 15 Uhr und der Kurs ist vorbei. Wir sitzen noch beim Espresso eine Weile zusammen und lassen die Geschmackserlebnisse nachwirken, dann ist Zeit zum Aufbruch. Schade – es könnte immer so weiter gehen.

Mein Auto ist noch da, einen Strafzettel habe ich auch nicht und zum Abschluss gibt’s noch ein Foto von Außen. Die Kochschule ist nicht im Hauptrestaurant von Frank Buchholz untergebracht, sondern ein paar Häuser weiter – so ist man dort beiderseits ungestört. Es hat sich gelohnt!

Buchholz Kochschule

Ein bitterer Sieg :)

Gestern war also nun die Ausstrahlung der Björn-Freitag-Sendung, über die ich schon hier und hier berichtet habe. Für einen Blogger ist es ja ausgesprochen schwierig, interessante Themen zurückzuhalten. Wir durften erst nach Ausstrahlung der Sendung zu den Inhalten etwas sagen, so dass ich jetzt erst schreiben kann „GEWONNEN!“ Ich habe von den drei Kandidaten das beste Gericht gekocht, was mich natürlich sehr freut. Ihr könnt die Sendung hier beim WDR abrufen.

Das Gewinnergericht

Warum bitter? Als wir die Zutaten präsentiert bekamen, waren alle erstmal etwas konsterniert. Chicoree, Wildbratwurst und verschiedene Kartoffeln – besonders die lila Vitelotte verfolgt mich, mit ihr musste ich auch schon bei Steffen Henssler kochen… „Was soll man denn daraus kochen?“ stand allen ins Gesicht geschrieben. Chicoree geht ja, den esse ich gerne überbacken, das war gleich klar, und aus Kartoffeln kann man ein gutes Püree machen. Aber wo bringe ich diese Wildbratwurst unter? Zumal das feine Brät nicht unbedingt mein persönlicher Favorit ist! Ich hatte sie erst für die Kruste beim Chicoree vorgesehen, aber später beim Einkaufen kam die Erleuchtung. Irgendjemand aus der Crew redete von Kohlrouladen und -klick- war die Radiccio-Roulade da. Jetzt also dreimal bitter – Chicoree, Rucola und Radicchio. Letzerer übrigens natürlich kein Kohl, wie ich in der Sendung behaupte, sondern wie der Chicoree eine Zichorien-Art). Und dass ich dann im Kölner Karstadt auch noch recht ordentliche Steinpilze entdeckte, machte das Rezept noch einmal besser. Es ist auf der WDR-Seite gut beschrieben, so dass ich es hier nicht nochmal aufführe.

Zum Glück war der Dreh der Kochaktion erst am zweiten Tag, auch wenn es in der Sendung so aussieht, als ob es direkt danach losgeht. So hatte ich noch Gelegenheit, den Ablauf gedanklich durchzuspielen und ein paar Details wie den Pilzfond dazuzuplanen. Die Brennnesseln hatte ich selber mitgebracht, weil ich sie auf jeden Fall unterbringen wollte. Zum Püree passten sie dann ja sehr gut 😉

Eigentlich sollten noch ein paar gebratene Pilzwürfelchen unter den Rucola, die hab ich dann am Ende vergessen. Und der Fond war leider noch zu dünn – geschmeckt hat er aber schon. Ich fand auch die Radicchio-Röllchen ganz gut, aber anscheinend ist das nicht jedermanns Fall. Björn Freitag fand sie jedenfalls viel zu bitter.

Insgesamt ist alles gut gelaufen, es gab keine Hektik oder größere Pannen und alle haben gut zusammen gearbeitet. So macht Kochen Spaß – und wenn man dann noch gewinnt, ist der Tag perfekt :) Ich komme gerne wieder!

Kochen mit dem Chef

Der Sonntag bei Freitag

Mein Kochtag mit Björn Freitag ist zu Ende. Wir haben den ganzen Tag gedreht, ohne dass es uns lang wurde. Morgens bei der Ankunft wurden wir schon mit Kaffee und Brötchen begrüßt, dann ging es zur Maske und dann durften wir endlich kochen. 3 Gerichte mit ähnlichen Zutaten. Ich durfte als letzter kochen, was mir sehr recht war.

