Margarine

In der Weihnachtsbäckerei…

Dieses Jahr gibt es nur das kleine Keksbackprogramm: vor allem Hexnhaus und Schatztruhe stehen auf dem Programm. Ein paar Lebkuchenkekse fallen sicher auch noch dabei ab und ich möchte mal wieder die Gewürzflorentiner machen. Die kommen zuerst dran, weil der Lebkuchenteig nach Herstellung erstmal drei endlose Stunden („wann können wir denn nun endlich das Haus machen“) ruhen muss. Da ich keine Belegkirschen bekommen habe, müssen getrockenete Cranberries (in der Softvariante) rein – so gefallen mir die Florentiner sogar noch besser, nicht ganz so süß! Ich mache sie diesmal auch etwas größer, 5 cm im Durchmesser statt der 3 wie sonst. Das bekommt ihnen gut:

Cashewkern-Florentiner

Der Lebkuchenteig: 230 g Alsan und 100 g Rohrohrzucker schaumig rühren. Dann 650 g Dinkelmehl, 1/2 TL Hirschhornsalz, 3 TL Lebkuchengewürz, 1 TL Zimtpulver, 1 TL Salz trocken vermischen. Nun kommt 250 g Zuckerrübensirup dazu, ebenso die Fett/Zuckermischung, 3 EL Wasser und ein Eigelb. Alles verkneten, in Frischhaltefolie einwickeln und 3 Stunden im Kühlschrank lagern. Dann nehme man die Ikea-Lebkuchenhaus-Anleitung (sowas gibt es tatsächlich!) oder man bastelt sich selber Schablonen. Den Teig rolle ich mit einem selbstgebastelten Distanzhalter (2 Sperrholzplatten, Teppichklebeband, Backpapier, Küchenrolle und 2 Kinder zum Festhalten) perfekt gleichmäßig aus und wende die Schablonen an. Außerdem entsteht noch einiges an Zubehör, wie Fensterläden für das Haus und Scharnierbänder und andere Beschläge für die Truhe.

Plattenbau

Tipp Nr.1: Die Hausschablonen lassen sich nach Gebrauch gut in Schatztruhenschablonen umbauen – man muss nur den Giebel rund schneiden und den Deckel hinbekommen.
Tipp Nr.2: Eine alte Kaffedose wird zur gebogenen Unterlage für das Teigstück, das beim Backeln den Deckel der Schatztruhe ergeben soll.

In vier Durchgängen backen der Plattenbau und die Schatztruhenteile auf Blech mit Backpapier in ca. 7-8 min bei 200°.

Tipp Nr.3: Platten auf dem Blech abkühlen lassen, nicht runternehmen, solange die Platten noch warm sind – das gäbe Bruch. Mit Zuckerguß und Zahnstocherdübeln erstellen wir unsere fragilen Kunstwerke, die wir anschließend zur Dekoration freigeben können 😉

Haus

Truhe

Aus den Teigresten entsteht dann noch schnell ein Blech voller Lebkuchenkekse mit „weihnachtlichen“ Motiven, wie hier zu sehen….

Piratenkekse

ein schöner Tag mit feinen Ergebnissen!

Kinderkompatibler Gemüsegratin

Die Frage aus dem letzten Artikel bleibt – warum isst das Kind nicht? Vielleicht ist die Alltagsernährung trotz saisonal-frisch-regional einfach zu langweilig? Farbe muss her! Außerdem soll es natürlich so schmecken „wie immer“, wobei Überraschungen wie eine knusprige Gratinkruste auch gerne genommen werden.

Ich versuche mich also an einem Gemüseauflauf, zu dem die Leek Lizards und einige Kompagnons beitragen.

Gemüsegratin

Ich koche ein Pfund Pellkartoffeln und schneide 1 große Möhre, 4 sehr kleine Lauchstangen, 3 große Champignons in kleinere Würfel. Das Gemüse dünste ich in der Pfanne weich, als Gewürze füge ich Bohnenkraut, Muskatblüte, süßen Paprika, Pfeffer und Salz hinzu. Die Kartoffeln stampfe ich gepellt grob und gebe 1 EL Margarine und Salz hinzu. Dann rein in die Pfanne mit den Stampfkartoffeln und alles schön durchrühren. Es gibt eine zusammenhaltende, aber nicht sehr klebrige Masse, die sich mit Servierringen gut aufs Backblech (mit Backpapier) verteilen lässt. Obenauf kommt die Krümelkruste. Dazu mische ich grob geriebenes trockenes Brot mit ordentlich Margarine, Salz und getrockneten Brennnesselfrüchten, bis eine krümelige, aber noch zusammenhaltende Masse entsteht. Die drücke ich portionsweise in Scheiben, die genau auf das Gemüse-Kartoffel-Gemisch passen.

