Grundlegendes

DAS Olivensalz

Ich bin kein großer Freund von vorgefertigten Lebensmitteln, am liebsten koche ich mit frischen, unverfälschten Zutaten und bereite Gewürzmischungen, Saucen etc. selber frisch zu. Eine deutliche Ausnahme ist dieses Olivensalz, das ich bei meinem Besuch bei Frank Buchholz kennen gelernt habe.

Flor de Sal d'Estrenc

Schon wenn man die Dose öffnet, strömt ein intensiver Geruch nach schwarzen Oliven heraus. Das Salz selber ist dunkel violett von den vielen kleinsten Olivenstückchen, die mit den Kristallen eine innige Verbindung eingegangen sind. Ganz anders als man so oft bei Mischungen sieht, werden die Olivenstückchen nicht einzeln sichtbar, sondern überzeugen nur durch ihren intensiven Geschmack und die Farbgebung.

Das Salz hat sich bei uns inzwischen als “Lebensretter” für alles etabliert, was zu blass oder zu langweilig ist, um es so zu essen. Eine Prise an die Suppe, auf’s Käsebrot oder in den Salat lässt die Gerichte regelrecht aufblühen. Ich bin begeistert! Man kann es direkt beim Hersteller online bestellen. Nicht ganz billig, aber auf jeden Fall seinen Preis wert.

Schöner wohnen in Schöneck…

Mal was Artfremdes: nach einem totalen Reinfall beim Versuch, einen Makler in den Wohnungsverkauf einzubinden, versuche ich es nun selbst: Ich verkaufe eine 145 qm-Dachgeschoss-Wohnung in Schöneck bei Frankfurt in einem 5-Familienhaus. Hier ein paar Fotos, wer mehr wissen möchte, kann mich gerne unter wohnung@kochessenz.de anmailen.

Mit Essen spielt man nicht

Wieso darf man mit Essen eigentlich nicht spielen? Die Ermahnungen aus der Kindheit klingen noch heute im Ohr.

Vermutlich war unser Kinderessen einfach nicht gut genug. Zerkocht, geschmacklos, farblos, mit Fondor gedopt, oder gleich aus dem Glas kurz aufgewärmt auf den Teller. Wir wollten es nicht essen, durften aber nicht gehen. So haben wir mit den Gummimöhren Schiffsexpeditionen ins grüne Erbsenmeer unternommen oder gekochte(!) Fleischbällchen im Kohlrabisumpf versenkt. Unsere Eltern konnten nichts dafür, sie begannen ja gerade erst die Verlockungen der entstehenden Food-Industrie kennenzulernen. Frisch, regional und saisonal, wie wir es heute er-leben, war damals eher Ausdruck von Ärmlichkeit.

Also: “Spiele nicht, sondern iss!” als verzweifelter Versuch, dem Kind doch noch ein wenig Nahrung angedeihen zu lassen.

Dabei wird doch überall gespielt, was das Zeug hält. Man schaue sich nur die Möhrenrosetten beim Chinesen an oder die Tellerlandschaften der Sterneköche, nur um einmal zwei Extreme zu nennen. Jede Dekoration ist Spiel, und jedes Spiel mit Essen schafft eine Beziehung zu dem, was wir da anbauen oder beschaffen, verarbeiten und schließlich zu uns nehmen, auf dass es ein Teil von uns werde.

So, dieses theoretische Fundament musste sein, damit ich mir dieses Foto erlauben konnte.
Gestatten: die Leek Lizards!

Leek Lizards

Der Winterlauch aus dem eigenen Garten ist zahlreich gewachsen, aber etwas spärlich. Die Reihen habe ich also heute gelichtet und diese Wurzeln waren einfach zu verlockend ;) Daher wurde es heute etwas später mit dem Essen, weil die Stars erst noch abgelichtet werden wollten. Was es gab? Das folgt dann morgen im nächsten Post…

P.S.: Während des Shootings sind alle Pflanzen durch einen Trainer betreut gewesen und niemand ist vorsätzlich zu Schaden gekommen. Alles Bespielte wanderte hinterher in den Kochtopf :)

Ein gutes neues Jahr 2013…

…wünsche ich allen! Leicht verspätet, nach einer erhebenden und belebenden Silvesterreise, von der auch dieser Kürbis mit zurück gekommen ist.

