Piment d’Espelette

Feldsalat mit Bratbirne

Ein kleines Abendessen soll her – schnell soll es gehen. Was tun? Ich habe Feldsalat gekauft heute, endlich gibt es wieder den kräftigen Wintervitaminspender. Dazu eine Birne, die ich in Scheiben schneide und in der Pfanne mit Butter stark anröste, so dass sie etwas gebräunt wird. Ein paar Walnüsse gebe ich gesalzen und mit etwas Olivenöl und Piment d’Espelette verrührt auf ein Blech in den Backofen. Dort rösten sie bei 180° für eine Viertelstunde. Die Vinaigrette ist ebenfalls schnell gemacht – etwas Balsamico in die noch heiße Pfanne, etwas reduzieren und dann einen Teelöffel Honig dazu, Salz und etwas Walnussöl. Auf den Teller mit den Einzelteilen und fertig ist der schnelle Abendgenuss!

Feldsalat mit Bratbirne

Gerollte Hähnchenbrust mit Mangold und Limettenreis

Im Garten steht als eines der letzten Gemüse nun der Mangold in zwei Reihen und fordert seine Verwendung. Im Gegensatz zum käuflichen ist er mit dünnen Stielen versehen und die Blätter sind noch nicht ledrig-riesig, sondern haben gerade Handgröße. Ideal also, um sie in ein Hühnerbruststück einzuwickeln. Das folgt umgehend, nachdem ich ein mittelgroßes Filet in 5 dünne Scheiben geschnitten habe, die ich mit reichlich Piment d’Espelette, dünnen Knoblauchscheiben und geriebenem Ingwer ausgestattet habe. Noch schnell mit etwas Sojasauce beträufeln und dann zusammen mit je einem passend großen Blatt (ohne Stiel) einrollen. Zahnstocher halten die Gebilde in Form, wie immer ist es knifflig, sie so zu stechen, dass sie beim Braten später nicht im Weg sind.

Gerollte Hähnchen mit Mangold

Für den Reis koche ich zwei Tassen Hühnerbrühe auf, in die ich einen Teelöffel frisch gemörserten Szechuanpfeffer gebe. Dazu eine Tasse Basmatireis, der in der üblichen Zeit, knapp 20 Minuten, auf kleiner Flamme gart.

Die Rollen kann ich nun in der Pfanne rundum in ein paar Minuten goldbraun anbraten. Währenddessen schneide ich die Stiele in kleine Stücke, die restlichen Blätter in schmale Streifen. Beides kommt neben dem Huhn in die Pfanne.

Huhn und Mangold in der Pfanne

Der Mangold braucht Flüssigkeit! ich gebe etwas Weißwein in die Pfanne, noch etwas Hühnerbrühe und würze mit Sojasauce. Dann kommt der Deckel auf die Pfanne , ein Löffel unter die Pfanne auf der Hühnerseite. Warum? Die Garflüssigkeit soll sich beim Mangold sammeln, der Dampf in der geschlossenen Pfanne reicht, um das Huhn zu garen, ohne es zu verwässern. Das klappt übrigens nur bei Gas und Induktion 😉

Löffeltrick

Nach 10 Minuten ist alles fertig. Schnell etwas Limettensaft und abgeriebene Schale in den Reis und diesen in der Form auf den Teller gestürzt, dazu halbierte Hähnchenrollen, das sieht nett aus. Und abschließend den Mangold. Ich lasse die Kochbrühe in der Pfanne und trinke sie später – lecker! Das eigentliche Gericht soll nicht so in Flüssigkeit schwimmen.

Die Hähnchenrolle

Es schmeckt ausgezeichnet – ein wenig Sojasauce muss ich noch nachgeben, sonst ist alles perfekt.

Schneller Victoriabarsch

Ein schnelles Strohwitwer-Abendessen…

Schneller Victoriabarsch

200 Gramm Victoriabarsch wird mehliert, in das Mehl habe ich zuvor Bärlauchsalz und Piment d’Espelette gegeben. Eine Stange Lauch schneide ich in dickere Scheiben, die ich in etwas Hühnerbrühe dünste. Eine Handvoll Pilze – Champignon und Pfifferling werden schnell geputzt und wandern in heißes Butterschmalz in der Pfanne. Nun ist auch der Fisch dran. Er kommt in eine separate Pfanne und brät von jeder Seite ca. 4 Minuten. In eine freie Ecke lege ich ein paar Graubrotwürfel, die ich mit Basilikum zu leckeren Beilagen-Croutons mache. Die Pilze gebe ich nach ca 5 Minuten auf den vorgewärmten Teller und bereite aus etwas Frischkäse, Muskatnuss und dem Lauchsud noch etwas Sauce für die Pilze.

