Rosa Beere

Mit Garnelen gefüllter Fenchel auf Kartoffel-Kräutersaitling-Brunoise

Da bin ich mal wieder – die längere Blogpause ist dem ereignisreichen Arbeitsalltag und den vielen Privatprojekten geschuldet, nicht jedoch der Koch- Ess- und Schreiblust.

Da trifft es sich gut, beim Wiedereinstieg möglichst viele meiner Küchenlieblinge zu vereinen – Fenchel, Garnelen, Knoblauch, Kartoffeln, Pilze,… und mit Käse Überbackenes ist ja auch gerne gesehen, auch wenn man vielleicht Käse und Garnelen nicht gleich in Verbindung bringt. Lasst es Euch sagen – die Kombination ist gut gelungen!

Gefüllter Fenchel mit Brunoise

Ich habe eine große Fenchelknolle erwischt, mehr als Faustgroß und trotzdem außen noch nicht holzig, sondern prall-glänzend, so wie ein frischer Fenchel einfach aussehen muss. Die Knolle befreie ich vom Grün und schneide unten am Strunk ein wenig das Angetrocknete ab, aber so, dass noch alle einzelnen Teile weiterhin zusammenhängen. Das gute Stück kommt nun in Salzwasser und köchelt in knapp 20 Minuten weich, aber nicht labberig.

In der Zeit schneide ich eine mittelgroße Kartoffel (vielleicht 150 g) und eine Handvoll Kräutersaitlinge in feinste Würfelchen, 5 mm Seitenlänge. Dazu kommen noch zwei Frühlingszwiebeln, ebenfalls in kleine Stücke geschnitten. Die Teilchen ruhen erstmal, denn nun ist die Füllung dran.

Ich nehme circa 10 Garnelen ohne Schale und Schwanz (und ein paar zusätzlich zum Naschen… äh, zum Prüfen des Garzustands) und mariniere sie kurz in einer Mischung aus Olivenöl, Knoblauch, zermörserten rosa Beeren, Salz, Cayenne, Pfeffer. Vorher gut abtrocknen! Dann ab damit in die Pfanne und in höchstens 90 Sekunden auf beiden Seiten stark angebraten, innen sollen sie noch gut glasig sein. Die halbierten Knoblauchstücke braten mit, ich stecke sie nachher zur Füllung dazu. Die braucht Platz! Dazu höhle ich den Fenchel vorsichtig aus – nicht ganz einfach, da er außen weicher ist als innen. mit ein paar beherzten Schnitten mit dem Ausbeinmesser gelingt es aber, eine Höhle für die Garnelen zu machen. Hinein damit!

Jetzt noch Käsescheiben schneiden, oder genauer gesagt schmale Streifen, ich nehme Comté. Die schiebe ich zum einen zwischen die Lagen des Fenchels, der Rest wird obenauf gelegt. Dann balanciere ich die Konstruktion in den vorgeheizten Backofen, bei 200° gart in 15-20 Minuten alles gut und der Käse schmilzt. 5 Minuten zum Schluss dann noch übergrillen.

Währenddessen braten die Würfelchen mit etwas fein gehacktem Rosmarin (1 Zweig), erst die Kartoffeln, dann nach einer Weile die Zwiebeln dazu, dann die Pilze. Ordentlich Fett nehmen, damit nichts ansetzt!

Alles wird auf den Punkt fertig. Schnell ein paar Fenchelgrüns zur Deko herrichten, alles auf einen Teller platzieren und fertig ist die leckere Kombination.

Nachmittagsgenuss – Apfel-Bärlauch-Salat

Irgendwas hat mich neulich mal gereizt, ein Stück Apfel in ein Bärlauchblatt zu wickeln und zu verspeisen. Gar nicht mal so schlecht, der knackige süß-saure Apfel und das weiche Blatt mit dem sanften Knoblauchgeschmack… Da kann man was draus machen, dachte ich mir. Nun ist es soweit. Ein kleiner schneller Salat für zwei.

Apfel-Bärlauch-Salat

1 Apfel
50 g Sellerie (muss nicht unbedingt)
8 Bärlauchblätter
2 EL Zitronensaft
etwas Zitronenschale
1 TL rosa Beeren
2 gute TL Mayonnaise ohne Ei, mit grobem Senf

Den Apfel schneide ich in kleine Stücke und gebe ihn sofort in den Zitronensaft. Ebenso den Sellerie, den ich nach dem Schälen fein raspele. 4 Bärlauchblätter schneide ich in feine Streifen, inklusive Stielen. Rote Beeren werden grob gemörsert, die Zitronenschale kommt gerieben dazu und dann die Mayonnaise. Hatte ich die mal erklärt? Kann sein, es ist ganz einfach: 1 Teil Milch (zimmerwarm!) und zwei Teile Olivenöl zusammen mit dem Zauberstab aufmixen, es wird schnell fest. Salzen, 1 TL grober Senf rein, fertig.

