Puderzucker

Lasagne mit Lachsforelle und Wokgemüse

Schuhbeck nennt diese Lasagne “offene Lasagne”. Damit meint er, dass sie nach dem Zusammenbau nicht mehr überbacken, sondern gleich verzehrt wird. Das klingt ungewohnt, aber schmeckt sehr gut. Und auch hier fehlt das Bild im Kochbuch, also nachkochen!

Lasagne mit Lachsforelle und Wokgemüse

Zunächst putze ich die Lachsforellenfilets. Sie haben (gehäutet) je 100g, ich entferne die vielen kleinen Gräten und schneide die fettigen Bauchlappen ab. Bis zur Verarbeitung stelle ich sie kühl.

Dann erstelle ich den Pastateig aus

70 g Mehl
45 g Hartweizengrieß
etwas Salz

und lasse ihn verknetet für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Jetzt kann ich das Gemüse putzen. Ich erstelle einen kleinen Julienne-Berg aus

60 g Möhre
60 g Lauch
60 g Sellerie

Nun karamelisiere ich

1 TL Puderzucker

in der Pfanne und dünste das Gemüse darin. Nun ablöschen mit

1 EL Portwein
2 EL helle Sojasauce
etwas Wasser (ca 4-5 EL)

Jetzt dünstet das Gemüse schön vor sich hin. Das Nudelwasser mache ich nun heiß, und der Fisch kommt auf 2 gefetteten Tellern bei 80° auf die mittlere Schiene des Backofens. Dort bleibt er gut 1520 Minuten. Das Gemüse braucht noch zur Vervollständigung

1 EL gerösteten hellen Sesam
ein Schuss Sahne
1 fein geriebene Knoblauchzehe
1 gleichgroßes fein geriebenes Stück Ingwer
etwas Zitronenschale
1 TL dunkles Sesamöl

und bleibt auf kleiner Hitze auf dem Herd, bis ich die Lasagne montiere. Nebenher erstelle ich aus

2 EL Butter

braune Butter. Jetzt knete ich

1 Handvoll Kräuter (Dill, glatte Petersilie)

in den Pastateig und rolle ihn aus (Stufe 7/9). die Teigplatten werden ca. 10*10 qm²cm² geschnitten und kochen im Nudelwasser 2-3 Minuten gar. Ich mache immer nur 2 Platten gleichzeitig. Wenn sie fertig sind, bepinsele ich sie mit etwas brauner Butter und ab in den Ofen zum Warmhalten.

Zum Schluss passt alles zusammen: auf die vorgewärmten Teller kommt

1 gebutterte Nudelplatte
Fischfilet (wird auch nochmal mit brauner Butter bestrichen
Gemüse
1 gebutterte Nudelplatte
und obenauf noch ein paar frische Kräuter

Es passt! Der Eindruck, den ich beim Lesen der Schuhbeck-Rezepte schon hatte, bestätigt sich beim Nachkochen. Die Gerichte sind eigentlich einfach, aber sehr “rund” – gut gewürzt, die richtigen Texturen zusammen und insgesamt eine harmonische Kombination. Da bleib ich dran ;)

Und ohne Käse ist die Lasagne auch “Ohne” :)

Blog-Event-LV - Ohne (Einsendeschluss 15. April 2010)

Tarte Tatin mit Chicoree und Birnen

Entstanden beim Weihnachtsdinner 2009: Erster Nachweihnachtstag.

Halt! Der Abschluss war der Lachs vom Ende des Universums doch noch nicht! Zum guten Glück fehlt uns noch ein süßes Ende, was wir hier ebenfalls mit einem alten e&t-Rezept begehen wollen.

Tarte Tatin mit Chicoree und Birnen

Es ist ganz einfach:

2 mittelgroße Birnen, geschält und gesechstelt
2 kleine Chicoree, halbiert und Strunk entfernt

werden in einem Karamel aus

30g Butter
50g Zucker

in einer ofenfesten Pfanne angedünstet. Inzwischen rolle ich

300g Blätterteig

so aus, dass ich eine Scheibe von ca LP-Größe bekomme (das sind 30cm Durchmesser für die jungen Leute). Die Scheibe lege ich auf Chicoree und Birnen in die Pfanne und drücke es schön fest. Dann kommen noch mit einer Gabel ein paar Löcher hinein und ab damit in den vorgeheizten Backofen bei 200° ca. 20 Minuten, bis die Oberseite schön braun ist.

Je nachdem, wie die Pfanne beschichtet ist, kann es etwas trickreich werden, die Tarte anschließend zu stüzen. Bei mir gab es kein Problem, ansonsten sollte man die Pfanne nach dem Backen auf dem Herd nochmal auf die heiße Platte stellen und durch Kreisen der Pfanne das Karamel vom Boden lösen.

Schnell noch ein wenig Puderzucker drauf und fertig ist der raffinierte Nachtisch. Der Chicoree harmoniert sehr gut mit den süßen Birnen und dem Karamel.

Da ich ja nicht ein ganz so Süßer bin, hab ich mir aufs zweite Stück noch eine angebratene Scheibe Schinken gemogelt ;) War auch lecker.

Tarte mit Schinken

und ab morgen ist Diät!

Elterlicher Christstollen

Geschafft! Die familiäre Adventstournee ist abgeschlossen und wir machen es uns bei Schneetreiben zuhause gemütlich. Und nun erfolgt auch der Anschnitt des Stollens, den wir traditionell von meinen Eltern bekommen.

