Schwedenwochen

Kein Umzug, keine Renovierung ohne einen Besuch im blau-gelben Möbelhaus! Wie schon berichtet, hat auch unsere Küche viel damit zu tun.

Aber nicht deswegen feiern wir die Schwedenwochen, sondern weil unser Buchprojekt endlich seinen würdigen Abschluss gefunden hat! Seit ein paar Tagen halten wir die ersten Exemplare in der Hand. Und da ich nicht der Autor, sondern nur technischer Projektleiter bin, ist es auch kein Kochbuch geworden, sondern -na? richtig!- ein Reisebuch, das Schweden zum Thema hat. Andrea erzählt von ihren Abenteuern als familienradwandernde Mutter in einem der nassesten Sommer der letzten zig Jahre – naja, abgesehen von diesem…

Das muss gefeiert werden. Aber wie? Abgesehen von der kulinarischen Tubenwelt, für die die Schweden ein großes Faible haben, gibt es wenige klar herausragende schwedische Gerichte. Neben den klassischen Fischvariationen finden sich zwei immer wieder, die es in dieser Woche in verschiedenen Varianten gab: Fleisch “à la Lindström” und natürlich die schon oft verbloggten Hasselback-Kartoffeln. Letzteres findet man wie alles Klassiker historisch gut erklärt in der kulinarischen Zeitreise von Petra Foede, so dass ich mir hier das Rezept spare. Ich habe nach der Probekartoffel (Foto) lediglich die Backzeit auf 70 Minuten verlängert und die Temperatur auf 180° verringert. Kommt wohl auch auf die Kartoffelsorte an… Varianten gab es mit Brennnesselfrüchten statt Petersilie und mit Parmesan. Die Kinder liebten sie, sogar die Pelle ging unbeanstandet durch!

Hasselback

das “Biff” wie die gemeine Bulette auf schwedisch charmant heißt (wer erinnert sich noch an den Brocken in “Zurück in die Zukunft? Passt!), wird besonders durch beigemischte rote Bete und Kapern (zumindest in meiner Portion). Das Fleisch färbt sich schön rosa, kein Farbfehler auf dem Foto! auch gebraten bleiben die Klopse innen noch so. Ich bereite sie bis auf die ungewöhnlichen Zugaben so zu wie normale Fleischbällchen.

rosa Biff

500 g Rinderhack
3 Eigelb
Pfeffer
Salz
1 kleine Zwiebel
150 g rote Bete, klein gewürfelt
25 g Kapern (für die Hälfte des Fleischteigs beigemengt), klein geschnitten

dan wie immer alles vermengen und mittelgroße Bällchen rollen. Diese flachdrücken und von beiden Seiten braun braten. Wir essen sie mit Spiegelei und den Hasselbacks.

Die fertige Boulette

Nettes Alltagsessen mit dem Charme, die sonst so ungeliebte rote Bete in Kindermünder zu bekommen. Ansonsten stellt sich wieder einmal die Erkenntnis ein, dass Schweden touristisch mehr zu bieten hat als kulinarisch. Zum Feiern werden wir dann doch lieber noch mal was anderes versuchen ;)

Das neue Kochfeld

Wie zuletzt angedeutet, ist mein geliebtes Kochfeld DTI308 von DeDietrich einem jähen Hitzetod erlegen – und das auch noch durch eigenes Verschulden… (ok, ich könnte mich damit rausreden, dass ich kein französisch kann, aber der Comic ist eindeutig – ich hatte vorne die mittlere Variante und hinten die Schotten dicht).

DeDietrich

Der erste Gedanke nach dem Infarkt war “Reparatur”, aber DeDietrich ist in Deutschland eigentlich nicht vertreten. Es wäre also kompliziert und/oder teuer und langwierig geworden. Da ich schnell wieder kochen wollte, habe ich mich auf dem Markt einmal umgeschaut. Das wegen Renovierung eh schon strapazierte Haushaltsbudget sollte dabei nicht über Gebühr belastet werden. Zum Glück gibt es inzwischen auch günstige Induktionsherde – beim Kauf des DeDietrich vor einigen Jahren war das noch nicht so. Gaggenau, Miele, die Top-Modelle von Siemens – alles leider gerade außerhalb der Möglichkeiten. Außerdem haben die meisten Modelle die eine oder andere Eigenschaft, die sie für mich unattraktiv machen – sei es die umständliche Knebelbedienung bei Siemens, die (zumindest für Linkshänder) ungünstige asymmetrische Plattenanordnung oder schlicht die Maße, die nicht zum frisch geschnittenen Loch in der Arbeitsplatte passen.

