Rosenkohl

Rote-Bete-Suppe mit Curry-Rosenkohl und Vogelmiere

Feierabend – ein schnelles Abendessen muss her. Zum Glück habe ich gestern schon zwei mittelgroße Rote-Bete-Knollen gegart, die kann ich nun gut verarbeiten. Mmm, eins meiner Lieblingsgemüse! Vorab schnell noch in den Garten. Es ist schon wieder früh dunkel, so gewinnt das Kräutersammeln seinen eiegenen Reiz…
Rote-Bete-Suppe mit Curry-Rosenkohl und Vogelmiere

Zurück im Hellen mache ich mich ans Werk: 6 mittlere Kartoffeln kochen geschält zusammen mit einer roten Zwiebel (kleingeschnitten) und einer großen Knoblauchzehe in 1 Liter Gemüsebrühe und einem guten Löfel Majoran weich. Dann gebe ich die Rote-Bete in Stücken dazu und lasse alles noch ein wenig köcheln. Dann sorgt der Zauberstab für eine gleichmäßige sämige Suppe. ein bisschen zu dick ist sie geworden in der ersten Runde, wie man auf dem Foto sieht. Das korrigiere ich für den Nachschlag mit einem weiteren halben Liter Wasser.

Zum Anrichten kommt noch ein wenig Einlage dazu, die noch vorbereitet werden will. Ich koche anfangs kurz vier geputzte Rosenkohlköpfe in der Suppe mit, ein paar Minuten nur, so dass sie noch fest sind. Dann schneide ich sie so in dicke Scheiben, dass der Strunk an jeder Scheibe die Blätter noch zusammenhält. Schnell in der Pfanne zusammen mit den Croutons aus dem selbtgemachten Dinkelbrot anbraten, mit Currypulver und Orangenzucker bestreuen und in die Suppe geben. Eine Handvoll Vogelmiere obendrauf und die Reissahne als “Aufheller”.

Fertig ist eine großartige vegane, glutenfreie und auch sonst ziemlich gesunde Suppe!

Rosenkohl-Passionsfrucht-Salat

So langsam kann man meine Baustelle wieder als Wohnung identifizieren und vor allem auch den Raum ausfindig machen, der einmal die Küche werden soll. Auch wenn der geplante Endausbau noch lange nicht erreicht ist, bin ich zumindest wieder weitgehend arbeitsfähig – wer mal von Induktion auf Gasherd “downgegradet” hat, weiß, wovon ich rede…

Deswegen bleibt heute die Küche kalt und ich gönne mir ein Experiment mit Rosenkohl. Ein aus meiner Sicht durchaus gelungenes, so dass ich Euch am Ergebnis teilhaben lassen möchte.

Rosenkohl-Passionsfrucht-Salat

Ich nehme für eine kleine Portion 15 Rosenkohlköpfe, die ich erst putze und dann entblättere. Die Blätter blanchiere ich 2-3 Minuten in Salzwasser, schrecke sie ab und tupfe sie trocken. Dann mariniere ich sie in einer Vinaigrette aus 1 EL Zitronensaft, 1 EL Apfelessig, 1 EL Apfelsaft, 2 EL Walnusskernöl, Salz, Pfeffer, Muskat. Was Fruchtiges soll in den Salat. Erst weiche ich ein paar getrocknete Sanddornbeeren in etwas Apfelsaft ein – nicht schlecht. Aber dann entdecke ich noch die Passionsfrucht im Kühlschrank. Viel besser! Der Apfelsaft scheidet aus. Ich gebe den Inhalt der Passionsfrucht zum Salat, samt Kernen. Abschließend hebe ich noch 4 grob gehackte Walnusskerne und 2 EL klein gewürfelten Feta darunter. Fertig ist der Salat. Eine schöne Kombination, kann auch gut als Vorspeise durchgehen. Blue Cheese oder Mozzarella betonen die Würze des Salats mehr bzw. weniger als in meiner Variante.