Nach 15 Minuten ist der Küchenspuk vorbei und ich genieße ein leckeres Abendessen.

Radicchio-Feigen-Quinoa

Manchmal ensteht die Idee zu einem Gericht wie ein Crescendo – erst ist der Wunsch nach einer Zutat da, und während sie schon in Bearbeitung ist, kommen erst nach und nach die weiteren Bausteine dazu, ohne Planung, sondern aus einer natürlichen Harmonie – und um die lyrische Komposition wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen: manchmal schlicht aus den häuslichen Vorräten, die verbraucht werden müssen, Das Ergebnis ist nicht vorhersehbar und oft – nun, „interessant“. Manchmal ist es jedoch großartig, so empfand ich es bei diesem schnellen kleinen Mittagsgericht „for One“.

Radicchio-Feigen-Quinoa

1/2 Tasse Quinoa

setze ich heiß gespült mit Wasser auf (Quinoa hat eine Schutzschicht aus Saponinen um die Körner, die schnell bitter sein können, daher vorher heiß abspülen) und koche die Körner in ca 12 Minuten bissfest. In der Zeit schneide ich

1 rote Zwiebel
1/2 Kopf Radicchio

in Scheiben. Die Zwiebeln dünn, den Radicchio knapp 2 cm dick, damit die Scheiben beim Braten nicht auseinanderfallen. Genau das widerfährt nun dem Gemüse. Erst dünste ich die Zwiebeln in Olivenöl halbwegs weich, dann schiebe ich sie zur Seite und gebe die Radicchioscheiben in die Pfanne. Sie braten dort für einige Minuten bis sie heiß sind und ein wenig Farbe angenommen haben.
Es fehlt noch was, zu viel Bitterstoffe und trocken ist es auch noch… Ich gebe

2 EL Dattel-Klacks (wer nicht in Bioläden kauft, kann auch einfach Apfelkraut nehmen)
1/2 TL Piment d’Espelette
1 EL Balsamico
Salz

auf die Zwiebeln und verrühre das Gemisch. Der Quinoa ist gar und kommt ebenfalls dazu. Schon nicht schlecht.
Jetzt ab auf den Teller und die Radicchioscheiben darauf. Da fehlt immer noch was.

2 kleine Feigen

werden geachtelt und über das Gericht gestreut, darauf kommt dann noch einmal

1 EL Balsamico (vom Guten)

So schmeckt’s! Großartig sogar, das Rezept kommt in die Ewigenliste. Und gesund ist es auch noch :)

Nachmittagsgenuss – Avocado-Eis mit Sesamkrokant

Eis als Nahrungsersatz ist out – die Temperaturen sind wieder soweit im sommerlichen Normal, dass der Eisgenuss wieder auf die Zwischenzeit verbannt wird. Das nutze ich zum Herstellen einer herzhaften Eiscreme mit Avocado, die ganz wunderbar zu einem faulen Sonntagnachmittag passt. Allerdings teilt sich unser Haushalt inzwischen in BEE und KEE ein – bekennende experimentierfreudige Eisesser und keinesfalls experimentierfreudige Eisesser. So verarbeite ich von der angegebenen Menge nur die Hälfte zu Eis, das ich dann auch alleine verspeise. Der Rest wird mit Gemüsebrühe zu einer kalten Avocadosuppe.

Avocado-Eis mit Sesamkrokant

Ich presse die Limette und schneide die Blätter vom Koriander ab. Beides püriere ich mit der Gemüsebrühe zu einer grünen Sauce. Dorthinein gebe ich die Avocado in Stücken und püriere die ebenfalls, es folgt der Naturjoghurt. Die Gemüsebrühe war bei mir ziemlich salzig, sonst muss man eventuell noch nachsalzen. Außerdem gebe ich das Piment d’Espelette hinzu. Abschließend kommen noch etwas Invertzucker in die Masse.

Nun gebe ich wie gesagt die Hälfte in die Eismaschine und lasse das Eis in gut 40 Minuten fest werden. In der Zwischenzeit stelle ich das Sesamkrokant her. Das ist ganz einfach – Zucker und EL Butter karamelisiere ich in der Pfanne. Dann gebe ich den hellen Sesam hinzu und lasse das ganze kurz aufkochen. Nun schnell auf eine leicht gefettete Alufolie auskippen und mit der Palette dünn vertreichen. Vorsicht, nicht die Finger reinstecken, das gibt Brandblasen! Nach dem Erkalten kann ich die Platte leicht von der Folie lösen und in Stücke brechen. Die Reste hebe ich luftdicht verpackt auf.