Mittlerweile ist auch der Ofen auf 200° vorgeheizt und der Gratin kommt für 15 Minuten hinein. Er ist dann noch ein wenig blass um die Nase, so gebe ich nochmal ein wenig Margarine drauf und schalte den Grill für ein paar Minuten an.

Lecker!

Vegane Dominosteine

Meine Berliner Weihnachtkekssession fällt aus dieses Jahr. Kein gemeinsamer Termin mehr frei – in den vielen übereinandergelegten Kalendern gelingt der Durchstich nicht mehr. Schade, so fallen ein paar der Keksfavoriten ins Wasser. Aber auch gut, weil neue Wege gesucht und gefunden werden. Die Mohndominosteine habe ich gerettet und dieses Mal in einer belastungsarmen, veganen Variante hergestellt, die für viele Tiereiweiß- und Weizenallergiker interessant sein könnte.

Dominosteine

Der Ablauf ist hier schon ausführlich beschrieben, so dass ich mich in diesem Post auf die Abweichungen beschränken kann. Ich habe diesmal die einfache Menge gemacht, die etwa 120 Dominosteine ergibt.

Triebmittel
1/2 TL Pottasche
1 TL Kichererbsenmehl
2 EL Wasser

Teig
375 g Honig
450 g Dinkelmehl 630
4 TL Bio-Lebkuchengewürz
1 Päckchen Wwinstein-Backpulver
5 EL Rum

Mohnbackmischung
Ich habe diesmal auf die Mohnbackmischung aus der Fertigpackung verzichtet und sie selber zubereitet.

125 g Mohn
25 g Biomargarine
90 ml Reismilch
50 g Agavendicksaft
1 EL Dinkelmehl 630

Den Mohn habe ich gemahlen (mit der Handmühle ein ordentliches Stück Arbeit) und dann im Topf mit allen Zutaten erhitzt und unter ständigem Rühren ein paar Minunten kochen lassen.

Mohnmühle

Zweite Füllung
Durch einen Fehlgriff im Laden gab es diesmal Himbeermarmelade statt Pflaumenmus. Das macht die Steine ein bisschen süßer, aber es ist auch ganz apart – zumal Himbeeren zu meinem Lieblingsobst zählen.

Glasur
600 g 70%-Bio-Kuvertüre, es gab einen kleinen Rest

Zubereitung
Wie im alten Artikel beschrieben. Der Teig ist auch in dieser Variante höllisch klebrig, es ist eine ziemliche Herausforderung, halbwegs ordentliche Platten zustandezubringen. Das Rechteck, dass mit dem Teig ausgefüllt wurde, war 30*25 cm, die Seitenlänge der Würfel wie gehabt 2,5 cm.

Und diesmal stecke ich die Zahnstocher erst nach dem Kleinschneiden in die Würfel, das erspart einem die Arbeit am Nagelbrett 😉

Alles in allem drei bis vier Stunden Arbeit, aber es lohnt sich!

Elterliche Pfefferkuchen

Naja, eigentlich großelterlich… dieses Rezept ist schon sehr alt und ich habe etwas Ähnliches noch nirgendwo gesehen. Diese Kekse esse ich, seit ich Zähne hab, und wahrscheinlich schon vorher. Eigentlich müssten sie Nelken-Piment-Plätzchen heißen, aber damals war der Pfeffer wohl noch was Exotisches 😉

Pfefferkuchen von Frau Tschesche aus Liegnitz

Pfefferkuchen von Frau Tschesche (Liegnitz)

500g Zuckerrübensirup
375g Zucker
1000g Mehl
125g Margarine
1-2 ganze Eier
125g Kakao (Pulver, ungesüßt)
2 TL Zimt
2 TL Natron
12 Nelken, gestoßen
5 Pfefferkörner, gestoßen
12 Pimentkörner, gestoßen

Eier, Zucker und Margarine schaumig schlagen, Sirup und Natron dazugeben. Gewürze und Kakao kommen dazu, zuletzt das Mehl. Der Teig muss fest sein. Evtl. 5 EL Wasser dazugeben. Er kann über Nacht bei Wärme stehen. Am nächsten Tag wird der Teig noch einmal durchgeknetet und dann dünn ausgerollt. Ausstechen und auf gestrichenem Blech backen, 160-180°, 15-20 Minuten. In einer Blechbüchse lagern. Sie sind erst hart (und schmecken dann am besten), später werden sie weich und sind immer noch sehr aromatisch.