Walnuss

Feldsalat mit Bratbirne

Ein kleines Abendessen soll her – schnell soll es gehen. Was tun? Ich habe Feldsalat gekauft heute, endlich gibt es wieder den kräftigen Wintervitaminspender. Dazu eine Birne, die ich in Scheiben schneide und in der Pfanne mit Butter stark anröste, so dass sie etwas gebräunt wird. Ein paar Walnüsse gebe ich gesalzen und mit etwas Olivenöl und Piment d’Espelette verrührt auf ein Blech in den Backofen. Dort rösten sie bei 180° für eine Viertelstunde. Die Vinaigrette ist ebenfalls schnell gemacht – etwas Balsamico in die noch heiße Pfanne, etwas reduzieren und dann einen Teelöffel Honig dazu, Salz und etwas Walnussöl. Auf den Teller mit den Einzelteilen und fertig ist der schnelle Abendgenuss!

Feldsalat mit Bratbirne

Rosenkohl-Passionsfrucht-Salat

So langsam kann man meine Baustelle wieder als Wohnung identifizieren und vor allem auch den Raum ausfindig machen, der einmal die Küche werden soll. Auch wenn der geplante Endausbau noch lange nicht erreicht ist, bin ich zumindest wieder weitgehend arbeitsfähig – wer mal von Induktion auf Gasherd „downgegradet“ hat, weiß, wovon ich rede…

Deswegen bleibt heute die Küche kalt und ich gönne mir ein Experiment mit Rosenkohl. Ein aus meiner Sicht durchaus gelungenes, so dass ich Euch am Ergebnis teilhaben lassen möchte.

Rosenkohl-Passionsfrucht-Salat

Ich nehme für eine kleine Portion 15 Rosenkohlköpfe, die ich erst putze und dann entblättere. Die Blätter blanchiere ich 2-3 Minuten in Salzwasser, schrecke sie ab und tupfe sie trocken. Dann mariniere ich sie in einer Vinaigrette aus 1 EL Zitronensaft, 1 EL Apfelessig, 1 EL Apfelsaft, 2 EL Walnusskernöl, Salz, Pfeffer, Muskat. Was Fruchtiges soll in den Salat. Erst weiche ich ein paar getrocknete Sanddornbeeren in etwas Apfelsaft ein – nicht schlecht. Aber dann entdecke ich noch die Passionsfrucht im Kühlschrank. Viel besser! Der Apfelsaft scheidet aus. Ich gebe den Inhalt der Passionsfrucht zum Salat, samt Kernen. Abschließend hebe ich noch 4 grob gehackte Walnusskerne und 2 EL klein gewürfelten Feta darunter. Fertig ist der Salat. Eine schöne Kombination, kann auch gut als Vorspeise durchgehen. Blue Cheese oder Mozzarella betonen die Würze des Salats mehr bzw. weniger als in meiner Variante.

Dazu passt Dinkeltoast mit Rumschlehenbutter. Eine nette Verwertung der ausgezogenen Schlehen aus dem Schlehenlikör: 4-5 Schlehen aus dem Glas fischen (gar nicht so einfach…) und entkernen, dann klein hacken. mit 2 EL Butter und einem Schuss Schlehenlikör vermischen, eine Prise Fleur de Sel dazugeben und das Ganze auf den Toast streichen.

Ein Beitrag für:
Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Bunter Wildkräutersalat

Plötzlich ist es Hochsommer! Das Geburtstagsbüffet, zum dem wir heute eingeladen waren, war reichlich. Daher gibt es jetzt am Abend nur einen kleinen Salat für zwei.

Bunter Wildkräutersalat

1/2 Kopf Lollo Bionda
1 kleine Möhre, geraspelt
1 Tomate, in kleine Stücke geschnitten
6 Walnüsse, grob gehackt
200 g Spargelspitzen
6 braune Champignons, in dicke Scheiben geschnitten
1 Handvoll Wildkräuter (Brennnessel, Giersch, Knoblauchrauke, Gundermann, Gänseblümchenblüten, Löwenzahnblätter, Vogelmiere)

Den Spargel habe ich knapp 10 Minuten bei mittlerer Hitze gebraten, dann die Pilze in Scheiben dazugegeben und nochmal 5 Minuten gebraten. Das Dressing:

2 EL Holunderblütensirup
2 EL Apfelessig
3 EL Walnussöl
Pfeffer
Salz

Dann alles kunstvoll auf einen Teller häufeln und ein Stück getoastetes Tollkötterbrot dazu. Lecker! Besonders die Gundermann-Spargel-Kombination funktioniert gut, und die Vogelmiere bringt einen frischen Geschmack in den Salat…

Oh, und die Brennessel gut abstreifen, sonst ist es ein Gaumenkitzel der besonderen Art 😉

Zwiebel-Orangen-Couscous mit Kohlrabigemüse

Frühling! Blauer Himmel, es ist schon richtig warm in der Sonne und überall beginnt es zu grünen. Da muss es heute auch etwas Frühlinghaftes zu Essen geben! Ich bekomme im Superbiomarkt die letzten Kohlrabi, andere hatten wohl auch schon ähnliche Ideen.