Nun ist das Eis soweit, ich richte es mit einer frischen Feige an, die ich in dünne Scheiben geschnitten habe. Ein paar Korianderblätter zur Deko kommen noch dazu.

Sehr apart, dieses Eis! Man kann es gut in ein Menü einbauen, dann aber als Vorspeise oder Zwischengang. In diesem Fall sollten die angegebenen Mengen für 4 Leute reichen.

Eis
1 Limette
1 Bund Koriander
50 ml kalte Gemüsebrühe (selbstgemacht)
1 große reife Avocado
150 g Naturjoghurt
1/2 TL Piment d’Espelette
Salz

Krokant
100 g Zucker
1 EL Butter
2 EL heller Sesam

Deko
1 frische Feige
ein paar Korianderblätter

Kräuter-Reiswaffeln mit Gazpacho-Eis

Ist es draußen schwül und heiß,
hilft Dir nur Gazpacho-Eis!

Ihr seht, die Hitze wirkt langsam hirnzersetzend, und die Steigerung der in den letzten Wochen vielverblogten kalten Gemüsesuppe ist logisch, oder?
Ich klau mir ein Suppenrezept von Cucina Piccina (dankeschön!), weil es schon eine Zutat enthält, die ich passend finde für die Eisvariante – Melone! Ich übernehme das Rezept fast identisch

Gazpacho-Eis mit Kräuter-Reiswaffel

1 Minigurke
je eine kleine rote und gelbe Paprikaschote
1/2 große grüne Paprikaschote
9 reife Rispentomaten
1 kleine Karotte
1 kleine Fenchelknolle
2 rote Frühingszwiebeln, etwas Grün für die Deko aufheben
3 kleine Knoblauchzehen
400 ml Gemüsesaft
2 EL Olivenöl
1 TL Piment d’Espelette
1 Schuss Weißwein
1/4 Wassermelone
ordentlich Salz, Pfeffer
1 Zweig Estragon
1 kleine Kelle Invertzucker

alles wird geschält, entkernt, geputzt, gehäckselt und dann mit dem Zauberstab püriert. Den Paprika grille ich im Ofen, das gibt ein bisschen mehr Aroma und ich kann die Haut abziehen. Und dann erstmal für 30 Minuten in den Tiefkühler, damit die arme Eismaschine nicht so stöhnt nachher.

Der Waffelteig ist improvisiert:

150 g gekochter Basmatireis vom Vortag
2 Eier
1/4 l Milch
2 kleine Zweige Rosmarin, fein gehackt
2 Handvoll Basilikum, fein gehackt
1 Frühlingszwiebel, mit der Microplane fein gerieben
8 gute EL doppelgriffiges Mehl 405
1 TL Natron
Muskat
Salz
Pfeffer

Die als „Sauce“ dazu geplante Guacamole fällt aufgrund steinharter Avocado aus. Ich mische stattdessen

1 Becher Creme Fraiche
Saft von 1 Limette
1 EL Rohrzucker

das passt hervorragend, die Säure ergänzt das Gemüseeis perfekt.

Als ich anfing, waren 34 Grad draußen. Zwischendurch war Weltuntergangsgewitter und nun sind es 19. Das Eis war trotzdem „erste Sahne“ 😉 Leider hab ich zuviel davon gegessen…

Terraginas Blog-Event "Sommer-Lieblings-Rezepte"

Löwenzahnblütensuppe

Löwenzahn-Kehraus 😉 Ein Rezept von Oskar Marti, ein Schweizer Koch, der gerne und viel mit Wildkräutern kocht und dies sehr schön in vier jahreszeitlichen Büchern dokumentiert. Leider sind zwei davon schon vergriffen…

Löwenzahn im Morgentau

Ich mache einen Gemüsefond aus

Spargelschalen
1/2 Lauchstange (das Grüne)
2 Stangen Stangensellerie
1 Möhre
1 Knoblauchzehe
1 Lorbeerblatt
1 TL Pfefferkörner

das Gemüse kocht eine Stunde, dann kommt es weg und ich messe 400 ml Fond für die Suppe ab. Dort hinein kommen

ca. 10 Löwenzahnblüten
1/2 TL Piment d’Espelette
1 Messerspitze Vanille

Die Suppe koche ich wieder auf und lasse sie dann 10 Minuten ziehen. Dann entferne ich die Blüten und gebe

70 ml Portwein
1 EL Löwenzahnblütengelee

dazu. Wenn die Suppe wieder kocht, gebe ich gut 1 EL Mehbutter dazu. Die habe ich schnell zusammengeknetet aus

1 EL Butter
1 EL Mehl

Immer schön rühren, die Suppe bindet nun schon leicht. Jetzt kommt noch diese Mischung hinzu:

70 ml Schlagsahne
2 Eigelb

wieder erwärmen, bis die Suppe dick abbindet. In die vorgewärmten Teller geben und einige Löenzahnblütenblätter darüber streuen. Der Löwenzahn verleiht der Suppe eine leichte Bitternote, ansonsten ist der Portwein gut zu erkennen. Eine gute Menüsuppe, die man besser in Tassen serviert.