Schließlich fiel meine Wahl auf AEG (also eigentlich Elektrolux) HK854400. Kein Techie-Overkill (ohne eingebauten Fernseher oder so) und -wichtig!- eine einfache Bedienung der einzelnen Kochfelder. Auch interessant: die Möglichkeit, eine Bodenplatte unterzubauen, damit man noch eine Schublade unter das Kochfeld bekommt.

Das neue Kochfeld

Information vor dem Kauf
Jetzt wird es spannend – bekomme ich die Detailinfos, die ich benötige? Erst einmal kämpfe ich mich auf der AEG-Seite durch die Produktvarianten. XS, XB, IS, IB – mit Rahmen, ohne Rahmen, mit Facette, in Silber – alles da, nur teilweise etwas schlampig gepflegt. Da aber alle Handbücher zum Download bereitstehen, findet sich nach einiger Suche die Info.

Und wie war das jetzt mit der Bodenplatte? AEG listet den genauen Typ dieses Zubehörteils nicht etwa beim Kochfeld, sondern nur im Gesamtprospekt – und dann auch noch den falschen. Das habe ich erst herausgefunden, nachdem ich mit dem Händler, bei dem ich letztendlich gekauft habe, mehrfach nachgefragt habe, warum er für den 80cm-Herd die 70cm-Bodenplatte anbietet. Die Auskunft war, dass es ein AEG-Fehler ist und dass das Kochfeld von unten schmaler ist.

Die nächste Hürde – welchen Stromanschluss hat das Kochfeld? bei AEG steht 220-240 V, 7200 W. Unwahrscheinlich, aber bestätigt sowohl durch den Händler (sofort) als auch durch den AEG-Support (nach 3 Tagen). Eine andere Seite listet das Feld auch mit 2 Phasen 400V. Die brauche ich auch. Ich lasse es darauf ankommen und bestelle es. Vorsichtshalber buche ich den Elektriker schon mal für einen möglichen Leitungsumbau.

Installation
Das Paket kommt nach einigen Tagen, alles drin. Das Feld passt in den Ausschnitt der Arbeitsplatte (puh!), der Stromanschluss stimmt auch. Die Bodenplatte passt und lässt sich mithilfe der beiliegenden Anleitung mit winzigen Bildern und einer Leselupe auch fachgerecht montieren. Alles gut. Und siehe da – das Feld kommt mit einem 400v Anschluss. Man kann es auf 240V umrüsten, aber so passt es genau. Der Umbau wird wieder storniert.

Nutzung
Die Sensorfelder für die Bedienung sind ok. Mir war wichtig, dass man jede Platte unmittelbar steuern kann, ohne vorherige “Kanalauswahl” oder ähnliches. Die Scroll-Leiste ist ein bisschen eng zusammen, eine exakte Anwahl eines Werts ist (zumindest mit meinen Fingern) etwas knifflig, wohl aber auch meistens nicht notwendig. Die Features sind ok, praktisch ist “Stop-and-Go”. Ein Druck schaltet alles auf kleinste Stufe, ein erneuter Druck wieder auf die vorherige Einstellung. So kann man auch mal schnell zwischendurch ans Telefon o.ä. Etwas gespart wurde beim Timer. Es gibt nur einen Zähler und einen Schalter für alle vier Felder, man muss sich dann etwas mühselig jeweils “durchklicken”. Da hätte auch für jedes Feld ein eigener hingepasst.

“Auf diesem MaxiSense®-Kochfeld können Sie Ihre Töpfe und Pfannen nahezu an jede beliebige Stelle platzieren – es muss nur jeweils eine Kreuzmarkierung bedeckt sein” ließ mich vermuten, dass es sich um eine Werbeaussage handelt, die man nicht zu ernst nehmen muss. So ist es auch. Die einzelnen Kochstellen sind 21cm groß, ab 12,5cm werden Töpfe erkannt. Natürlich kann man den Topf so stellen, dass er nicht konzentrisch zur Platte ist. Dann kocht es eben nur da, wo auch eine Induktionsspule darunter ist. Dieses Feature ist nicht neu, das hatte vor 25 Jahren mein erster WG-Herd mit 4 rostigen Heizplatten auch schon.