Und heute hatte ich im Biomarkt ein beachtliches Erlebnis – eine Verkäuferin, die selber noch rechnen kann! Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber inzwischen verlassen sich doch die meisten auf die Registrierkasse. So verlernt man natürlich die Flexibilität im Umgang mit Zahlen. Ich hatte 8,78 zu zahlen und gab 20,83 ab, da ich das gerade passend hatte. Dann kam prompt „ok, 12,05 EUR zurück“! Hat mich gefreut und die Kassiererin auch, weil ich es bemerkt hatte. Es gibt noch Hoffnung…

Couscous mit Kohlrabi

Zum Gericht – es geht ganz schnell und einfach.

Mis en place:

2 Kohlrabi geschält und in dünne Stifte geschnitten
2 kleine rote Zwiebeln, in sehr kleine Würfel geschnitten
6 Walnüsse, grob gehackt
1 guter TL Schwarzkümmel, kurz fettfrei geröstet
1 Stück getrocknete Orangenschale, zu Pulver gemörsert (knapp 1 TL)
1/2 TL Piment d’Espelette
2 TL guter Balsamico

Jetzt kann es losgehen:

75 g Coucous (ich hab wieder zuviel genommen! Morgen gibts wieder Couscous!)

mit 150 ml kochendem Wasser übergießen. Salzen, in den auf 80° vorgeheizten Backofen stellen und 10 Minuten quellen lassen. Nun die Kohlrabi in Olivenöl ein paar Minuten andünsten, dann

1/2 Becher Sahne
Salz
Muskat
Pfeffer

dazugeben. Deckel auf die Pfanne und knapp 10 Minuten weiterdünsten, bis die Kohlrabi gerade noch knackig sind. Nun die Zwiebeln in etwas Öl andünsten und mit Balsamico ablöschen. Die restlichen Zutaten dazugeben. Nach dem Ender der Quellzeit in den Couscous geben und verrühren.

zu guter Letzt gebe ich eine gute Handvoll Kerbel in den Kohlrabi. Erst jetzt, weil ich so einen Topf mit Kräuter-Überbevölkerung erstanden habe und die einzelnen Pflänzchen aufgrund von Platzmangel dürr und kraftlos geblieben sind. Ausgewachsenen Kerbel kann man ruhig mitdünsten!

Auf vorgewärmten Tellern anrichten, fertig!
Es schmeckt wie geplant. Noch leicht knackiger, ganz zarter Kräuterkohlrabi harmoniert sehr schön mit dem kräftigeren, bunten Couscous. Das kommt auf die Wiederkochliste!

Nachmittagsgenuss – Waldorfsalat

Eine kleine Recherche im Internet bringt Erstaunliches und Erschütterndes zutage – etliche „Original Waldorfsalat“-Rezepte, die zum Teil gräusliche Modifikationen sind, z.B. mit Büchsenmandarinen oder Huhn. Bei uns gibt es heute eine Variante, die bis auf die Dekoration sehr nah am Original ist.

Waldorfsalat

2 Äpfel (Elstar), in Stücke geschnitten
2 Stangen Sellerie, entfädelt und in dünne Scheiben geschnitten
1 Handvoll geröstete, grob gehackte Walnüsse
2 EL Zitronensaft
150 ml Mayonnaise
Pfeffer
Salz

mische ich schnell zusammen. Dann fülle ich den Salat in die Gläser und stecke je einen Strauß Feldsalat hinein. Sieht nett aus und verleiht etwas Farbe.

Die Mayonnaise ist von Steph aus dem kleinen Kuriositätenladen abgeguckt und besteht nur aus Milch, Senf, Öl (bei mir Olivenöl) und etwas Salz.

Also eine gesunde kleine Zwischenmahlzeit 😉

Basler Leckerli

Entstanden beim Weihnachtskeksevent 2009.

Auch ein Klassiker unserer Keksbäckerei, seit vielen Jahren dabei. Wie immer nervt die kombinierte Zuckerangabe, diesmal fallen wir darauf rein und geben den ganzen Zucker in den Teig, statt etwas für die Glasur zu behalten.

