Kakao

Newtella 2.0

Wie vorgestern schon geschrieben, hat mein Creme-Experiment noch ein paar Schwachpunkte. Zum Glück habe ich noch genug Eicheln übrig, um eine kleine Versuchsreihe zu starten.

Newtella 2.0 Versuchsreihe

Zunächst ändere ich den Beginn der Verarbeitung – nach dem langwierigen Schälen der Eicheln (das übrigens leichter geht, wenn man die Eicheln mit kochendem Wasser überbrüht) gebe ich die Früchte zunächst bei 200° für 15 Minuten auf einem Blech mit Backpapier in den Ofen. So rösten sie ein wenig an und erzeugen Malz. Dadurch kam ich auch auf meine Apfelsaftalternative – wie wäre es, Malzbier statt Apfelsaft zu benutzen? Gesagt, getan – das Gros der gerösteten Eicheln (500 g) habe ich in einem Liter Dinkelmalzbier aufgesetzt und dann weiter verarbeitet wie im Rezept beschrieben. Für Vergleichszwecke habe ich 200 g Eicheln einfach nur in Wasser weiterverarbeitet.
Nun habe ich also eine Malz-Gelierzucker-Eichelmasse und eine ohne Malz. Der Malzgeschmack hat schon einmal gut getan, und auch die Wasservariante ist besser als die mit Apfelsaft. Schon mal ein Fortschritt! Ein weiterer Fortschritt ergab sich aus dem Einsatz der flotten Lotte – immer noch aufwändig, aber besser, als die Masse durch ein Sieb zu streichen. Ich habe die feine Scheibe für beide Varianten benutzt und erhalte so ein feines Mus.
Was nun? Ich nehme von der Wasservariante eine Probe ohne Kakao und gebe gemörserten Kardamom hinzu. Schon mal sehr fein, auch ohne Kakao. Dasselbe nochmal mit. Auch das geht gut. Und jetzt -trara- kommt noch Port hinzu. Nun wird es richtig interessant. Die Kardamom-Proben können sich schon mal sehen lassen. Für eine weitere Probe rühre ich den Kakao mit Ananas-Kokos-Saft an (gibts im Bioladen und ist bei uns ein guter Durchläufer). Kommt auch gut, die Ananas schmeckt fein durch den Kakao und der Kokos rundet ab. Für die Kinder mache ich aus dem Rest der Wasserversion eine Nur-Kakao-Variante.
Die Malz-Version wird jetzt mit richtig viel Kakao angerührt, 6 gute EL kommen hinzu. Das tut der Masse gut, besser als die knappen Reste vom letzten Mal. Und mit Port ist diese Variante mein Favorit – Schokoladig, süß mit ein wenig Säure im Hintergrund und durch den nicht ganz verkochten Alkohol auch mit ein wenig Pep. Zwar nichts für die Kinder, aber so habe ich eine Ausrede, dass diese Creme nur für die Erwachsenen ist 😉
Die Proben hebe ich erstmal auf, es ist schon spät und der Rest des Haushalts träumt schon vom Frühstück. Morgen gibt es also einen kleinen Favoritenwettbewerb, wobei meiner wie gesagt schon feststeht 😉 Eicheln habe ich nun keine mehr, aber im nächsten Jahr geht es dann gleich mit dem richtigen Rezept los!

Newtella 2.0 Versuchsreihe

Newtella – Schokocreme aus Eicheln

Nutella-Ersatz aus Eicheln – jetzt wird es exotisch! Ich war mir erst nicht so sicher, ob ich dieses Experiment wirklich hier publizieren sollte oder lieber in meinem Parallelblog Natürlich! Wildkräuter. Aber nachdem die Ostfriesische Zeitung am Wochenende einen längeren Artikel über mein Wirken gebracht hat und auch auf diesen Versuch Bezug nahm, habe ich mich nun entschlossen, das kulinarische Ergebnis zu betonen und nicht die „natürliche“ Herkunft.