Löwenzahnblütensuppe

Zwiebel-Orangen-Couscous mit Kohlrabigemüse

Frühling! Blauer Himmel, es ist schon richtig warm in der Sonne und überall beginnt es zu grünen. Da muss es heute auch etwas Frühlinghaftes zu Essen geben! Ich bekomme im Superbiomarkt die letzten Kohlrabi, andere hatten wohl auch schon ähnliche Ideen.

Und heute hatte ich im Biomarkt ein beachtliches Erlebnis – eine Verkäuferin, die selber noch rechnen kann! Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber inzwischen verlassen sich doch die meisten auf die Registrierkasse. So verlernt man natürlich die Flexibilität im Umgang mit Zahlen. Ich hatte 8,78 zu zahlen und gab 20,83 ab, da ich das gerade passend hatte. Dann kam prompt „ok, 12,05 EUR zurück“! Hat mich gefreut und die Kassiererin auch, weil ich es bemerkt hatte. Es gibt noch Hoffnung…

Couscous mit Kohlrabi

Zum Gericht – es geht ganz schnell und einfach.

Mis en place:

2 Kohlrabi geschält und in dünne Stifte geschnitten
2 kleine rote Zwiebeln, in sehr kleine Würfel geschnitten
6 Walnüsse, grob gehackt
1 guter TL Schwarzkümmel, kurz fettfrei geröstet
1 Stück getrocknete Orangenschale, zu Pulver gemörsert (knapp 1 TL)
1/2 TL Piment d’Espelette
2 TL guter Balsamico

Jetzt kann es losgehen:

75 g Coucous (ich hab wieder zuviel genommen! Morgen gibts wieder Couscous!)

mit 150 ml kochendem Wasser übergießen. Salzen, in den auf 80° vorgeheizten Backofen stellen und 10 Minuten quellen lassen. Nun die Kohlrabi in Olivenöl ein paar Minuten andünsten, dann

1/2 Becher Sahne
Salz
Muskat
Pfeffer

dazugeben. Deckel auf die Pfanne und knapp 10 Minuten weiterdünsten, bis die Kohlrabi gerade noch knackig sind. Nun die Zwiebeln in etwas Öl andünsten und mit Balsamico ablöschen. Die restlichen Zutaten dazugeben. Nach dem Ender der Quellzeit in den Couscous geben und verrühren.

zu guter Letzt gebe ich eine gute Handvoll Kerbel in den Kohlrabi. Erst jetzt, weil ich so einen Topf mit Kräuter-Überbevölkerung erstanden habe und die einzelnen Pflänzchen aufgrund von Platzmangel dürr und kraftlos geblieben sind. Ausgewachsenen Kerbel kann man ruhig mitdünsten!

Auf vorgewärmten Tellern anrichten, fertig!
Es schmeckt wie geplant. Noch leicht knackiger, ganz zarter Kräuterkohlrabi harmoniert sehr schön mit dem kräftigeren, bunten Couscous. Das kommt auf die Wiederkochliste!

Nachmittagsgenuss – Überbackene Guacamole-Suppe

Frühling im Wald

Nach dem ersten echten Frühlingsspaziergang müssen wir uns stärken. „Vegetarisch kochen für Gäste“ liegt noch auf dem Küchentisch, darin war doch diese nette Avocadosuppe… Ich hab so ungefähr auch die Zutaten beisammen, also kann ich loslegen.

Überbackene Guacamole-Suppe

1 Avocado
Saft von 1/2 Limette
2 kleine Frühlingszwiebeln, in kleine Streifen geschnitten
1 halbe Tomate, geschält, entkernt und kleingeschnitten
3 Knoblauchzehen, fein gerieben
50 g saure Sahne
Pfeffer
Salz
Piment d’Espelette

mische ich zusammen, wobei ich ein paar der grünen Frühlingszwiebelringe als Deko aufhebe. Der Ofen heizt mit den Suppenschüsseln auf der höchsten Grillstufe vor und die Brühe taut auf.