Dazu passt Dinkeltoast mit Rumschlehenbutter. Eine nette Verwertung der ausgezogenen Schlehen aus dem Schlehenlikör: 4-5 Schlehen aus dem Glas fischen (gar nicht so einfach…) und entkernen, dann klein hacken. mit 2 EL Butter und einem Schuss Schlehenlikör vermischen, eine Prise Fleur de Sel dazugeben und das Ganze auf den Toast streichen.

Ein Beitrag für:
Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Thymian-Rinderfilet mit Vitelotte und 2 Pürees

Das heutige Dinner besteht aus 2 Gängen, da wir vermutlich nach dem Hautpgang keinen Nachtisch mehr schaffen werden. Zunächst beginnen wir mit der Champignon-Panna-Cotta. Nun ist der Magen vorbereitet auf kommende Genüsse.

Das Filet

Bohnenpüree
Ich habe nachmittags bereits die Bohnen vorbereitet

Eingeweichte Jumbobohnen

150g Jumbobohnen, am Vortag eingeweicht (ergibt ca. 380g gekochte Bohnen).

blanchiere ich einmal kurz und setze sie dann mit 1 Liter Wasser und 500ml kräftiger Hühnerbrühe für 90 Minuten auf den Herd. Geschmacklich nehmen sich Jumbobohnen nicht viel mit normalen weißen Bohnen. Ihren Vorteil spielen sie nach dem Kochen aus. Die immer noch ziemlich feste Außenhülle lässt sich bei den großen Kernen mühelos entfernen, was ich für das Püree auch mache. Ich gebe nun

1 TL Lavendelblüten

in ein wenig von der Kochbrühe und lasse das Gemisch für eine halbe Stunde ziehen. Die Brühe gebe ich kurz vor dem Servieren in die zerstampften Bohnen, zusammen mit

1 TL Zitronenschale und
1 EL gutes Olivenöl.

Rosenkohlpüree
Die Rosenkohlherzen, die vom gestrigen Fischduo übrig geblieben sind, koche ich nun in den Resten der Bohnenbrühe und zerstampfe sie mit dem Kartoffelstampfer grob. Ich würze reichlich mit Muskat.

Sättigungsbeilage ;)
Ich habe auf dem Markt Vitelotte gekauft, die festkochend und violett sind. Sie kommen als Pellkartoffeln mit auf den Teller. Durch den erdig-rauchigen Eigengeschmack (“trüffelig” sagt der Markthändler) passen sie gut zur Thyminansauce.

Die Thymiansauce
Aus einem Drittel des Rinderjus von gestern mache ich die Sauce. Dazu reduziere ich noch ein wenig und lasse die Sauce mit 3 Thymianzweigen 30 Minuten ziehen. Kurz vor dem Servieren montiere ich eiskalte Butterstückchen. Nicht genug, die Sauce bleibt etwas flüssig. Der Geschmack entschädigt aber allemal.

Das Filet
450g Rinderfilet am Stück vom roten Höhenvieh

habe ich bei Maria Büning auf dem Münsteraner Markt erstanden. Ich schneide es in zwei fast gleichgroße Stücke (180g und 260g) und bereite es als Niedrigtemperatursteak zu. Da ich zunächst nicht auf Umluft gare, dauert es ein wenig länger, das Fleisch ist insgesamt 35 Minuten im Ofen. Es bleibt innen rosa, zart, und hat einen ganz hervorragenden, fast schinkenartigen Eigengeschmack.

Das Ergebnis
ist ein äußerst zufriedenstellendes Hauptgericht :) So könnte man es jeden Tag haben…
Das Gericht

Winterliches Fischduo mit Maronen-Pasta

“Es werde Fisch mit Rosenkohl” wünschte die Gattin und kein Einwand half – es musste kreativ geknobelt werden, bis eine passende Kombination entstand. Und siehe es war gut.

Das Ergebnis

Da ich parallel noch Hühnerbrühe und Rinder-Jus herstellte, verzichteten wir bei diesem Dinner for 2 auf die Vorspeise (morgen gibts wieder eine, versprochen).