Töpfe auf dem Kochfeld

Ich habe meist eine 28cm-Pfanne im Einsatz, dazu ein 16cm-Topf und je nach Gericht einen 20er oder einen 28er Topf (auf dem Bild rot markiert). Leider muss man die größeren Töpfe etwas “quetschen”, damit sie optimal beheizt werden. Die Leistung ist bei Töpfen mit mehr als ca 24 cm Durchmesser nicht mehr gut verteilt, sondern zentriert sich um das Kreuz. Auch rutschen die größeren Töpfe und Pfannen gerne einmal auf die Bedienungsfelder und lösen irgendwelche unerwünschten Aktivitäten aus. Vielleicht durch die Größe bedingt, habe ich das subjektive Gefühl, dass die Heizleistung geringer ist als früher, auch wenn die nominelle Leistung der großen Platten mit der der vorherigen übereinstimmt.

Aber ich gebe zu, dass das alles Jammern auf hohem Niveau ist. Ich gewöhne mich gerade schnell an das neue Feld – nur werde ich ab und zu ein bisschen jammern, dass früher eben doch alles viel besser war ;)

Essen ist fertig!

Schon wieder sind einige Wochen vergangen, die Zeit vergeht im neuen Heim wie im Flug. Und es scheint nie genug Zeit zu sein, all die Dinge weiter zu machen, die an jeder Ecke auf uns warten. Noch keine Gardinen, Fußleisten, Flurteppiche, Kellerregale, Sichtschutzgitter im Garten, Lampen, Sessel,…!

Da vergisst man gerne einmal, was wir schon alles geschafft haben. Seit 10 Tagen ist zumindest die Küche “98% fertig”, und jeder, der schon mal programmiert hat, weiß, was ich meine ;)

Ein großer Schub war der 14.6. Da kamen nicht nur unsere neuen Fenster, sondern auch die letztendlich bei IKEA bestellte, langersehnte Arbeitsplatte. Wird sie passen? Sieht sie gut aus in der neuen Küche? Hätten wir nicht vielleicht doch lieber Holz oder Corian nehmen sollen? Aber ersteres war uns zu empfindlich, letzteres zu teuer. So endeten wir wieder mal im beliebten blau-gelben Möbelhaus und erstanden eine anthrazitfarbene Kunststeinplatte. Also Acryl und Steinmehl, schön angemischt und ordentlich poliert.

Die Unterschränke sind noch rechtzeitig fertig geworden, das Mäuerchen ist sogar schon gespachtelt, geschliffen, grundiert, gestrichen.

Schrank, geplant

Die Hermes-Spediteure ächzen zwei große, zwei mittlere und zwei kleine Pakete in die Wohnung. Nachdem die Solvenz des Kartenbesitzers mehrere Telefonate und ausgefüllte Formulare später geklärt ist, zieht Hermes von dannen und wir in die Küche. Schnell weg mit den alten Pappen, die uns als Arbeitsplattenersatz gedient haben, und Auflegen der neuen Platte(n). Es sind mehrere Stücke, weil die L-Form und das große Spülbecken keinen Zuschnitt aus einem Guss erlauben. Puh! alles passt! Ich habe also richtig gemessen und gerechnet, und auch der heldenhafte IKEA-Software-Bediener hat keinen Bug eingeschleust.

Platte, geplant

Es ist auf einmal etwas vornehmer geworden in unserer bisher eher kruschteligen Fast-Küche ;)

Ein paar Tage gehen ins Land, da passiert das Malheur. Der bisher so treue DeDietrich-Induktionsherd klingt plötzlich wie ein sterbender PC-Lüfter und
nachdem die Sicherung rausgeflogen ist, hat die linke Seite wohl einen Schlaganfall gehabt. Jedenfalls rührt sich da gar nichts mehr… Rechts gehen die beiden Platten zwar noch, aber der Ventilator dröhnt zum Erbarmen. Hab ich da etwa… ein Blick in die Anleitung bringt Gewissheit – Mist, die Lüftungslöcher fehlen! So hat der arme Herd eine Woche im eigenen Saft geschmort, bevor er nun den Geist aufgegeben hat. Was nun? Ein neues Kochfeld muss her, ich will jetzt endlich keine Baustelle mehr in der Küche! Letztendlich haben wir auch das gemeistert. Die Abenteuer mit der neuen Herdbeschaffung sind mir jedoch einen Extraartikel wert, kommt in Kürze.