Habe ich es schon erwähnt? Aufgrund diverser Allergien in unserem Haushalt sind wir darauf angewiesen, die kulinarischen Standard-Kindervergnügungen sparsam einzusetzen, und wir sind immer auf der Suche nach gesunden Alternativen. Nutella stand bei uns als Industrieprodukt mit über 50% Zuckergehalt und gut 30% Fett nie wirklich auf dem Tisch, aber auch alternative Bio-Nusscremes scheitern bei uns eben an der Haselnuss. Eines Tages, im Rahmen meiner Wildkräuterweiterbildung, lief mir ein Rezept über eine selbstgemachte Schokocrema auf Eichelbasis über den Weg. Damals fand ich es zumindest interessant genug, um es aufzubewahren. Jetzt ist es so weit – die große Eiche, die unseren Garten im Herbst mit Unmengen von Eicheln bombardiert, gab genug Anlass zum Sammeln (Bombardierte, muss man leider sagen, der Orkan Ende Oktober hat sie nun leider zerlegt. Ich verarbeite also sozusagen den Nachlass).

Newtella

Das Foto zeigt es bereits – optisch kann die Creme mithalten. Das „Streichgefühl“ ist mangels Fett nicht ganz so „gleitend“ wie bei Nutella, aber wie ich finde gut genug. Geschmacklich stehen noch weitere Testreihen an, das Originalrezept ist noch nicht so ganz kinderkompatibel 😉

Wie geht’s also? Man nehme: reife Eicheln, am besten welche, die sich später gut pellen lassen (hängt von der Sorte ab, man merkt es leider erst später). Diese Eicheln kommen in eine große Schüssel Wasser auf’s Fensterbrett und werden mit frischem kalten regelmäßig (d.h. alle 2-3 Tage) durchgespült, bis sie ordentlich keimen. Das ist bei mir nach ca. 3 Wochen der Fall. Dann pellen, die braune Haut muss mit ab. Ein scharfes, stabiles kleines Messer hilft hier sehr, denn die Eichelschalen sind zwar teilweise aufgeplatzt, aber trotzdem recht zäh. Ich brauche über 2 Stunden für die notwendigen 500 g geschälte Eicheln. Nun kommen die Eicheln in den Ofen – 15 Minuten bei 200°. Ob es reicht? Im Original gibt es dazu keine Angaben. Ich habe auch Eichelkaffee gemacht, da waren die Eicheln deutlich länger im Ofen, allerdings werden sie dann eben auch bitterer. Das will ich für die Creme nicht.

Eicheln

Anschließend kommen die Eicheln in den Topf, zusammen mit 1 Liter Apfelsaft (ich nehme naturtrüben) und koche sie, bis der Saft fast vollständig reduziert ist. Dann die Eicheln pürieren, mit dem Kartoffelstampfer ein mühseliges Geschäft. Dei Eicheln sind schon zerkocht, aber trotzdem deutlich stabiler als z.B. Kartoffeln. Jetzt kommt noch einmal 500 ml Saft dazu, ich mische alles mit dem Zauberstab. Das geht nicht sehr gut, so passiere ich nochmal durch die feine Scheibe der flotten Lotte. Jetzt wieder erhitzen und 250 g Gelierzucker 2:1 einrühren und ordentlich kochen, bis die Creme fest ist. Abschließend gebe ich 4 gute EL Kakaopulver, in wenig Wasser klumpenfrei gerührt, zu der Creme dazu. Es hätte mehr sein können, aber leider war der Vorrat verbraucht. Nun kommt die Creme in sterilisierte Gläser und ruht erst einmal einen Tag. Frisch und warm schmeckt sie nämlich nicht besonders gut. Bei zwei Gläsern gebe ich zusätzlich noch Zimt hinzu.

Das Ergebnis der vielen Mühen? Wie oben schon beschrieben, ist es eine recht ordentlich Creme geworden. Schokoladig ist sie schon, und durch die Eicheln auch hinreichend gehaltvoll. Mich stört noch ein wenig der eher intensive Apfel(saft)geschmack. Ist zwar in Verbindugn mit Kakao auch mal ganz apart, aber für den Dauereinsatz würde ich den gerne noch wegbekommen. Und für die Kinder wäre es dann auch eher akzeptabel (bisher hielt sich die Begeisterung in Grenzen…). Malzbier ginge vielleicht auch als Kochflüssigkeit, oder einfach Wasser? Ein paar Eicheln habe ich noch, auf geht’s zu neuen Experimenten!