Froher Kürbis

Bei mir wird es dieses Jahr wieder mehr Wildkräuterrezepte geben, die sind im letzten Jahr aufgrund Umzug und Dauerbaustellen etwas kurz gekommen. Außerdem werde ich an mindestens einer Veranstaltung von Florian Siepert teilnehmen – und mal sehen, was sonst noch so passiert! Ich bin gespannt.

Ein bitterer Sieg :)

Gestern war also nun die Ausstrahlung der Björn-Freitag-Sendung, über die ich schon hier und hier berichtet habe. Für einen Blogger ist es ja ausgesprochen schwierig, interessante Themen zurückzuhalten. Wir durften erst nach Ausstrahlung der Sendung zu den Inhalten etwas sagen, so dass ich jetzt erst schreiben kann “GEWONNEN!” Ich habe von den drei Kandidaten das beste Gericht gekocht, was mich natürlich sehr freut. Ihr könnt die Sendung hier beim WDR abrufen.

Das Gewinnergericht

Warum bitter? Als wir die Zutaten präsentiert bekamen, waren alle erstmal etwas konsterniert. Chicoree, Wildbratwurst und verschiedene Kartoffeln – besonders die lila Vitelotte verfolgt mich, mit ihr musste ich auch schon bei Steffen Henssler kochen… “Was soll man denn daraus kochen?” stand allen ins Gesicht geschrieben. Chicoree geht ja, den esse ich gerne überbacken, das war gleich klar, und aus Kartoffeln kann man ein gutes Püree machen. Aber wo bringe ich diese Wildbratwurst unter? Zumal das feine Brät nicht unbedingt mein persönlicher Favorit ist! Ich hatte sie erst für die Kruste beim Chicoree vorgesehen, aber später beim Einkaufen kam die Erleuchtung. Irgendjemand aus der Crew redete von Kohlrouladen und -klick- war die Radiccio-Roulade da. Jetzt also dreimal bitter – Chicoree, Rucola und Radicchio. Letzerer übrigens natürlich kein Kohl, wie ich in der Sendung behaupte, sondern wie der Chicoree eine Zichorien-Art). Und dass ich dann im Kölner Karstadt auch noch recht ordentliche Steinpilze entdeckte, machte das Rezept noch einmal besser. Es ist auf der WDR-Seite gut beschrieben, so dass ich es hier nicht nochmal aufführe.

Zum Glück war der Dreh der Kochaktion erst am zweiten Tag, auch wenn es in der Sendung so aussieht, als ob es direkt danach losgeht. So hatte ich noch Gelegenheit, den Ablauf gedanklich durchzuspielen und ein paar Details wie den Pilzfond dazuzuplanen. Die Brennnesseln hatte ich selber mitgebracht, weil ich sie auf jeden Fall unterbringen wollte. Zum Püree passten sie dann ja sehr gut ;)

Eigentlich sollten noch ein paar gebratene Pilzwürfelchen unter den Rucola, die hab ich dann am Ende vergessen. Und der Fond war leider noch zu dünn – geschmeckt hat er aber schon. Ich fand auch die Radicchio-Röllchen ganz gut, aber anscheinend ist das nicht jedermanns Fall. Björn Freitag fand sie jedenfalls viel zu bitter.

Insgesamt ist alles gut gelaufen, es gab keine Hektik oder größere Pannen und alle haben gut zusammen gearbeitet. So macht Kochen Spaß – und wenn man dann noch gewinnt, ist der Tag perfekt :) Ich komme gerne wieder!

Kochen mit dem Chef

Der Sonntag bei Freitag

Mein Kochtag mit Björn Freitag ist zu Ende. Wir haben den ganzen Tag gedreht, ohne dass es uns lang wurde. Morgens bei der Ankunft wurden wir schon mit Kaffee und Brötchen begrüßt, dann ging es zur Maske und dann durften wir endlich kochen. 3 Gerichte mit ähnlichen Zutaten. Ich durfte als letzter kochen, was mir sehr recht war.

Bevor es losging

Im Gegensatz zu anderen Sendungen helfen hier die jeweils anderen Kandidaten bei der Zubereitung mit, was die ganze Veranstaltung bunter macht. Teilweise ging es ein bisschen chaotisch zu in der Mischung aus Küche, Lebensmitteln, Kamera- und Tonleuten und der Redaktion, die uns vom Nebenraum aus Regieanweisungen zurief. Zu guter Letzt hatten wir dann aber gegen 18 Uhr alles “im Kasten”. Eine müde Crew und 4 satte Köche (wir mussten ja auch alles testessen :) ) konnten ihr Tageswerk beenden.