Danach kam “nur noch die Fußleisten und ein bisschen aufräumen”, was nochmal einen Tag in Anspruch nahm, nun sind wir einsatzbereit!

Die neue Küche

Moment, da fehlen doch noch die Fliesen hinter der Spüle…

Rote Bete, Kokos, Birne, Curry…

Was da so gefährlich auf dem Herd brodelt, ist das Resultat eines Experiments, von dem ich nicht geglaubt habe, dass es funktionieren wird. Wie kam es dazu?

Rote-Bete-Schaum mit Kokos

Ihr glaubt ja gar nicht, auf was für Ideen man kommen kann, wenn es um die Resteverwaltung geht. Im Kühlschrank finden sich

1 kleine gekochte rote Bete (ungesalzen)
1/2 kleine Büchse Kokosmilch
1 Flasche Birnensaft

hmm das könnte doch ein Cocktail werden? In guter Erinnerung an den Apfel-Rote-Bete-Saft gar nicht so unwahrscheinlich. Also schnell die Rote Bete klein geschnipselt, die Kokosmilch dazugegeben und etwa genau so viel Birnensaft dazu. Zauberstab reinhalten und… eine rot-weiße, bröselige Pampe schaut mich lauernd an. Die festen Bestandteile der Kokosmilch lassen sich so nicht zerschreddern und auch die rote Bete ist nicht so flüssig geworden wie sie sollte.

Also nix Cocktail. Das Gebräu entgeht dem Ausguss, weil die geschmackliche Grundnote ganz ok ist. Also erhitzen. Dann wäre es allerdings eher Suppe? Also noch ein bisschen Gemüsebrühe dazu, ordentlich Salz, und noch ein wenig gelbes Thaicurry, was ebenfalls noch im Kühlschrank auf seine Erlösung wartet.

Beim Aufkochen verschwinden die weißen Bröckchen und wandeln sich zu einem hellen Schaum. Ich widerstehe der Versuchung, die Kreation “Curry-Capuccino von der Roten Bete” zu nennen und schlürfe den Kaffeepott voll der rosafarbenen sämigen Flüssigkeit mit Genuss. Experiment gelungen ;) Beizeiten wird das mal eine richtige Suppe…

Gebratene Semmelknödel mit Estragon-Champignons

Es muss mal wieder schnell gehen – nach einem Renovierungswochende (ja, immer noch!) ist es spät geworden und es gibt Resteverwertung.

Gebratene Semmelknödel mit Estragon-Champignons

Im Kühlschrank lagern noch ein paar gekochte Semmelknödel und ein paar Pilze. Alles wird in Scheiben geschnitten, und in ordentlich Fett in der Pfanne gebraten. Zu den Champignons kommt etwas Estragon, sonst nur Pfeffer und Salz.

Während die Knödelscheiben knusprig werden und die Pilze gar, hole ich schnell im Garten etwas Pflücksalat und ein paar Radieschen. Letztere werden schnell gehobelt und mit einer Feigensenf-Olivenöl-Vinaigrette versehen. Der Salat ist schon gut gewachsen, die Blätter sind groß und mir zu schade zum Zerstückeln. So landen sie dekorativ auf dem Teller. Die Knödel bestreiche ich jeweils mit ein wenig Frischkäse und gebe je einen Teelöffel Champignons darauf.

Schnell und Lecker!

Und nur noch 5 Tage bis zur Arbeitsplatte :)

Japanischer Knöterich mit Lammbratwurst

Heute kommt ein Exot ins Essen, der eigentlich inzwischen heimischer ist als der Inhalt von sagen wir einer Guacamole. Die Rede ist vom japanischen Knöterich, den viele im Verein mit indischem Springkraut (auch essbar) und Riesenbärenklau (giftig) als invasive Bedrohung durch das östliche Pflanzenreich ansehen. Es wächst zurzeit viel in feuchten Waldstücken, besonders gerne an Gräben. Da hilft doch Schere und Plastiktüte sehr beim wochenendlichen Spaziergang.