Christstollen

Sie backen ihn seit ich denken kann nach diesem Rezept (aus dem WDR-Hörfunk vom 18.12.1951):

750g Mehl
60g Hefe
knapp 250ml Milch
2 Eier
250g Butter (bei uns: Margarine)
100g Zucker
1 Messerspitze Zimt
1/2 TL Salz
1TL abgeriebene Zitronenschale
50g Zitronat
400g Rosinen
125g Korinthen
100g süße Mandeln, gehackt
15g bittere Mandeln, gehackt
1 Schuss Rum
100g geklärte Butter zum Bestreichen
50g Puderzucker

Von Mehl, Hefe, Milch, Zucker, Butter, Eiern macht man einen Hefeteig. Dem fügt man nacheinander die bemehlten Rosinen, Korinthen, das Zitronat und die Mandeln hinzu. Der Teig muss gehen, dann rollt man ihn dick aus und schlägt ihn ein. Ehe man den Kuchen einschiebt, muss der Ofen gut vorgewärmt sein, damit sich schnell eine Kruste bildet und der Kuchen nicht auseinanderläuft (180°, ca. 1-1,5 Stunden, auf die Bräunung achten).
Nach dem Backen bestreicht man den Stollen mit der zerlassenen Butter und streut Puderzucker darüber. Dann lagert man den Stollen in Pergamentpapier und Aluminiumfolie eingepackt für ungefähr 3 Wochen.

Pfeffernüsse

Entstanden beim Weihnachtskeksevent 2009.

Auch die Pfeffernüsse sind ein Favorit der ersten Stunde. Sie entstehen aus einem einfachen Honigteig.

Pfeffernüsse

50g Orangeat, fein gehackt
50g Zitronat, fein gehackt
500g Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Zimt
1 TL Nelken, gemörsert
1 TL Ingwer, frisch und gerieben
1 TL weißer Pfeffer, gemörsert
2TL abgeriebene Zitronenschale
1 Prise Salz

mischen wir trocken. Dann rühren wir Honiggrundteig mit

180g weicher Butter
100g flüssigem Honig
200g Zucker
1 Ei

schaumig. Nun kommt alles zusammen und wir teilen den Teig in 4 gleich große Stücke. Jedes Stück rollen wir zu einer 40cm langen und ca 3 cm im Durchmesser messenden Rolle aus und kühlen diese Rollen für 1 Stunde im Kühlschrank.

Dann schneiden wir jede Rolle in 24 Scheiben, die dann knapp 2cm dick sind. Damit die Pfeffernüsse eine abgerundete Oberfläche bekommen, “stempeln” wir sie kurz mit einem Eierbecher. Das geht schnell und man muss nicht jeden Keks noch einmal in die Hand nehmen.

Nun kommen sie auf einem mit Backpapier belegten Blech in den Ofen und backen dort bei 180° 20 Minuten.
Zum Glasieren mischen wir

2 EL Zitronensaft
125g Puderzucker

und lösen für die rote Variante die Farbe aus einem kleinen Stück frischer roter Bete, indem wir das Stück etwas in Zitronensaft ausbluten lassen.

Ein echter Klassiker!

Der Teig
Teigrollen

Ingwerwürfel

Entstanden beim Weihnachtskeksevent 2009.

Die Ingwerwürfel entstehen nach einem Rezept aus der e&t von 2007. Sie sind ein bisschen aufwändig in der Herstellung, die Mühe wird aber mit einem “satten” Geschmack belohnt. Sie schmecken am besten nach 2-3 Wochen.

Ingwerwürfel

Für 100 Stück Ingwerwürfel benötigen wir

500g Mehl
350g kalte Butter
120g Puderzucker
150g gemahlene Haselnüsse
175g kandierter Ingwer
25g frischer Ingwer

Den Ingwer schneiden wir in kleine Würfel von 2mm Kantenlänge. Das geht am besten, indem man die Stangen längs in 3 Scheiben schneidet und dann um 90° versetzt noch einmal drittelt. Die so entstandenen dünnen Stäbchen kann man dann in die benötigten Würfelchen schneiden.

2 EL Ingwerwürfel bleiben für die Dekoration zurück, der Rest wandert mit Mehl, Nüssen, Puderzucker und Butter in die Rührschüssel. Am besten knetet sich der Teig mit den Händen. Man muss sich beeilen wie bei jedem Mürbeteig. Aud dem Teig formen wir eine 20*20cm-Platte, die für 1 Stunde in den Kühlschrank kommt. Dann schneiden wir sie in 100 Würfel, die nochmals 30 Minuten kühlen und dann im Ofen gebacken werden. Bei 180° bekommen sie gerade einen leichten braunen Fuß.

Nun tunken wir die Würfel mit der Unterseite in den Ingwersirup und lassen sie kopfüber ein wenig liegen, damit der Sirup einzieht. Dann bereiten wir aus

150g Puderzucker
1 Limette

einen Zuckerguß zu, mit dem wir die Würfel auf der Oberseite glasieren. Die restlichen Ingwerstückchen dienen als Deko. Fertig und ab in die Kiste!

Kandierter Ingwer
Frischer Ingwer
Butter
Teigplatte
Rohe Würfel
Getränkte Würfel