Am Freitag, 14.12. um 18:20 Uhr wird die Sendung nun im WDR-Fernsehen ausgestrahlt. Bis dahin muss ich leider Stillschweigen bewahren über die Zutaten, unsere Gerichte und wer letztlich gewonnen hat.

Mir hat die persönliche Atmosphäre (die “servicezeit-Küche ist in einer Privatwohnung) und das aufmerksame und nette Team sehr gut gefallen. Vielen Dank nochmal an alle in Köln!

Diverse Leuchtkörper

Kochen mit Björn Freitag

Nachdem die Anfragen aus Hollywood nach meinem letzten Fernsehauftritt ausgeblieben sind, versuche ich es nun erneut – diesmal beim WDR in einer Kochshow mit Sterne- und Schalkekoch Björn Freitag. Dieses Wochenende ist der Drehtermin! 3 Kandidaten treten an, aus 3 vorgegebenen Zutaten ein Gericht zu zaubern. Zukaufen ist erlaubt, und so steht allen offen, wie sie ihre Fantasie spielen lassen…

TV Dreh mit Björn Freitag

Es ist mehr ein Mit- als ein Gegeneinander, die Kandidaten helfen sich gegenseitig bei der Zubereitung und Björn Freitag drängelt sich nicht unangenehm in der Vordergrund wie so manche Kochprominenz. Die Stimmung ist gut, das Team ist klasse. Heute war der Kreativ- und Einkaufstag, morgen wird gekocht!

Ich bin gespannt, kann aber an dieser Stelle natürlich noch keine Details verraten. Stay tuned!

Kommentieren erlaubt

Tja wie das so ist mit den automatischen Software-Updates…. WordPress hat mir mit einer der letzten Versionen leider die Kommentarfunktion zerschossen – nun sollte es wieder gehen.

Wer also noch seine Superbrühe loswerden möchte – nur zu ;)

Deutschland sucht die Superbrühe…

Lieber Leser,

verbringst Du auch Stunden vor dem Fernseher, am liebsten bei Kochrennen oder Castingshows? Fieberst Du mit den Kandidaten bei Jauch & Co, ob sie alles richtig machen, in der stillen Überzeugung, Du könntest das viel besser machen?

Jus

Hast Du andererseits geheime Kenntnisse, die es Dir ermöglichen eine “Gemüsebrühe zum Niederknieen” zuzubereiten, wie Henssler es formulieren würde? Nicht so eine labbrige fade Suppengemüsebrühe, die immer so ein bisschen seifig schmeckt! Nein, es muss schon eine Aufguss vom Kaliber einer kräftigen Geflügelbrühe sein, beim Essen soll das Glücksgefühl so hochkochen wie bei manchen beim ersten Stück Schokolade des Tages – oder der ersten Tasse Kaffee ( mit Betonung auf “ee” ;) )!

Dann bewirb Dich bei diesem Wettbewerb unter Angabe Deines Geheimrezepts! Die Jury ist hochkompetent besetzt: Mir soll die Brühe schmecken! Daher werde ich sehr subjektiv die Rezepte betrachten und probieren, auf dass die Beste hervortreten möge.

Der Lohn? Mein ewiger Dank und die lobende Erwähnung Deiner Könnerschaft in diesem Blog :)

Los geht’s!

Zitronengurke

Dieses Jahr konnten wir wie schon berichtet die Freuden der ersten eigenen Gartensaison genießen. Neben viel Schufterei natürlich vor allem in Form von Früchten und Gemüse. Eine späte Kürbisernte brachte auch diese faustgroßen, gelb-orange-farbigen Kugeln mit eher harter Schale ins Haus. Sie lagen dann noch einige Zeit im Kühlschrank, um dann zu Suppe verarbeitet zu werden.

Zitronengurke

Beim ersten Anschnitt kam jedoch Erstaunliches zutage. Kein festes Kürbisfleisch wie erwartet, sondern eine weißliche, runde Gurke. Sehr saftig, im Geschmack noch frischer als eine klassische Salatgurke. Beachtlich! Diese Varietät habe ich zuvor noch nicht gekannt. Leider hatten wir uns so auf “Kürbis” geeinigt, dass die Früchte zu lange gelagert hatten. Nur noch einige wenige konnten überhaupt noch genutzt werden. Im nächsten Jahr werden wir sie eher ernten und dann wohl auch mit Schale genießen können…