Bevor es losging

Im Gegensatz zu anderen Sendungen helfen hier die jeweils anderen Kandidaten bei der Zubereitung mit, was die ganze Veranstaltung bunter macht. Teilweise ging es ein bisschen chaotisch zu in der Mischung aus Küche, Lebensmitteln, Kamera- und Tonleuten und der Redaktion, die uns vom Nebenraum aus Regieanweisungen zurief. Zu guter Letzt hatten wir dann aber gegen 18 Uhr alles „im Kasten“. Eine müde Crew und 4 satte Köche (wir mussten ja auch alles testessen :) ) konnten ihr Tageswerk beenden.

Am Freitag, 14.12. um 18:20 Uhr wird die Sendung nun im WDR-Fernsehen ausgestrahlt. Bis dahin muss ich leider Stillschweigen bewahren über die Zutaten, unsere Gerichte und wer letztlich gewonnen hat.

Mir hat die persönliche Atmosphäre (die „servicezeit-Küche ist in einer Privatwohnung) und das aufmerksame und nette Team sehr gut gefallen. Vielen Dank nochmal an alle in Köln!

Diverse Leuchtkörper

Kochen mit Björn Freitag

Nachdem die Anfragen aus Hollywood nach meinem letzten Fernsehauftritt ausgeblieben sind, versuche ich es nun erneut – diesmal beim WDR in einer Kochshow mit Sterne- und Schalkekoch Björn Freitag. Dieses Wochenende ist der Drehtermin! 3 Kandidaten treten an, aus 3 vorgegebenen Zutaten ein Gericht zu zaubern. Zukaufen ist erlaubt, und so steht allen offen, wie sie ihre Fantasie spielen lassen…

TV Dreh mit Björn Freitag

Es ist mehr ein Mit- als ein Gegeneinander, die Kandidaten helfen sich gegenseitig bei der Zubereitung und Björn Freitag drängelt sich nicht unangenehm in der Vordergrund wie so manche Kochprominenz. Die Stimmung ist gut, das Team ist klasse. Heute war der Kreativ- und Einkaufstag, morgen wird gekocht!

Ich bin gespannt, kann aber an dieser Stelle natürlich noch keine Details verraten. Stay tuned!

Deutschland sucht die Superbrühe…

Lieber Leser,

verbringst Du auch Stunden vor dem Fernseher, am liebsten bei Kochrennen oder Castingshows? Fieberst Du mit den Kandidaten bei Jauch & Co, ob sie alles richtig machen, in der stillen Überzeugung, Du könntest das viel besser machen?

Jus

Hast Du andererseits geheime Kenntnisse, die es Dir ermöglichen eine „Gemüsebrühe zum Niederknieen“ zuzubereiten, wie Henssler es formulieren würde? Nicht so eine labbrige fade Suppengemüsebrühe, die immer so ein bisschen seifig schmeckt! Nein, es muss schon eine Aufguss vom Kaliber einer kräftigen Geflügelbrühe sein, beim Essen soll das Glücksgefühl so hochkochen wie bei manchen beim ersten Stück Schokolade des Tages – oder der ersten Tasse Kaffee ( mit Betonung auf „ee“ 😉 )!

Dann bewirb Dich bei diesem Wettbewerb unter Angabe Deines Geheimrezepts! Die Jury ist hochkompetent besetzt: Mir soll die Brühe schmecken! Daher werde ich sehr subjektiv die Rezepte betrachten und probieren, auf dass die Beste hervortreten möge.

Der Lohn? Mein ewiger Dank und die lobende Erwähnung Deiner Könnerschaft in diesem Blog :)

Los geht’s!

Viva la Kräuterworkshop!

Es ist vollbracht! Unser erster Wildkräuter-Workshop ist gelaufen! Die Spülmaschine läuft immer noch – es ist beeindruckend, wieviel Geschirr 12 Leute verbrauchen können beim Erstellen eines leckeren Wildkräuter-Büffets.

