Wie schwer, seine größten Erfolge zu übertreffen! Auf meinem Blog ist das skurrilerweise das seltsame Gericht Seeteufel mit gefülltem Kohlrabi, das irgendwann auf den Radar von scheissewaskocheichheute geriet und seitdem beständig der meistgeklickte Artikel ist. Und vermutlich der am wenigsten nachgekochte…
Daher versuche ich heute gar nicht, das durch neue eigene Kreationen zu übertreffen und setze auf Nachgekochtes. Der eigene Garten spuckt zuverlässig große Gemüsemengen aus, heute tritt wieder Kohlrabi und Möhre auf. Ich wähle ein Rezept von Mestolo, dass beim bekennenden Kohlrabihasser nur auf mittlere Begeisterung stieß. Für mich klingt es gut, ich spare mir das Abtippen des Rezepts. Die einzige Abweichung ergibt sich bei der Garzeit. Nach den 10 Minuten im Ofen übergrille ich die Kohlrabi nochmals 5 Minuten bei mittlerer Hitze.
Nur ein Kohlrabi für jeden? Nee, das reicht ja nie. So überlege ich, was dazu noch ginge und komme auf Safranrisotto. Schuhbeck hatte doch da was mit einer eigenartigen Gewürzkombination… ach ja, hier:
150 g Risottoreis (ich nehme in Ermangelung von Vorräten skandalöserweise einfach Milchreis)
500 ml Gemüsebrühe – kommt bei mir aus dem TK, Reste vom letzten Suppengemüseblanchieren
200 ml Weißwein – bei Schuhbeck nur 3 EL. Das ist mir für Risotto definitiv zu wenig
1 Zwiebelchen – ich nehme das Weiße einer Frühlingszwiebel, die sind eh fällig für die Kohlrabifüllung
1 Scheibe Ingwer
1 Knoblauchzehe
ein paar Safranfäden
1 gute Messerspitze Vanille (Schuhbeck kocht eine Viertel Schote mit)
1 gute Messerspitze Cayennepfeffer
Der Reis kommt in die angeschwitzten Zwiebeln und wird glasig angebraten. Dann nach und nach die Brühe und den Wein dazu, die Gewürze waren schon in der Brühe und kommen nun mit in den Reis. Ich ignoriere das Dauerrührgebot und schiebe nur ab und zu den Reis durch die Pfanne. Trotzdem (deswegen?) gelingt er gut, Klumpkatastrophen wie in manche Foren bei der Nutzung von Milchreis ankündigen, bleiben aus. Würzig, der Reis! Ich gebe in Ermangelung der vorgeschriebenen 50 g gehackter Nussmischung einfach ein paar Pinienkerne dazu. Ingwer und Knobi kommen vor dem Servieren wieder raus. Eine schöne Ergänzung zum Kohlrabi!
Steinzeitküche – das Wort fiel mir direkt ins Auge neulich in der Tageszeitung. Ein Berliner Kiezrestaurant (das “Sauvage” in Neukölln) macht Furore mit diesem Thema, die Fernsehreporter stehen Schlange… Mal ein bisschen nachgeforscht – was ist das eigentlich? Immerhin dauerte die Steinzeit fast 2,5 Millionen Jahre, da kann man eine Menge an Rezepten ausprobiert haben…
Also: die “paläolithische” Ernährung hat sich zum Ziel gesetzt, uns nur mit den Dingen zu versorgen, die auch der Neanderthaler vor der Flinte – äh, Keule hatte. Also Fleisch, Fisch, Beeren, Wurzeln, Obst, Gemüse, Nüsse. Keine vorproduzierten Lebensmittel, kein Zucker, kein Mehl (wieso eigentlich nicht? In der Spätsteinzeit wurden ja schon die erstern Bauern aus der sicheren Umgebung der Alien-Raumschiffdecks beobachtet ), keine Milchprodukte, kein Öl, … regional und saisonal also – soll gesund sein… Die Theorie ist umstritten, immerhin wurden genetische Anpassungen des Menschen seit der Jungsteinzeit auf die veränderte Nahrungssituation nachgewiesen. Oder waren das auch die Aliens? Jedenfalls klingt die Zutatenliste kompatibel genug mit meinen normalen Kochaktivitäten, dass ich einmal ein “Steinzeitgericht” wage.