200 ml Gemüsebrühe

mache ich heiß, sie soll aber nicht kochen. Die Guacamole kommt dort hinein.

Dann gebe ich die Suppe in die beiden heißen Schüsseln, es zischt ganz ordentlich! Das gestern gebackene

Toastbrot

erweist sich mit seiner halben Bauhöhe jetzt als vorteilhaft. Ich schneide 4 schmale Scheiben ab und belege damit die Suppe. Darauf kommen noch

30 g Gruyere

und die Schüsseln überbacken unter dem Grill ca. 7 Minuten. Anschließend noch

2 TL saure Sahne
grüne Frühlingszwiebelringe

als Deko obendrauf. Eine nette, frühlingshafte Stärkung! Die Menge reicht als Vorspeise oder für zwischendurch, 2 Portionen dürften mit ein wenig Brot extra eine ordentliche Mahlzeit für eine Person ergeben.

Zutaten

Tomatennudeln mit Zucchini und Bohnenkraut

Und schon wieder ein Schuhbeck-Rezept! Neben der aufwändigeren Wochenendküche gibt es auch durchaus Alltagstaugliches. Das folgende Gericht hat mich beim Durchblättern schon aufgrund seiner ungewöhnlichen Gewürzkombination interessiert. Also frisch ans Werk! Beim genaueren Durchlesen fällt leider der erste Fauxpas in diesem Buch auf – die Zutaten für den Nudelteig ergeben zusammen 1 kg für 4 Personen! Das ist wohl nicht ganz richtig. Insbesondere, weil die im Buch angegebenen Saucenzutaten gerade für 2 reichten. Entweder setzt Schuhbeck hier auf homöopathische Gemüsedosis und satte Nudelmenge oder der Teig ist einfach falsch berechnet.

Ich nehme letzteres an und adjustiere die Mengen. Die 600 g Teig, die dann entstehen, werden gedrittelt und ein Drittel – also 200 g – reichen für unsere Abendmahlzeit aus. (Hungrige Esser nehmen 300 g für zwei Personen).

Tomatennudeln mit Zucchini und Bohnenkraut
120 g Hartweizengrieß
250 g Mehl
3 Eier
50 g Tomatenmark
1/2 TL Piment d’Espelette
etwas Zimt

verknete ich zu einem glatten Teig, er ist noch etwas klebrig, aber das korrigere ich beim Ausrollen. Der Teig geht für 30 Minuten in den Kühlschrank.
Dann bereite ich das Gemüse vor:

3 Tomaten
1 kleinere Zucchini (150 g)
6 große grüne Oliven ohne Kern

Die Zucchini würfle ich in kleine Stücke (1/2 cm Kantenlänge), die Oliven ebenso. Die Tomaten werden gehäutet, entkernt und ebenfalls klein gewürfelt. Später (kurz bevor die Nudeln ins Wasser kommen) brate ich die Zucchini heiß 2-3 Minuten in Olivenöl an, so dass sie leicht bräunen. Dann die Tomaten und Oliven dazu, salzen, pfeffern und nur noch kurz durchziehen lassen.

Das Hauptaroma kommt aus der Brühe

200 ml Gemüsebrühe
1 TL getrocknetes Bohnenkraut
1/4 Vanilleschote
2 Knoblauchzehen, in dünnen Scheiben

Jawohl, Vanille-Knobi! Interessante Kombinationen entstehen hier 😉 Die Brühe koche ich kurz auf, dann auf kleiner Hitze, bis später die Nudeln hinenkommen.

Genau diese sind jetzt an der Reihe. Ich walze den Teig durch die Nudelmaschine bis Stufe 6 von 9 und mache dann Bandnudeln. Das dauert eine Weile, weil die Maschine die Nudeln nicht ganz sauber trennt und man sie nach dem Schneiden auseinanderziehen muss. Ein bemehltes Brett verhindert Zusammenkleben und Nervenzusammenbrüche.

Jetzt ist alles kochfertig:

Gemüse braten wie oben beschrieben
Nudeln in 2-3 Minuten in Salzwasser gar kochen (Schuhbeck besteht auf 1 Lorbeerblatt und 2 getrockneten Chili im Kochwasser), abgießen und in etwas Öl schwenken. Dann in die heiße Brühe geben. Sie verschwindet fast, macht das Essen aber nicht so trocken.
Nudeln in die vorgewärmten Teller geben und Gemüse obenauf.

Sehr aromatisch, in der Tat und wieder wohlausgewogen! Es reicht noch für einen Nachschlag, dann ist alles verputzt.