Mittagessen naht, es soll schnell gehen und ein paar der Reste aus dem Kühlschrank verringern. Da steht noch: ein Topf mit Rotkohl, Reste einer Kartoffel-Lauch-Suppe, etwas geschlagene Sahne – und zwei schöne Stücke Kabeljau. Außerdem gibt es noch ein paar gekochte Pellkartoffeln. Also mache ich schnell eine dicke Sauce aus der Suppe, der Sahne, 2 EL Senf, etwas Instantmehl. Die Kartoffeln schneide ich in Scheiben, lege unten eine Schicht in die Auflaufform, dann Rotkohl, dann Fisch, dann Sauce, dann wieder Rotkohl, Kartoffeln und als Abschluss die Sauce. Ab in den Ofen, 40 Minuten bei 180° und dann noch 5 Minuten grillen.
Das Ergebnis lässt sich optisch sehen. Geschmacklich – naja, ok, für mich hätte der Fisch da nicht unbedingt reingehört, aber wenn man mal so im Internet recherchiert, gibt es ja ein paar Liebhaber dieser Kombination. Ich mach den Kabeljau künftig doch lieber wieder ohne Rotkohl
2 Kartoffeln
100ml vom Rinderjus eingefroren
1/2 Becher Creme Fraiche
eine halbe Handvoll der getrockneten Champignons (hab ich gar nicht erwähnt, ich hab die Pilzwürfel, die von der Champignonessenz (erstellt hier) übrig blieben, getrocknet und aufbewahrt).
Also wie üblich: Suppengemüse klein schneiden, anschwitzen, Rotkohl in dünne Schnitze hobeln, mit etwas Weißwein und 1 Liter Wasser aufsetzen und ca 25 Minuten kochen. Damit es nach was schmeckt, würze ich so:
1 guter TL Fenchelsaat, gemörsert
2 Wacholderbeeren, zerdrückt
4 Pimentkörner, zerdrückt
1 TL Piment d’Espelette
2 EL Apfelessig
gut Salz
Nun schneide ich noch die Kartoffeln und den Dill klein und gebe sie hinzu. Sie kochen in 15 Minuten gar, leider bekommen sie durch den Rotkohl auch eine gräulich-violette Farbe. Der Rotkohl hingegen kocht aus, er wird hellrosa.
Geschmacklich gibt es an dieser Suppe nichts auszusetzen, zumal noch ein ordentlicher Klecks Creme Fraiche auf die Teller kommt. Nur die Farbe ist nicht schön. Vielleicht koch ich das nächste Mal doch wieder Rote Bete mit, auch wenn der Rotkohl dann ziemlich untergehen dürfte…
Der Rotkohl muss weg! Die Reste des Rotkohls von den asiatischen Rotkohlrouladen liegen immer noch im Kühlschrank. Da gestern abend klassisches Gänseessen mit Klößen und Rotkohl im sehr angenehmen Restaurant Ackermann angesagt war, verbietet sich eine Wiederholung. Es soll diesmal eine Pizza werden. Als Teig erstelle ich einen Hefeteig wie hier beschrieben.
Ich schneide nun
400g Rotkohlblätter
in Stücke von ca 3*3 cm und blanchiere sie für 5 Minuten in Salzwasser. Parallel dazu putze ich
1 mittlere Lauchstange
und dünste die Scheiben in ein wenig Olivenöl und Butter. Als Würze gebe ich Muskat und Salz dazu. Außerdem bereite ich ein wenig Sauce vor, damit die Pizza nicht zu trocken wird.
1 Knoblauchzehe, feingehackt
3 EL Holundersaft
2 EL Balsamico
1 EL Orangen-Olivenöl
1 EL Holunder-Apfel-Gelee
reduziere ich zu einer dicklichen Sauce. Nun ist der Teig genug gegangen und ich teile ihn in drei Stücke, die als Kugeln noch einmal 10 Minuten ruhen. Leider bin ich nicht einer der glücklichen 80cm-Guggenau-Herd-Besitzer, über die Siebeck immer so gerne lästerte, daher müssen meine Pizzen ein wenig oval werden.