Ich erlege ein Wildschwein und schneide eins der Filets heraus, die traditionell dem Clan-Chef zustehen. Das hacke ich mit dem Faustkeil in Medaillons, die werde ich kurz auf offener Flamme braten. Die Frauen haben Pastinakenwurzeln und ein paar Zwiebeln gesammelt, die werden mit Thymiankraut aus dem Vorrat gebacken (wenn der Neanderthaler digitale Backöfen kennen würde, würde er sagen: 90 Minuten bei 180°, dann kurz übergrillt. Aber wir würden ihn ja sowieso nicht verstehen mit seiner Ursprache).
Auf einer Steinplatte schmoren indes ein bis zwei Handvoll großfrüchtige Moosbeeren, mit ein wenig Wasser versehen, so dass sie nicht anbrennen. Auch dazu geben wir Thymiankraut. es soll böse Geister vertreiben, die uns husten lassen und die Atmung erschweren. Auch ein Stück von der erbeuteten Honigwabe geben wir dazu, weil wir die Süße zu schätzen wissen. Einer unserer Abenteurer hat aus dem Süden eine seltsame orange Frucht mitgebracht, sie riecht sehr aromatisch und ist saftig. Wir geben ein Stück der Schale dazu, denn die saftigen Stücke essen wir lieber roh.
Dann legen wir das Fleisch auf die heiße Platte, auf dem ein Stück von dem fetten Zeugs unter der Haut erst einmal flüssig gemacht wurde und bräunen es von beiden Seiten, bis das Blut nicht mehr herausläuft. Zu Ehren der Hustengeister geben wir nun etwas von den gegarten Beeren darauf. Dazu kommen die gegarten Zwiebeln und Wurzeln. Damit die so richtig schmecken, geben wir etwas von den vergorenen und sauer gewordenenen Trauben dazu, die sich so wundersam seit dem Sommer halten. So verspeise ich das herzhafte Mahl.
Der letzte Heilbutt ist lange genug her – wider Erwarten ist er seitdem nicht ausgestorben… So nutze ich die Vorbeifahrt an Ibbenbühren, um den Lieblingsfischhändler vom Münsteraner Markt an seinem Stammsitz um ein gutes Stück Heilbuttfilet zu erleichtern. Und wenn’s schon so was Feines gibt, soll auch der Rest des Gerichts nicht zurückstehen.
Ich beginne mit der Sauce, weil die einkochen soll. Eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe wandern feingehackt in die Sauteuse, kurz danach folgt eine Handvoll Kalamata-Oliven, entsteint und grob zerkleinert sowie etwas Thymian und ein Lorbeerblatt. Alles wird in etwas Olivenöl angedünstet, währenddessen presse ich den Saft einer unbehandelten Orange aus und gebe ihn in den Topf. Dazu kommen 8 Flaschentomaten, gehäutet und zerkleinert. Die Sauce köchelt nun etwa eine halbe Stunde, bis sie dicklich-fest wird. Pfeffern, salzen und etwas abgeriebene Orangenschale hinzugeben.
Nun ist der Reis an der Reihe. Dafür putze ich 4 mittelgroße braune Champignons und schneide sie in kleine Würfel. Die dünsten in etwas Butter weich, dann kommt 150 g Basmati-Reis und eine halbierte Knoblauchzehe dazu. Alles schwitzt vor sich hin, bis der Reis glasig ist. Ich würze mit Bohnenkraut, lösche mit Gemüsebrühe ab und lasse den Reis garen. Nein kein Risotto Mittendrin mörsere ich noch ein paar Stücke getrockneten Steinpilz und gebe das Pulver dazu, um das Pilzaroma zu verstärken.
Nach knapp 20 Minuten ist auch der Reis gar.
Währenddessen landen noch ein paar Romanesco-Röschen für einige Minuten im kochenden Wasser.
Zum Schluss brate ich den Heilbutt ganz uninspiriert einfach heiß von jeder Seite 2-3 Minuten an und serviere alles schön angerichtet. Es schmeckt!
Rezept ist für zwei, mit guten Resten für den Folgetag.
Es geht weiter mit dem Suppenvergnügen! Ich hatte ja vorgestern geschrieben, dass ich für zwei Suppen eingekauft habe. Ich konnte mich einfach nicht für eine der beiden aus dem Kochbuch Garland’s Lodge entscheiden.