Den Salat richte ich auf je 2 Blättern pro Portion an, die die Wagemutigeren mit dem Salat mitessen.

Spaghetti mit Haselnusspesto und Rucola-Minze-Feldsalat

Ostern ist anscheinend diesmal dem Schnellgericht gewidmet – die Rezepte, die ich herausgesucht habe, sind alle leicht und schnell herzustellen. Im Vergleich zu Weihnachten jedenfalls. Ich habe die damals viel aufwändigeren Kochaktionen noch gut in Erinnerung. Vielleicht ist es im Frühling ja wirklich alles “leichter” ;)

Pasta mit Pesto und Tomate

Heute gibt es Pasta asciuta und einen kleinen grünen Salat, den ich Lea Linster verdanke. Zuerst bereite ich aber das Pesto

1 TL rosa Beeren
1 TL Fleur de Sel
30 g Haselnüsse
4 EL geriebenen Parmesan
1 Handvoll glatte Petersilie, gehackt
1 Handvoll Basilikum, gehackt

grob mörsern und mit

4 EL Olivenöl (vom guten)

mischen.

Pesto mit Haslenuss und rosa Beeren

Die zweite Zubereitung ist die Salatsauce:

1 TL alter Balsamico
etwas Zitronensaft
3 Stengel Minze
2 EL Olivenöl (vom guten)
Pfeffer
Salz

zu einer Vinaigrette verrühren.

250 g Spaghetti

in 8-9 Minuten al dente kochen. In dieser Zeit putze ich den Salat:

50 g Feldsalat
eine Handvoll Rauke

und schleudere ihn trocken. Außerdem schneide ich

2 Tomaten

in dicke Scheiben und brate diese in einer Pfanne braun. Zum Schluss kommt noch etwas Balsamico, Pfeffer, Salz obenauf. Jetzt schnell den Salat gemischt und angerichtet auf einem separaten Teller.

Salat mit Minze

Abschließend mische ich das Pesto unter die Spaghetti auf vorgewärmten Tellern und lege die Tomatenscheiben und ein paar Haselnusskrümel obenauf.

Dazu gibt es zur Feier des Tages einen Knipser, 2004 Cuvée Gaudenz. Der ist nicht ganz so leicht, aber zum Ende der Fastenzeit gönnt man sich halt mal was Feines!

Die rosa Beeren machen das Essen sehr lebhaft, das ist ein ungewohnter, aber passender Geschmack in der Pasta. Gute Idee, die vorerst letzte aus “Vegetarisch Kochen für Gäste”, das hab ich jetzt “abgegrast” und anlässlich der beginnenden Spargelsaison brauche ich erstmal keine Kochbücher mehr – die Spargelgerichte sind alle fest einprogrammiert :)

Chicoree-Ananasgemüse mit Topinamburpüree und Austernpilzen

Samstag abend allein zuhaus… S. trifft eine Kollegin, so ist die Küche frei für Experimentelles. Nachdem der winter ja heute offizlell abends um halb sieben zu Ende gegangen ist, muss das Wintergemüse nun raus!

Chicoree, Ananas, Topinambur, Austernpilze

Diesmal sind die Angaben für eine Portion.

Püree
150g Topinambur
1 TL Kurkuma
1/2 TL Piment d’Espelette
Salz

Ananasgemüse
150g Ananas
1 kleines Stück Ingwer
Rosa Beeren
etwas Zucker
ein Schuss Portwein
ein Schuss Balsamico
2 kleine Chicoree
Salz

4 größere Austernpilze
etwas Radicchio

Den Topinambur schäle ich, da er sehr dreckig ist. Kleingeschnitten kommt er in einen Topf zusammen mit Kurkuma und Piment d’Espelette und kocht in Salzwasser in einer Viertelstunde gar. Dann püriere ich die Stücke und stelle das Püree warm.

Die Ananas schneide ich in kleine Stücke und brate sie 2-3 Minuten in der Pfanne zusammen mit dem sehr klein gewürfelten Ingwer an. Dann kommt der Zucker darüber, er karamelisiert ein wenig. Ablöschen mit Portwein und Balsamico, ein paar grob zerstoßene rosa Beeren dazu und fertig. Wird ebenfalls warmgestellt.

Nun kommt Chicoree halbiert in die Pfanne und brät in Olivenöl zusammen mit den Pilzen ca. 5 Minuten braun. Etwas salzen reicht, später mischt sich alles mit dem Ananasgemüse.

Als Deko habe ich neben dem Radicchio auch noch einige Zehen von sehr jungem Knoblauch kurz mitgebraten. Sie werden schnell weich und können gut mitgegessen werden.

Guten Appetit!

Junger Knoblauch