Ich sammle also vielleicht 20-30 der Sprossen der Pflanze, etwa 15-20 cm von der Spitze aus. Die obersten zwei bis drei Blätter kommen mit, sie können wie die hohlen Stängel sowohl roh als auch verarbeitet gegessen werden. Der Geschmack des rohen Krauts ist leicht säuerlich – Oxalsäure – und liegt irgendwo zwischen Rhabarber und Mangold. Interessant. Das Gewächs lässt sich gut verarbeiten. Nur kurz blanchiert, schon einsatzbereit. Ein Versuch, das Kraut als Gemüse in Curry-Sahne anzurichten, ist schon mal ganz gut, es sieht aber nicht so attraktiv aus. Daher mische ich beim richtigen Gericht die Blätter unter Kartoffelpüree.

Japanischer Knöterich mit Kartoffelpüree

Das stelle ich aus ein paar mehlig kochenden Kartoffeln her. Während die kochen, nehme ich eine kleine Knolle jungen Knoblauch und sautiere die Zehen in gutem Olivenöl auf kleinster Stufe. Am Ende kommen sie mit in die Pfanne und werden kurz in Agavendicksaft weitergeschmort.

Der Knöterich wird bis auf die jungen, noch gerollten Blätter an der Spitze entblättert. Die größeren Blätter blanchiere ich kurz, ebenso die unteren Stängel – so, dass die Stängel als Bündel ins heiße Wasser tauchen und die Blätter an der Spitze noch frisch bleiben. Die Stängel färben sich hell. Ich lege sie kurz beiseite. Jetzt 6 Lammbratwürstchen in die Pfanne, sie brauchen vielleicht 10 Minuten zum Braten. Währenddessen pelle ich die Kartoffeln und zerstampfe sie zu Püree. die blanchierten, kleingeschnittenen Knöterichblätter kommen dazu, ebenso ein gutes Stück Butter und ordentlich Fleur de Sel.

Nun ist alles fast fertig – die blanchierten Stängel lege ich mit dem unteren Ende kurz mit in die Pfanne, dann richte ich alles zusammen mit ein paar Blättern Rucola auf den Tellern an.

Ein leckeres Essen für zwei!

Die Küchenarbeiten schreiten voran, funktional ist fast alles da – nur die Arbeitsplatte fehlt noch. Aber zumindest kann ich wieder kochen – die Fotos kommen noch aus dem Handy, da die richtige Kamera noch im Umzugsrestgut weilt.

Die Baustelle schreitet voran

Abluftentsorgung

Die neue Küche nimmt Gestalt an… nach einiger Planerei entscheiden wir, dass die Küchenzeile nicht flach an der Wand stehen soll, sondern der Herd soll in den Raum hinein. Dazu bedarf es einer Insel-Dunstabzugshaube. Die soll hoch gehängt werden, damit ich nicht von den Ecken die üblichen Beulen am Kopf bekomme. Mein Kochfeld ist 80 cm breit, so dass ich mich für eine 120cm-Haube entscheide. Nach einigem Recherchieren lande ich wieder bei der Firma Bosch. Wie geschildert, hatte der Backofen hatte ja so seine Probleme mit der Benutzerschnittstelle, aber bei einer Dunstabzugshaube kommt es ja eher auf die inneren Werte an. Das Modell 80DIB12T151 bietet was ich brauche und kostet ein Drittel weniger als das baugleiche Siemensmodell (ok, da sind LEDs drin statt Halogen, für mich kein Killerfeature).

Die neue Haube, noch vor der feierlichen Enthüllung

Mit einigen Mühen hieve ich das spontan “Monstrum” getaufte Gerät an die zuvor angebrachte Aufhängung in die höchste Stufe. Wanddurchbrüche und Abluftkanal sind schon gebaut, so dass einem ersten Test nichts im Wege steht. Die Geräuschentwicklung -so man sie so nennen kann- ist sensationell. Selbst auf höchster Stufe hört man nur ein Säuseln. Den Abzugseffekt kann ich mangels eingebautem Herd noch nicht testen – ich werde berichten. Und dann gibts auch ein Foto ohne Baustellenambiente ;)

Abluftkanal

Aussortiert

Ein Umzug steht an. Wie schön, vorher noch die Regale auszulichten!

Daher fliegt heute der Anteil der Kochbücher raus, die für mich nicht mehr relevant sind. Nicht unbedingt schlecht, aber einfach rausgewachsen, fehlgekauft oder durch andere Lieblingsbücher überrundet….