Superschlerkiger Schokokuchen mit roter Bete

Ich bin ja normalerweise kein großer Schokoliebhaber und Backen gehört auch eher zu den Randgebieten meines kulinarischen Schaffens. Dieser Kuchen jedoch wollte unbedingt gebacken werden. Versteckt zwischen lauter genialen Gemüsegerichten im Buch Tender von Nigel Slater steht ganz unscheinbar im Kapitel „Beet Root“ dieses Rezept. Der Inhalt des Kuchens hat es in sich! Da es das Buch nur auf englisch gibt, hier die deutsch übersetzte Variante.

Schokokuchen mit Creme Fraiche und Mohn

250 g rote Bete

Die rote Bete koche ich ungeschält in ca. 40 Minuten weich. Danach pellen (Gummihandschuhe!) und mit der feinen Gemüsereibe zu einem groben Mus reiben.

135 g Mehl
einen gehäuften TL Backpulver
3 EL dunkles Kakaopulver

mische ich und stelle es für später bereit.

5 Eier
190 g Rohrohrzucker

Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Langsam den Zucker unter die Eiweiße unterschlagen, bis eine cremige Masse entsteht.

200 g dunkle Schokolade (70%)
4 EL Espresso
200 g Butter

Die Schokolade schmilzt in Stücke gebrochen im Wasserbad. Nicht rühren, einfach schmelzen lassen. Dann den Espresso darübergeben und einmal umrühren. Zum Schluss die kleingeschnittene Butter hineingeben und so unter die Oberfläche drücken, dass sie schmilzt.

Jetzt kommt die Schlussmontage. Die Zutaten sollten in Ruhe, aber stetig zur Schokomischung dazu gegeben werden, damit sich alles optimal verbindet.

Schoko-Eiweiß-Mischung

Den Topf vom Wasserbad nehmen, ein wenig abkühlen lassen. Dann das Eigelb untermischen und gut verrühren. Jetzt folgt die rote Bete, dann das geschlagene Eiweiß. Wie immer rührt man das nicht heftig um, sondern hebt das Eiweiß unter die Masse. Zum Schluss gebe ich die Mehlmischung zu und hebe sie auch darunter. Der Teig hat eher etwas von Muffinteig als von einem richtigen Rührteig, er wird nur gerade so vermischt, dass alle Zutaten nicht mehr separat sind.

Der Teig kommt nun in eine gefettete und beschichtete 20 cm-Springform. Nigel Slater macht noch Backpapier drunter, ich lasse es weg und habe dank der Beschichtung auch später keine Probleme beim Rausnehmen.

Dann in den Ofen, der auf 180° vorgeheizt ist. Nachdem der Kuchen drin ist, stelle ich die Temperatur auf 160° zurück und lasse den Kuchen für vierzig Minuten im Ofen. Es war wohl ein bisschen zuviel Backpulver bei mir, der Teig geht gut auf und läuft fast über den Rand. Aber dann besinnt er sich und bleibt gerade noch rechtzeitig stehen. Später fällt der Kuchen in der Mitte ein wenig ein, das soll er auch laut seinem Erfinder.

Man nimmt den Kuchen heraus, auch wenn er in der Mitte noch ganz wabbelig ist! Ich hab mich nicht wirklich getraut und ihn noch fünf Minuten länger im Ofen gelassen. Dann ist er aber fällig.

die Form öffne ich erst, als er ganz erkaltet ist. Anschneiden ist nicht ganz einfach, aber der Kuchen hält, obwohl er oben am Rand sehr krümelig ist. In der Mitte ist er durch die rote Bete eher feucht und schwer, so dass die Stücke zusammenhalten.

Und ich bin im Schokohimmel! Zusammen mit einem Gemisch aus

Creme Fraiche
Blaumohn

dass oben auf die Kuchenstücke gestrichen wird (das macht jeder für sich) ist der Kuchen ein großartiges Resultat! Danke Nigel!