Fertige Leckerli

für etwa 80 Stück:
350g Honig
250g Zucker
je l00g abgezogene Mandeln, Haselnüsse und Walnüsse
je 125g Orangeat und Zitronat
500g Mehl
30g gemahlener Zimt
abgeriebene Schale von 1 Zitrone
2 TL gemahlene Gewürznelken
1 Messerspitze geriebene Muskatnuß
2 TL Pottasche
2 TL Hirschhornsalz
2 Schnapsglas Kirschwasser (4 cl)
Für das Backblech: Butter

Wir lassen den Zucker im Honig unter Rühren aufkochen. Die Mandeln, die Haselnüsse und die Walnüsse, das Orangeat und das Zitronat hacken wir klein und geben das Mehl dazu. Alle Gewürze von Zimt bis Hirschhornsalz verrühren wir mit der Mehlmasse und dem heißen Honig-Zucker-Gemisch. Das Kirschwasser kommt daz. Der Teig steht nun zugedeckt 3—4 Stunden bei Raumtemperatur. Wir rollen den Teig fingerdick aus und legen ihn auf das Backblech. Auf der mittleren Schiene backt der Teig 20 Minuten.

100g Zucker

kochen wir mit wenig Wasser auf, streichen ihn dick auf die noch warme Teigplatte und schneiden diese in Rechtecke, was dieses Mal wegen des zusätzlichen Zuckers im Teig ziemlich schwierig ist. Und das nächste Mal nehmen wir auch wieder Raffinadezucker, sonst wird die Glausur nicht weiß. Aber trotzdem schmeckts wieder!

Orangeat, Zitronat
Gewürze

Gebackene Teigplatte
Kleinschneiden

Wildschweinfilet mit Schokoravioli

Noch mehr Farbe muss in diesen grauen November! Nach der Möhrensuppe als Vorspeise kommt der Hauptgang etwas weihnachtlicher daher. Es gibt Wildschwein mit Schokoravioli und Orangen-Schwarzwurzeln.

Schwein, Schokonudel, Schwarzwurzel

Zuerst mache ich den Nudelteig.

200g Mehl
2 Eier
5 TL Kakaopulver (ohne Zucker)
1 TL Salz
1 EL Olivenöl

verknete ich zu einem elastischen, aber nicht klebrigen Teig (Wie sich später herausstellt, ist das bei weitem zu viel. Die Hälfte hätte auch mehr als gereicht für 2 Personen). Er ruht eine halbe Stunde unter einem feuchten Tuch. Währenddessen befreie ich das Wildschweinfilet (280g) von Sehen und Fett und pinsele es mit Butter ein. Dann kommt es auf einem Teller in den auf 90° vorgeheizten Backofen, wo es 35 Minuten vorgart.

Nun ist die

Schwarzwurzel

dran. Ich habe ein Prachtexemplar erstanden, so dass eine Wurzel für 2 Personen reicht. DIe Aufregung um’s Schälen habe ich nie so richtig verstanden. Ich schrubbe die Wurzel erstmal mit der Gemüsebürste ab und schäle sie dann mit dem Sparschäler in der Spüle unter Wasser. Ein Rest Zitrone sorgt für ein wenig Säure, so dass das Gemüse nicht anläuft.

Riesenschwarzwurzel

Ich schneide die Wurzel dann diagonal in schmale Scheiben und koche sie in

300 ml Hühnerbrühe
100 ml frisch gepresstem Orangensaft
Piment d’Espelette

in ca. 25 Minuten gar. Kurz vor dem Servieren gebe ich noch etwas Sahne zur Sauce und binde sie mit Stärke, so dass sie sehr dick wird.

Die Ravioli stelle ich aus Nudelteigplatten her, die ich mit der Nudelmaschine bis Stellung 7 durchwalze. Die Füllung mache ich aus

1 Kräutersaitling, klein gewürfelt
ca 6 Walnüsse, gehackt und geröstet
ein paar Rosmarinnadeln
ein wenig Orangenschale
Salz.

Kräutersaitling

Ravioliproduktion

Nun kann ich die Ravioli ausradeln. Sie kommen neben den Topf mit kochendem Wasser und warten dort bis kurz vor dem Servieren. Sie sind dann in 5 Minuten gar gekocht.

Das Schwein ist soweit! Nachdem es nochmal in Alufolie 10 Minuten bei 60° geruht hat, schneide ich es nun in Medaillons und brate sie bei hoher Temperatur in ca 2 Minuten pro Seite. Das Fleisch gelingt wunderbar, zart, innen noch rosig und sehr wild 😉

Eine geviertelte Feige

komplettiert das Gericht, das nun mit Interesse verspeist wird. Fleisch und Schwarzwurzeln sind sehr gut geraten, die Nudeln könnte man noch optimieren. Beim nächsten Mal würde ich die Nüsse weglassen und mehr Pilz nehmen. Auch wäre ein wenig Bindung für die Füllung nicht schlecht. z.B. mit etwas Eigelb-Frischkäse.

Trotzdem – für ein Experiment ein glücklicher Ausgang!