Wildkräuterbüffet

Doch der Reihe nach… Wir hatten gutes Wetter bestellt und prompt tat sich am Samstag Nachmittag für 2 Stunden eine Lücke in den Wolken auf, so dass wir fast regenfrei und zwischendurch mit ein wenig Sonne den ersten Teil unseres Workshops im Freien absolvieren konnten. Die Mecklenbecker Wildnis bot uns allerlei – Spitzwegerich, Beifuß, Gundermann, Nelkenwurz (der partout nicht nach Nelke riechen wollte), Schafgarbe, Wasserminze, Wiesenknopf, roter und weißer Klee, und natürlich Brennnessel und Beinwell – zwei wesentliche Komponenten für unser Kräuterbüffet. Nur der Giersch, der sich sonst überall breitmacht, ließ sich bitten. Aber wir waren vorbereitet und hatten die notwendige Menge vorab eingesammelt und mitgebracht – genau wie die vielen Wildblüten, die Andrea noch im kühlen Norden gesammelt hatte. In Münster ist nun schon fast alles verblüht – nur der Klee und die (giftige) Hundspetersilie steckten noch Blütenblätter ins Frühherbstwetter.

In der Wildnis

Dann ging es zurück in die Alte Brennerei, unser gemütliches Quartier für die nächsten Stunden. Der Gastraum der ehemaligen Brennerei ist heute Teil des Naturmöbelhauses Eckhart Bald, wir durften die ausgestellten Esstische un den vorhandenen Backofen für unsere Zubereitung nutzen. Auch wenn dank der mitgebrachten Kochplatte zwischendurch die Sicherung ihren Geist aufgab, wurde alles fleißig fertig gestellt und mit nur einer Stunde Verspätung konnten wir gegen halb acht dann mit dem Essen beginnen.

Allen hat es großartig geschmeckt!
Unser Menü:

  • Rosenblütensekt
  • Gemischter Wildkräutersalat mit Blaubeeren
  • Blüten- und Wildkräuterbutter
  • Schopfbrot mit Wiesenbärenklau
  • Gefüllte Eier mit Wildkräutern
  • Gefüllte Tomaten
  • Marinierter Brie mit Beinwell
  • Brennnessel-Kokos-Suppe
  • Überbackener Kartoffelkuchen mit Giersch
  • Obstsalat mit Rotklee
  • Giersch-Limonade

Ein abschließender Blütenlikör rundete das kulinarische Ereignis ab und gegen halb 10 waren die letzten Gäste gegangen. Ein besonderes Erlebnis war es für alle, und für uns ein gelungener Start mit unseren Workshop-Plänen :)

Gefüllte Tomaten

Wildkräutersalat mit Blaubeeren und Malve

Natürlich – Wildkräuter! Workshop in Münster

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Der Münsteraner Möbelkäufer erfreut sich seit langem der Möglichkeit, sein Lieblingsmöbel in schönem Ambiente zu besichtigen und zu kaufen – in einer ehemaligen Brennerei und Gaststätte in Münster-Mecklenbeck hat das Naturmöbelhaus von Eckhart Bald seinen Sitz. Auch ich habe dort neulich zugeschlagen. Bei der Gelegenheit hat mich die gemütliche Atmosphäre des Ladens dazu animiert, mit dem Inhaber die Durchführung eines Workshops in seinen Räumen zu vereinbaren.

Nun ist es endlich so weit:
Am Samstag, 27. August 2011 findet der erste Mecklenbecker Wildkräuterworkshop statt! Gemeinsam mit Andrea Immerheiser habe ich unter dem Namen Natürlich! Wildkräuter diesen Termin konzipiert:

Begrüßung und Einstimmung
* Wildkräutersekt
* Wildkräuter – natürlich genießen

Wildkräuterführung
Interessantes und Essbares
in der „Mecklenbecker Wildnis“

Wildkräuterbüffet
Gemeinsame Herstellung
verschiedener Wildkräutergerichte

Wann?
Samstag, 27. August 2011
15:30 bis 19:30

Wer an einem Rundgang durch das Möbelhaus interessiert ist, kann vorab um 15 Uhr an einer Führung teilnehmen.

Wo?
Eckhart Bald – Naturmöbel
– die mit dem blauen Bett vor der Tür –
in der ehemaligen Gaststätte Appels
Weseler Straße 628
48163 Münster

Was?
Kräuterführung und Büffet für
38.00 Euro pro Person
inkl. Kräuterbüffet und Getränken

Verbindliche Anmeldung bis spätestens
20. August 2011 beim Veranstalter:

Die Wild- und Heilkräuterpädagogen
Andrea Immerheiser
Martin Jahr
0151-419 43 043
info@kochessenz.de

Anmeldungen werden noch gerne entgegen genommen!