Aus den 2 der 3 Teigkugeln forme ich nun einen Pizzaboden. Ich belege die Böden jeweils mit
4 Scheiben Südtiroler Königsspeck
40g frischem Ziegenkäse
1-2 Zweigen Thymian
ein wenig Ricotta (Resteverwertung).
dem Drittel des Rotkohls
dem Drittel des Lauchs
dem Drittel der eingekochten Sauce.
Nun auf dem Lochblech in den auf 250° vorgeheizten Ofen und 15 Minuten bei 240° gebacken. Nach dem Backen noch Würzen mit
gemahlenem schwarzen Pfeffer,
Fleur de Sel,
Olivenöl.
Sehr schmackhafte “Alpenpizza”! Durch’s Formen mit der Hand wird der Teig relativ dick, was der Belagdichte zugute kommt, aber insgesamt vielleicht ein bisschen zu mächtig ist.
Die dritte Portion rolle ich daher mit dem Nudelholz dünn, so dass die Fläche so groß ist wie vorher die 2/3. So gelingt der Boden besser, allerdings reicht dann der Belag nicht mehr und ich behelfe mir mit Fenchelsalami und Artischocken auf der zweiten Hälfte.
Fazit – Sehr gelungene Kombination, das nächste Mal mit der halben Teigmenge und der vollen Belagmenge!
Rechtzeitig zum Beginn der Gänsesaison habe ich einen Tag frei und entscheide mich für ein alternatives Geflügel-Rotkohl-Rezept.
Das Internet gibt nicht so viel Kreatives zum Thema her, also werde ich selber tätig. Es wird eine ziemlich bunte Mischung, aber es hat geschmeckt
Ich nehme also
5-6 große Rotkohlblätter
und blanchiere sie 7-8 Minuten. Sie sind etwas härter als der übliche Wirsing- oder Weißkohl, daher ist diese Zeit schon angebracht. Trotzdem schneide ich hinterher die dicken Rippen raus, damit ich die Blätter später rollen kann. Die Füllung besteht aus verschiedenen Teilen. Zunächst mache ich eine Art Farce aus
2 Handvoll Shiitake-Pilzen, klein gewürfelt
1 rote Zwiebel, klein gewürfelt
1 Stengel Zitronengras, sehr klein geschnitten
1 TL Koriandersamen, gemörsert
etwas süße Sojasauce
alles wird in der Pfanne gedünstet, bis die Pilze weich sind. Ich lasse das abkühlen und kümmere mich um die weiteren Inhalte.
1 Stück kleine Bambusstange (10cm, aus dem Chinaladen. Dort gibt es sie im Ganzen eingelegt), wird in sehr feine Scheiben geschnitten
1 Knoblauchzehe, in sehr feine Scheiben geschnitten
1 walnussgroßes Stück Ingwer, in sehr feine Scheiben geschnitten
ca 200g Putenbrust, in dünne Scheiben geschnitten
Nun lege ich 1-2 Rotkohlblätter aus und lege jeweils 2 Scheiben Putenbrust kanpp übereinander. Darauf kommt Knoblauch, Ingwer, Bambus und obenauf die Pilz-Zwiebel-Mischung. Das Ganze wird eingerollt, was nicht gut geht, und mit Küchenband zusammengebunden.
Die Päckchen kommen in eine Auflaufform mit Deckel und garen, mit ein wenig Weißwein und Sojasauce versehen, für 1 Stunde bei 160° im Ofen.
Dazu gibt es
1 Tasse Reis
1/2 Tasse Belugalinsen
getrennt nach Anweisung gekocht und dann gemischt mit
1 Handvoll Petersilie, gehackt
1/2 Handvoll getrocknete Aprikosen, klein gewürfelt