Auch diese Suppe ist vegan – wenn man mal von der Creme absieht. Sie bekommt einen sehr würzigen Geschmack dadurch, dass ein Teil des Gemüses zunächst im Ofen geröstet wird. Dazu schneide ich eine kleinere Aubergine in 1 cm dicke Scheiben, ebenso wie eine Speisezwiebel. Dazu kommen noch je eine rote und gelbe Paprikaschote, halbiert und entkernt, sowie 2 Tomaten, halbiert. Das Gemüse gebe ich in den auf 210° vorgeheizten Ofen auf ein mit etwas Olivenöl versehenes Blech und röste das Gemüse für 30 Minuten. Die letzten 5 Minuten schalte ich noch den Grill dazu, so bekomme ich die Schalen von Tomate und Paprika hinterher besser ab (leider verweigert sich der rote Paprika wie immer seiner Häutung, egal, dann kommt er eben so in die Suppe).
Parallel zum Röstgemüse schneide ich zwei Karotten, drei Selleriestangen und zwei Knoblauchzehen in Stücke und dünste sie zusammen mit den Gewürzen (1 TL Salz, 1 TL Majoran, 1 TL Thymian, 1/4 TL Cayennepfeffer, 1 TL gemörserte Koriandersamen, eine Handvoll Basilikumblätter) eine Viertelstunde in etwas Olivenöl weich. Dann kommt das Röstgemüse in den Topf, zusammen mit 1,5 Liter Wasser und köchelt eine Dreiviertelstunde vor sich hin. Ab mit dem Zauberstab in die Suppe – langsam gewöhne ich mich an diese pürierten Suppen – und kräftig zerhäckseln. Abschließend noch einmal ordentlich salzen und mit etwas Zitronensaft abschmecken.
Nun braucht es nur noch die Creme. Ich nehme noch ein wenig Zitronensaft, eine Handvoll Basilikumblätter, grob zerkleinert, und 2 TL Schmand, die ich zunächst wieder mit dem Zauberstab püriere bis die Creme grünlich wird. Dann kommt noch ein halber Topf Schmand und etwas Salz dazu, mit dem Löffel untergerührt.
Ab mit der Suppe auf den Teller, einmal schnell durchs Fotostudio und schon wieder ist Suppenglück.
Endlich mal wieder ein Heimatabend! Schnell fahre ich nach Feierabend zum Superbiomarkt und kaufe Zubehör für zwei amerikanische Suppen, die ich heute morgen beim Stöbern in Garland’s Lodge gefunden habe. Genau genommen sollte es dort ein “Chowder” werden, ein Eintopf, in dem es noch Stücke gibt. Mir ist eher nach pürierter Suppe, der kommende Herbst lässt grüßen.
Ich nehme 2 Karotten, 1 mittlere Zwiebel, 2 Stangen Sellerie, ein walnussgroßes Stück Ingwer, eine Knoblauchzehe. Das geputzte Gemüse schneide ich in kleine Würfel und schwitze es ein paar Minuten in Olivenöl an. In der Zwischenzeit krame ich in der Gewürzschublade und fördere folgendes zutage: 1 TL Thymian, 1 TL Majoran, 2 TL Koriandersamen (gemahlen), 1 TL Kumin (gemahlen), 1/4 TL Cayennepfeffer, 1 knapper TL Zimt, 1 TL Salz. Alles kommt nun ins Gemüse und obendrauf eine kleine Büchse Tomatenstücke. Nochmal gut erhitzen, dann gebe ich ca. 300g rote Linsen dazu und 1,5 l Wasser. Bald köchelt alles vor sich hin, es beginnt zu duften in der Küche.
Nun noch schnell ein Viertel eines kleinen Hokkaido-Kürbis (200 g?) in Stücke geschnitten und zur Suppe dazugegeben. Die kocht nun noch einmal 20 Minuten, bis alles weich ist. Der Zauberstab macht sie dann zu einem dicken Eintopf, ein bisschen Wasser und ordentlich Salz kommt noch dazu.
Und da so eine gerührte Suppe ja optisch nicht so viel hermacht, nehme ich noch eine geschälte Selleriestange und brate zwei Garnelen. Die landen zusammen mit etwas gehacktem Korianderkraut im Suppenteller und alles ist gut.