Zutaten

Elterliche Pfefferkuchen

Naja, eigentlich großelterlich… dieses Rezept ist schon sehr alt und ich habe etwas Ähnliches noch nirgendwo gesehen. Diese Kekse esse ich, seit ich Zähne hab, und wahrscheinlich schon vorher. Eigentlich müssten sie Nelken-Piment-Plätzchen heißen, aber damals war der Pfeffer wohl noch was Exotisches 😉

Pfefferkuchen von Frau Tschesche aus Liegnitz

Pfefferkuchen von Frau Tschesche (Liegnitz)

500g Zuckerrübensirup
375g Zucker
1000g Mehl
125g Margarine
1-2 ganze Eier
125g Kakao (Pulver, ungesüßt)
2 TL Zimt
2 TL Natron
12 Nelken, gestoßen
5 Pfefferkörner, gestoßen
12 Pimentkörner, gestoßen

Eier, Zucker und Margarine schaumig schlagen, Sirup und Natron dazugeben. Gewürze und Kakao kommen dazu, zuletzt das Mehl. Der Teig muss fest sein. Evtl. 5 EL Wasser dazugeben. Er kann über Nacht bei Wärme stehen. Am nächsten Tag wird der Teig noch einmal durchgeknetet und dann dünn ausgerollt. Ausstechen und auf gestrichenem Blech backen, 160-180°, 15-20 Minuten. In einer Blechbüchse lagern. Sie sind erst hart (und schmecken dann am besten), später werden sie weich und sind immer noch sehr aromatisch.

Pekannuss-Brownies

Entstanden beim Weihnachtskeksevent 2009.

Die Pekannuss-Brownies gehen in unserer Keksbackerei mittlerweile ins neunte Jahr. Nicht wirklich zur Gattung der Kekse zählend, sind sie durch ihre Zutaten aber weihnachtlich genug, um auf der ewigen Favoritenliste auf den oberen Rängen zu stehen.

Brownies vom Blech

Die Herausforderung Nummer eins der früheren Jahre -wo bekommt man Pekannnüsse?- hat sich inzwischen durch die verbesserte Versorgungslage erledigt. Die Nußknackerfans sind inzwischen sogar traurig, dass man die Nüsse geschält bekommt.

Ein weiterer Grund zum Experimentieren ist die Konsistenz des fertigen Teigs. Oft war es so locker, dass die geschnittenen Stücke schon bröselten, als sie vom Blech kamen. T. hatte daher diesmal die Idee, die Butter durch Öl zu ersetzen.

Wir bereiten erst die trockenen Komponenten vor und mischen

460g Pekannüsse ohne Schalen (minus 108 schöne Hälften für die Dekoration), gemahlen
250g Mehl
250g Puderzucker
3 TL Backpulver
50g Kakaopulver
2 Prisen Salz.

Nun schmelzen wir

300g Halbbitter-Kuvertüre

was dank Induktionsherd auch ohne Wasserbad gelingt und fügen die feuchten Zutaten hinzu

300g neutrales Speiseöl
60g geriebene Ingwerwurzel
4 EL Zuckerrübensirup
6 geschlagene Eier

Das ganze wird dank Öl ein schon fast puddingartiges Gemisch, das wir nun mit den trockenen Zutaten vermengen. Der Teig rutscht ohne Probleme auf ein mit Alufolie ausgeschlagenes und geöltes Backblech und kann dort glattgestrichen werden.

Nun kommt der Teig in den Ofen und wird bei 175° 25 Minuten gebacken. Danach ist ein wenig Kopfrechnen dran, es sollen 108 Stücke geschnitten werden. Also Längseite durch 12 und Querseite durch 9, die Stücke werden dann ca. 3,5cm² groß. Nach dem Abkühlen schneiden wir die Platte mit den ermittelten Maßen an und bepinseln sie mit

2 Päckchen geschmolzene Kuchenglasur

und drücken sofort die Pekannusshälften diagonal als Dekoration in die flüssige Kuvertüre. Zum Schluss schneiden wir die Stücke ganz durch und stecken sie in Muffin-Papierförmchen.

Pekannüsse
Schoko-Eier-Gemisch

Das Öl hat übrigens nur unwesentlich zur Krümelverringerung geholfen. Wir werden nächstes Jahr weiter experimentieren…

Tunibergschnitten

Entstanden beim Weihnachtskeksevent 2009.