Kochbücher

Ich gebe sie nun ab, nur im Gesamtpaket. Vielleicht findet sich hier jemand, der Interesse daran hat? Dazu starte ich jetzt mal eine kleine Auktion. Wer sie haben möchte, antwortet hier im Blog mit einem Betrag, den er/sie für eine gemeinnützige Organisation spenden möchte. Der Meistbietende gewinnt und erhält ein Buchpaket (oder auch zwei) nach Zusendung einer Kopie der Spendenquittung und des Portos (ca 12 EUR).

Die Bücher sind in ordentlichem Zustand. Sicher gibts ein paar wenige Kochspuren, aber bei den heftigeren Aktivitäten hab ich immer Kopien gemacht ;)

Na, wie wärs? Die Aktion endet am 25.2. 24:00 Uhr

Amuse Gueule: Die Explosion ultimativen Genusses
Backen. Die große Schule
Das große Buch vom Fisch
Desserts für jeden Tag, für Feste und Gäste. Fruchtiges, Zartes, Cremiges, Üppiges, Warmes und Eisiges
Die echte deutsche Küche: Kochen & Verwöhnen
Die echte italienische Küche
Die Japan Küche. Traditionell und neu komponiert
Dr.Oetker Schul-Kochbuch elektrisch. Bearbeitet von der Versuchsküche der Firma Dr.August Oetker Nährmittelfabrik Bielef
Dumonts kleines Gewürzlexikon: Herkunft, Geschmack, Verwendung, Rezepte
Dumonts kleines Kräuterlexikon: Anbau, Küche, Kosmetik, Gesundheit
Favourite SCOTTISH Recipes: Traditional Caledonian Fare
Fisch und Meeresfrüchte. Vielfalt ohne Grenzen.
Italienische Küche
Kaiserliche Mehlspeisen. Die besten Backrezepte aus dem privaten Kochbuch der österreichischen Kaiserfamilie
Kochen ist wie Sex
Kochen mit Kräutern und Gewürzen. essen und trinken
Lehrbuch der Küche
Natürlich Suppe. Aufregend köstlich
Pasta!
Rezeptbuch der Küche. 789 Rezepte aus der Praxis
Schweden deckt den Weihnachtstisch
Tapas
Geständnisse eines Küchenchefs
Klevers Kompass – Kalorien & Fette
Das GU Wein-ABC
Kochen ist Krieg!
Ernährung nach dem Stoffwechseltyp
Das goldene Kochbuch (kriegt man in Münster, wenn man heiratet – ehrlich!)
Schneidetechniken der Küchenprofis
Jacques Küchenkochbuch – die mediterrane Sommerküche
Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Hannover, Braunschweig und Umgebung
Die große Weinenzyklopädie

Details zu den Büchern findet Ihr hier in der Kategorie “Aussortiert”: http://www.librarything.de/catalog/kochessenz
Es gäbe noch mehr, aber die kommen dann beim Wiedereinräumaussortieren dran ;)

Ananas mit Minzzucker

Beim Blättern in alten Kochbüchern stolpere ich über dieses “Rezept” von Jamie Oliver. Es geht ganz schnell – die Ananas putzen und in dünne Streifen schneiden. Einige Blätter Minze im Mörser mit ca 2 EL Zucker zermörsern, bis dieser grün ist. Durch ein grobes Sieb über die Ananans verteilen. Sehr aromatisch!

Ananas mit Minzzucker

Überbackene Schwarzwurzel mit Räucherlachs

Schnelle Winterküche: ich schäle einige Stangen Schwarzwurzel unter Wasser, so verfärbt sich das Gemüse nicht so schnell. Dann koche ich die Stangen in etwas Gemüsebrühe in zwanzig Minuten weich. Parallel dazu kochen 4-5 Pellkartoffeln. Beides ist etwa zeitgleich gar. Die Stangen kommen mit einer Handvoll geriebenen Parmesan und ein paar Frühlingszwiebelringen unter den Grill, während ich die Kartoffeln stampfe und mit ordentlich Butter und Muskatnuss würze. Dazu ein paar Scheiben Räucherlachs und wenig Postelein, mit einer schnellen Vinaigrette.

Überbackene Schwarzwurzeln mit Räucherlachs