Samstag ist Markttag – und was liegt näher am ersten freien Samstag seit Menschengedenken, endlich mal wieder richtig auf dem Markt zu shoppen? Das Wetter ist grandiios, es ist eine Freude, die vielen Stände zu sehen, die mit den saisonalen Produkten jetzt richtig aus dem Vollen schöpfen können. Ich lande zuletzt wie immer beim Fischstand und kann nicht widerstehen – ein riesiges Seeteufelfilet liegt dort in der Auslage, da muss ich zuschlagen. Passend finde ich abends in Claudias Blog einen Eintrag über Seeteufelzubereitung, der Fisch wird gekocht. Gekocht? Gewöhnungsbedürftig, aber mit meiner Seeteufelbraterei war ich nie so richtig zufrieden, da wird es Zeit für alternative Methoden…
Die Kohlrabi-Idee ist mir schon an verschiedenen Stellen begegnet. Oskar Marti macht eine Schnittlauch-Pfifferling-Füllung und eine Mehlschwitze mit den Inhalten des Kohlrabis. Das ist mir zu grob heute zu dem feinen Fisch, ich folge lieber der Idee von Michael Laumen, der diverse Sommergemüse in einer Noilly-Prat-Sahnesauce gart und den Kohlrabi damit füllt.
Dazu soll es noch eine kleine Portion Kartoffelgratin geben. So, genug der Vorrede, es geht los.
Teil 1: Kohlrabi
Zuerst koche ich zwei mittelgroße Kohlrabi ungeschält in Salzwasser in 30 Minuten “al dente”. Dann schälen und einen Deckel abschneiden. Mit dem Kugelausstecher entferne ich das Innere, es wird morgen zu Schmorgemüse verarbeitet. Während der Kohlrabi kocht, bereite ich die Füllung zu. 150 g Pfifferlinge, eine kleine Möhre, ein paar Erbsen frisch aus der Schote und einige wenige dicke Bohnen, gepalt und geschält, dünste ich in der Pfanne in ein wenig Butter gar. Salzen, pfeffern und in die Kohlrabi füllen. Dann kann ich die zunächst zur Seite stellen.
Teil 2: Kartoffeln und Sauce
Der Gratin ist Euch wohlvertraut, inzwischen ist die Vorgarmethode zum Standard geworden. Ich erhitze 250 ml Milch in der Pfanne, gebe Salz, Pfeffer, Muskat, Thymian, Oregano und ca 3 EL geriebenen Bergkäse dazu. Dann hobele ich zwei mittelgroße Kartoffeln mit dem Trüffelhobel hinein, lasse alles kurz aufkochen und dann bei kleiner Hitze zugedeckt 15 Minuten garen.
Die Sauce ist einfach, muss aber eine Weile reduzieren, daher ist sie jetzt schon dran. Ich bereite sie parallel zu den Kartoffeln zu. Eine Schalotte und eine Knoblauchzehe dünste ich in ein wenig Butter weich. Dann kommen 100 ml Weißwein und 50 ml Martini Bianco dazu. Beides kocht fast komplett ein, dann gebe ich ca 300 ml Fischfond dazu, den habe ich noch gefroren aufbewahrt vom letzten Fischevent. Auch der Fond kocht wieder gut ein, der Boden der Sauteuse ist vielleicht noch 2 cm bedeckt. Ich siebe die Sauce durch ein Teesieb, gebe 100 ml Sahne dazu und lasse erneut einkochen.
Mittlerweile habe ich einige Safranfäden in einem Porzellanmörser im Ofen auf 50° aufgewärmt. So soll er sein Aroma besser entwickeln. Ich zerstoße die wenigen Fäden und gebe den Safran in die Sauce, die sich prompt gelb färbt. Nach weiterer Reduktion wird sie schön orange.
Teil 3: Gratinieren und Fisch zubereiten
Die Kartoffeln und den Kohlrabi gebe ich pro Portion auf eine lange Porzellanplatte. In das Gemüse kommt schon ein wenig der Sauce hinen. Auf die Kohlrabideckel gebe ich die eingekochten Schalottenstücle aus der Sauce, die bräunen beim Gratinieren schön mit. Die beiden Platten gebe ich nun für 15 Minuten bei 220° in den Ofen, den Kohlrabi decke ich nach der Hälfte etwas mit Alufolie ab.
