Korinthe

Zwölf-Gemüse-Tagine mit Couscous und unnötigem Lammkotelett

Langsam lichten sich die Reihen im Wintergemüse… Das heutige Gericht trägt dazu bei und ist inspiriert von einem Rezept aus “Vegetarisch kochen für Gäste” von Celia Brooks Brown, einem Buch, das es einfach macht, auch größere Parties fleischlos glücklich zu machen. Wenn da nur nicht diese Lammkoteletts mich so angelacht hätten….

Zwölf-Gemüse-Tagine mit Couscous und Lammkotelett

Ich nehme

ca 400g Schmorgemüse (bei mir waren es Brokkoli, Fenchel, Lauch, Möhre, Paprika, Pastinake, Sellerie, Topinambur, Zucchini, Zwiebel)
1 TL Fenchelsaat
1 TL Kumin in ganzen Körnern
ein Schuss Olivenöl.

Gemüsesammlung....

...fertig zum Schmoren

Das Gemüse putze ich und schneide es in grobe Stücke. Dann kommt alles in eine Auflaufform und gart im vorgeheizten Ofen bei 220° ca 40 Minuten vor sich hin (ab und zu umrühren. Die Topinambur-Stücke entnehme ich nach einer Weile, da sie doch ziemlich hart bleiben, und gebe sie mit in die folgende Sauce).

2 Knoblauchzehen, kleingehackt
2 Tomaten, geschält und in Stücken
100g Kichererbsen (aus dem Glas, weil ich wie immer die getrockneten gestern NICHT eingeweicht habe)
3 Trockenfeigen, in Stücken
6 Trockenaprikosen, in Stücken
Saft und Schale von einer Blutorange
150 ml Rotwein
etwas Gemüsesaft
Salz
eine kleine Zimstange
etwas Olivenöl

Knoblauch und Gemüse wird kurz angeschwitzt, dann kommen die flüssigen Zutaten hinzu und das Gemisch kocht in 30 Minuten dicklich ein. Den Gemüsesaft hab ich erst hinterher hinzugefügt, weil mir das Gericht zu trocken vorkam.

Die Sauce

10 Minuten vor dem Ende der Gemüsegarzeit setzt ich

2 kleine Lammkoteletts (à 100g)

in der Pfanne auf und brate sie erst heiß an, dann bei geringer Hitze weiter. Gegen Ende würze ich mit Pfeffer, Salz, Oregano, Thymian.

Zeitgleich kommen

80g Couscous
1 EL Korinthen
Saft und Schale von 1/2 Zitrone
etwas Safran
etwas Salz
2 EL Kürbiskerne

in 160 ml kochendes Wasser. Den Topf nehme ich gleich von der Platte. Es reicht, wenn der Couscous 10 MInuten vor sich hin quellt.

Nun ist alles zeitgleich fertig und kann auf vorgewärmten Tellern angerichtet werden. Das Gemüsegemisch harmoniert hervorragend mit den fruchtigen Tönen der Zitrus- und der Trockenfrüchte und die Fenchelsaat gibt noch einmal richtige Aromaspitzen dazu.

Die Lammkotelett waren auch gut, aber gebraucht hätten wir sie nicht bei dieser Geschmacksvielfalt. Naja, so klein wie sie waren, bleibt es fast beim vegetarischen Gericht ;)

Elterlicher Christstollen

Geschafft! Die familiäre Adventstournee ist abgeschlossen und wir machen es uns bei Schneetreiben zuhause gemütlich. Und nun erfolgt auch der Anschnitt des Stollens, den wir traditionell von meinen Eltern bekommen.

Christstollen

Sie backen ihn seit ich denken kann nach diesem Rezept (aus dem WDR-Hörfunk vom 18.12.1951):

750g Mehl
60g Hefe
knapp 250ml Milch
2 Eier
250g Butter (bei uns: Margarine)
100g Zucker
1 Messerspitze Zimt
1/2 TL Salz
1TL abgeriebene Zitronenschale
50g Zitronat
400g Rosinen
125g Korinthen
100g süße Mandeln, gehackt
15g bittere Mandeln, gehackt
1 Schuss Rum
100g geklärte Butter zum Bestreichen
50g Puderzucker

Von Mehl, Hefe, Milch, Zucker, Butter, Eiern macht man einen Hefeteig. Dem fügt man nacheinander die bemehlten Rosinen, Korinthen, das Zitronat und die Mandeln hinzu. Der Teig muss gehen, dann rollt man ihn dick aus und schlägt ihn ein. Ehe man den Kuchen einschiebt, muss der Ofen gut vorgewärmt sein, damit sich schnell eine Kruste bildet und der Kuchen nicht auseinanderläuft (180°, ca. 1-1,5 Stunden, auf die Bräunung achten).
Nach dem Backen bestreicht man den Stollen mit der zerlassenen Butter und streut Puderzucker darüber. Dann lagert man den Stollen in Pergamentpapier und Aluminiumfolie eingepackt für ungefähr 3 Wochen.