Tunibergschnitten

Unser Newcomer des Jahres kommt sehr schokoladig daher. Wir erstellen den Teig aus folgenden Zutaten:

175g Butter
175g Zucker
2 Eier

verrühren wir cremig und parallel mischen wir

175g Mehl
25g Kakao
1 Prise Salz
1 Vanillezucker
1 Prise Nelken
1 Prise Zimt

Dann verrühren wir alles zu einem glatten Teig und streichen ihn dünn auf ein Backblech, was mit Backpapier nicht gut geht. Die Platte backen wir bei 180° 15 Minuten. Inzwischen lösen wir

1 Tafel Zartbitterschokolade

im Wasserbad auf und streichen die aufgelöste Schokolade auf den Teig. Nach dem Auskühlen schneiden wir die Platte in 5*5cm²-Stücke und kleben sie mit

Quittenmarmelade

zusammen. Ein guter Einstieg in die Keksrunde.

Rührteig
Rührteig II
Teig im Ofen
Gebackene Teigplatte

Wildschweinfilet mit Schokoravioli

Noch mehr Farbe muss in diesen grauen November! Nach der Möhrensuppe als Vorspeise kommt der Hauptgang etwas weihnachtlicher daher. Es gibt Wildschwein mit Schokoravioli und Orangen-Schwarzwurzeln.

Schwein, Schokonudel, Schwarzwurzel

Zuerst mache ich den Nudelteig.

200g Mehl
2 Eier
5 TL Kakaopulver (ohne Zucker)
1 TL Salz
1 EL Olivenöl

verknete ich zu einem elastischen, aber nicht klebrigen Teig (Wie sich später herausstellt, ist das bei weitem zu viel. Die Hälfte hätte auch mehr als gereicht für 2 Personen). Er ruht eine halbe Stunde unter einem feuchten Tuch. Währenddessen befreie ich das Wildschweinfilet (280g) von Sehen und Fett und pinsele es mit Butter ein. Dann kommt es auf einem Teller in den auf 90° vorgeheizten Backofen, wo es 35 Minuten vorgart.

Nun ist die

Schwarzwurzel

dran. Ich habe ein Prachtexemplar erstanden, so dass eine Wurzel für 2 Personen reicht. DIe Aufregung um’s Schälen habe ich nie so richtig verstanden. Ich schrubbe die Wurzel erstmal mit der Gemüsebürste ab und schäle sie dann mit dem Sparschäler in der Spüle unter Wasser. Ein Rest Zitrone sorgt für ein wenig Säure, so dass das Gemüse nicht anläuft.

Riesenschwarzwurzel

Ich schneide die Wurzel dann diagonal in schmale Scheiben und koche sie in

300 ml Hühnerbrühe
100 ml frisch gepresstem Orangensaft
Piment d’Espelette

in ca. 25 Minuten gar. Kurz vor dem Servieren gebe ich noch etwas Sahne zur Sauce und binde sie mit Stärke, so dass sie sehr dick wird.

Die Ravioli stelle ich aus Nudelteigplatten her, die ich mit der Nudelmaschine bis Stellung 7 durchwalze. Die Füllung mache ich aus

1 Kräutersaitling, klein gewürfelt
ca 6 Walnüsse, gehackt und geröstet
ein paar Rosmarinnadeln
ein wenig Orangenschale
Salz.

Kräutersaitling

Ravioliproduktion

Nun kann ich die Ravioli ausradeln. Sie kommen neben den Topf mit kochendem Wasser und warten dort bis kurz vor dem Servieren. Sie sind dann in 5 Minuten gar gekocht.

Das Schwein ist soweit! Nachdem es nochmal in Alufolie 10 Minuten bei 60° geruht hat, schneide ich es nun in Medaillons und brate sie bei hoher Temperatur in ca 2 Minuten pro Seite. Das Fleisch gelingt wunderbar, zart, innen noch rosig und sehr wild 😉

Eine geviertelte Feige

komplettiert das Gericht, das nun mit Interesse verspeist wird. Fleisch und Schwarzwurzeln sind sehr gut geraten, die Nudeln könnte man noch optimieren. Beim nächsten Mal würde ich die Nüsse weglassen und mehr Pilz nehmen. Auch wäre ein wenig Bindung für die Füllung nicht schlecht. z.B. mit etwas Eigelb-Frischkäse.

Trotzdem – für ein Experiment ein glücklicher Ausgang!