Jetzt kommt noch der Fisch an die Reihe. Ich zerteile das 400 g schwere Seeteufel-Filet in vier Scheiben, je drei Zentimeter dick. Soll ich wirklich…? Ich fasse mir ein Herz und erhitze 1 Liter Wasser mit Salz in der Pfanne. Die Fischstücke kommen hinen und sieden leicht für 5 Minuten. Dann schnell raus, kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und dann auf die Platten aus dem Ofen geben.
Sauce drüber, ein paar Schnittlauchröllchen und fertig ist das Gericht. Es kommt noch zu einer kleinen Krise, weil ich die langen Platten nicht mit meinem Makro im Ganzen fotografiert kriege, aber kurz danach können wir endlich essen.
Sehr feine Kombination, der Fisch ist kräftig, aber nicht zäh und die Sauce, die fast sirupartig-süß schnmeckt, ergänzt ihn gut. Ohne so eine intensive Sauce wäre der Kochfisch vermutlich zu langweilig… Das gilt auch für den Kohlrabi, die Sauce verbindet sich ideal mit dem Gemüse. Und der Gratin … geht sowieso immer!
Und es war diesmal nicht viel zu viel, auch wenn ich mir schon Sorgen gemacht hatte….
Schon wieder ein Schnellgericht nach der Dienstreise. Im Moment bin ich viel unterwegs, da kommt es mir zugute, immer ein paar Vorräte im Haus zu haben, die ein kurzentschlossenes Abendessen ermöglichen.
Schnell ein paar Gemüsewürfel herstellen: 1 Fenchelknolle, fein gewürfelt, 2 Möhren, fein gewürfelt, 3 kleine Knoblauchzehen, sehr fein gewürfelt. Nun nehme ich ein Glas Couscous und lasse es kurz in der doppelten Wassermenge aufkochen. Dann quillt es 10 Minuten. In der Zeit brate ich die Gemüsewürfel in etwas Olivenöl knackig-gar und würze mit Thymian, Salz, rotes Schalotten-Confit (ich habe am Sonntag die doppelte Menge gemacht. wer das nicht hat, nimmt einfach eine Zwiebel und etwas Zucker dazu) dann kommt alles in den Couscous.
3 kleine Zucchini schneide ich mit dem Trüffelhobel in lange, schmale Streifen und brate sie in 2 EL Traubenkernöl kurz und heiß. Dann kommt noch etwas fein geriebene Zitronenschale auf die Zucchini und 2 EL Zitronensaft in den Coucous.
Nachlese vom Münsteraner Kochwochenende – Mein Fischhändler hat mir aufgrund unseres Großeinkaufs eine Handvoll Mini-Sepia spendiert, die nicht so recht ins geplante Geschehen passten. Das wiederum passte mir sehr gut, konnte ich doch so am nächsten Nachmittag ein wenig experimentieren.
Was die üblichen Rezepte zu diesem Thema nicht verraten: Sepia braten ist eine Riesensauerei. Es zischt und spritzt, dass es eine Freude hat, nach 2 testgebratenen Sepie sah die Küche fast nicht ganz so verwüstet aus wie am Abend vorher. Daher hab ich für die restlichen eine andere Version gewählt – kurz in Zitronensaft, Knoblauch und Olivenöl marinieren und dann für 5 Minuten unter den Grill im Backofen geben, bis kleine Lichtblitze zeigen, dass das heiße Fett an der Grillheizschlange verbrennt. Die Sauerei ist hier nicht kleiner, beschränkt sich aber auf den umschlossenen Raum des Backofens, der sowieso wieder einmal eine Pyrolyse nötig hat.
Dazu koche ich die letzte verbliebene Platte der Kräuterlasagne und mache eine schnelle Füllung aus
30 g rote Linsen, 5 Minuten gekocht
1 Tomate, geschält und fein gewürfelt
etwas Knoblauch, fein gewürfelt
Dill, gehackt
Petersilie, gehackt
ein guter Schuss Balsamico
Salz
Endlich kommen die neuen Kartoffeln aus dem Münsterland! der nasskalte Frühling hat für ordentliche Verspätung gesorgt, aber nun gab es gerade die ersten, darunter noch sehr winzige. Das erinnert mich an ein Kartoffelrezept aus “Vegetarisch kochen für Gäste”. Dort sieht die Autorin die Minikartoffeln als Finger Food vor – ich nehme sie als Beilage für ein gegrilltes Stück Hähnchenfleisch.