500g Rosenkohl

putze ich als erstes und entferne dabei den Strunk sorgfältig. Dann blanchiere ich die Röschen für 1 Minute und schrecke kalt ab. Nun kann ich die äußeren, grünen Blätter abziehen. Die noch harten gelben Kerne der Röschen hebe ich für ein anderes Essen auf. Die Blätter tupfe ich trocken und stelle sie beiseite.

Rosenkohlblätter

Maronen
Gleichzeitig dazu habe ich eingeritzte

250g Maronen

bei 200° in den Backofen gegeben. Nach 40 Minuten sind sie gar, ich gebe sie in eine Schüssel und übergieße sie mit kochendem Wasser. So lassen sich nach kurzer Zeit auch die inneren pelzigen Schalen gut abziehen. Wie immer bei Biomaronen ist es Glücksache, wieviele Bewohner ich mitgekauft habe.

Maronen unter Wasser

Diemal ende ich mit etwa 130g geputztem Anteil. Die Maronen zerkleinere ich im Mixer und gebe die Krümel mit den Teigzutaten

400g Mehl
4 Eier
etwas Salz

in eine Rührschüssel, wo ich aus den Zutaten einen Nudelteig knete (Ich brauche nur 1/3 des Teigs für dieses Rezept, der Rest wird in 2 Teilen eingefroren). Je kleiner die Maronenstücke, um so einfacher ist später die Pastaproduktion. Perfektionisten sieben die Maronen noch durch, ich mache das nicht. Der Teig ruht 45 Minuten, dann drehe ich ihn durch die Nudelmaschine, bis ich bei Stärke 5 Tagliatelle herstelle. Die Nudeln trocken auf einem Küchenhandtuch leicht an und bleiben dort bis zur weiteren Verwendung.

Die Pasta

Nun stelle ich die Sauce her. Dazu nehme ich

200g Schlagsahne
1 Messerspitze Vanille
1/2 TL Piment d’Espelette
100 ml selbstgemachte Hühnerbrühe
etwas Fisch-Demi Glace
Salz

und koche daraus langsam eine dickliche Sauce.
Nun brate ich den Rosenkohl kurz an, so dass die Blätter heiß sind und gerade noch knackig bleiben. Ich würze klassisch mit Pfeffer, Salz, Muskatnuss. Parallel dazu brate ich

2 Knurrhahnfilets
2 Seeteufelbacken
2 Garnelen

in wenig Butter/Öl ca 7 Minuten. Die Garnele muss eigentlich nicht sein, gibt aber einen netten Farbkontrast. Das Nudelwasser kocht auch schon und ich koche die Nudeln in 4 Minuten gar.

Abschließend stelle ich das Gericht auf vorgewärmten Tellern zusammen und verschlinge es in Windeseile.

Alltagsküche – Rosenkohl-Maccaroni-Auflauf

Wieder mal ein Maccaroniauflauf, diesmal in einer jahreszeitlich angemessenen Form.
Ich nehme, was ich so an Resten aus dem Kühlschrank fische.

Vor dem Backen
Nach dem Backen

ca 15 Rosenkohlköpfchen, in einzelne Blätter zerpflückt (so wird der Kohl ganz zart)
ca 15 Champignons, geachtelt
eine Knoblauchzehe, klein geschnitten
6 getrocknete halbe Tomaten

dünste ich in einiger Butter weich und ergänze mit

1 gutem Schuss Weißwein
1 Becher Creme Fraiche
1/2 TL getrockenetem Estragon
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Dazu koche ich

200g Maccaroni

und fülle alles in eine Quiche-Form. Ein wenig Käsereste

geriebener Emmentaler
ein paar Stücke Gorgonzola

obendrauf und für 15 Minuten in den Backofen, zuerst bei 200°, dann die letzten 5 Minuten unter den Grill.

Der Estragon macht das ganze vom Geschmack her leicht, es ist gar kein Winteressen mehr ;)