Zunächst mariniere ich die
2 Hähnchenbrustfilets.
Es sind große Stücke, daher lege ich sie nicht nur in gewürztes Öl, sondern lege auch
2 Knoblauchzehen in dünnen Scheiben
1 Stück Ingwerwurzel, geschält und in dünnen Scheiben
in die Mitte der Filettaschen. Diese Scheiben entferne ich vor dem Essen wieder, sie werden nicht wirklich weich. Aber sie geben Aroma ab. Da Öl vermenge ich mit
Da Huhn zieht für ca. 30 Minuten, bevor es in die Grillpfanne kommt und dort für ca. 15 Minuten insgesamt vor sich hin brät. Der Ofen wird vorgeheizt auf 220°, und nun koche ich
500 g Minikartoffeln
in der Pelle für 5 Minuten in gut gesalzenem Wasser. Dann lasse ich sie in einer ofenfesten Schale abdampfen und vermenge sie mit einer Gewürzpaste aus
1/2 EL Koriandersamen, gemörsert
1/2 EL Kreuzkümmel, gemörsert
1/4 TL Kurkuma, gemahlen
1/4 TL Piment d’Espelette
1/2 TL selbstgemachtes Selleriesalz
2 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
Die Schale kommt nun für gut 15 Minuten in den Ofen, bis die Kartoffeln gar sind.
Für den Salat hobele ich
1 Fenchelknolle
in sehr feine Scheiben und vermenge sie sofort mit einer Vinaigrette aus
Premiere beim Kochen nach Wunsch – Stefanie wünscht sich Ingwerfrikadellen mit Bulgur. Und da eine Premiere ja immer etwas Besonderes ist, gibt es zu dem Gericht noch 3-farbiges Paprikagemüse geben, ich mache dazu noch 3 Saucen in den Paprikafarben.
Dazu nehme ich
1/2 grüne Paprika
1/2 gelbe Paprika
1/2 rote Paprika
einige Korianderblätter, fein gehackt
etwas Ingwer, fein gewürfelt
etwas Piment d’Espelette
Den Paprika würfele ich klein, etwa 5mm Kantenlänge. Von jeder Farbe trenne ich die Hälfte der Würfel ab und hebe sie zusammen auf für das Gemüse. Die drei jetzt noch vorhandenen Würfelhäufchen dünste ich jeweils mit etwas Salz und 1-2 EL Wasser an. Zu rot kommt schon das Piment d’Espelette hinzu, zu gelb der Ingwer. Zu grün gebe ich den Koriander erst am Ende der Garzeit hinzu, damit sich der Geschmack nicht verliert. Nach einigen Minuten sind die Paprika weich. Ich streiche sie jeweils getrennt durch ein feines Sieb und bewahre die entstandenen Saucen auf.
Nun sind die Frikadellen an der Reihe. Ich habe auf dem Markt abgepacktes Hackfleisch genommen, daher sind die Mengen höher als bei Stefanies ursprünglichem Rezept
250 g Rinderhackfleisch, nicht zu fett
250 g Schweinehackfleisch, nicht zu fett
1,5 altbackenes Weizenbrötchen
2 Eier
3 Stängel Frühlingszwiebeln
1 TL Thymian
1 TL Majoran
1 TL edelsüßes Paprikapulver
1 TL Zitronensaft
2 TL frischer gehackter Ingwer
1 TL Salz
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Ich mische alles zuusammen.Da es ein wenig zu viel Ei ist, wird die Masse zu feucht. Ich shreddere daher noch eine Scheibe Toastbrot in grobe Krümel und nun passt es. Mit einer Lebkuchenform baue ich nun 7 Frikadellen aus dem Fleischteig.
Jetzt noch schnellzwei Knoblauchzehen gehackt und der Mis en place ist fertig.
Der Bulgur kocht mit dem Knoblauch 10 Minuten, genauso lange dauern die Frikadellen. Der Paprika startet etwas später, so dass alles gleichzeitig fertig wird.
Jetzt schnell alles auf den vorgewärmten Tellern anrichten. DAzu kommen noch ein paar Senfsprossen fürs Auge. Guten Appetit!